Für Neues gerüstet, zum Aufbruch bereit!

ZVEH-Jahrestagung 2010 in Karlsruhe

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Pilotprojekte zu Intelligenten Stromzählern (Smart Metering) und zur Elektromobilität, Lobbyarbeit zum Energiedienstleistungsgesetz und viel Neues von der E-Marke: Das Fachprogramm der Jahrestagung 2010 des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Frankfurt/Main, vom 26. bis 28. Mai in Karlsruhe brachte die Brennpunkte unter einen Hut. "Der ZVEH hat seine Arbeit gemacht und für wichtige Zukunftsthemen den Weg geebnet. Wir wollen, dass die Mitgliedsbetriebe für die vielen neuen Geschäftsfelder gut gerüstet sind und zum Aufbruch bereit stehen. Jetzt sind sie dran, den Kunden zu zeigen, was in der Praxis möglich ist", sagt ZVEH-Präsident Walter Tschischka. "Die Vorbereitungen für die Pilotprojekte, die im vergangenen Jahr bei der Mitgliederversammlung angestoßen wurden, sind abgeschlossen und die politischen Rahmenbedingungen geschaffen. Jetzt kann die praktische Phase starten", fasst ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi die Ergebnisse zusammen.

Insgesamt tagten ein Dutzend Gremien aus den Fachbereichen "Technik" sowie "Tarif, Wirtschaft und Kommunikation". Konstruktive Stimmung herrschte bei der Sitzung des Vorstandsrates und der Mitgliederversammlung. Auf großes Interesse stießen die Berichte des Vorstands über die erfolgreiche Lobbyarbeit zum Energiedienstleistungs- und zum Erneuerbare- Energien-Gesetz. Darüberhinaus diskutierten die Delegierten aus den Ländern engagiert die neuen Regelungen zum jüngst abgeschlossenen Mindestentgelttarif für die E-Handwerke. Der Vorsitzende der ArGe Medien und ZVEH-Vizepräsident, Rolf Meurer, stellte in seinen Beiträgen jeweils die Ergebnisse der Frühjahrsaktionen zur E-Marke vor. Zudem präsentierte er die Fortschritte bei der Entwicklung des Webseitenkonfigurators.

Einstimmig verabschiedete die Mitgliederversammlung nach dem Rechnungsbericht des Finanzverantwortlichen Karl-Heinz Bertram den Haushaltsplan 2010 und entlastete den Vorstand und die Geschäftsführung für das zurückliegende Jahr. Als neuer Rechnungsprüfer wurde Norbert Eckstein (Hamburg) einstimmig als Nachfolger von Carsten Joschko (Berlin) gewählt. Bei der Sitzung des E-Markenbeirats am Freitag wurde beschlossen, am 5. November 2010 in Bremen einen E-Markenpartner-Tag zu veranstalten.

Zur öffentlichen Festveranstaltung kamen 350 Gäste in das Konzerthaus Karlsruhe. Torsten Heinje, Vorsitzender des Bundesverbandes des Elektro- Großhandels (VEG), stellte in seinem Grußwort Innovation und Zukunft ins Zentrum: "Was gestern noch Spinnerei war, ist heute Innovation und morgen Normalität. Wir haben die Technik, wir haben die Vertriebswege, wir haben den Zugang zum Kunden und die Kunden haben oft genug Geld für unsere Technik." Der Branche alles Gute wünschte Godehardt Schneider, der sich als Vorsitzender des Fachverbandes Installationsgeräte und - systeme im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) in den Ruhestand verabschiedete: "Es hat sich enorm viel bewegt in den vergangenen Jahren und ich freue mich, dass es heute zwischen den Marktpartnern eine konstruktive Diskussionskultur gibt. Ich wünsche allen weiterhin viel Erfolg."

ZVEH-Präsident Tschischka hob in seiner Ansprache die Verantwortung des handwerklichen Unternehmers in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hervor. Auf die ernste politische und wirtschaftliche Situation aus nationaler und europäischer Sicht ging der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt, in seiner Festansprache ein: "Es darf keine Belastung für Wirtschaft und Arbeit geben", appellierte er an die Bundesregierung. Das Handwerk habe vorbildlich bewiesen, ökonomische Anforderungen und gesellschaftspolitische Ansprüche miteinander zu verbinden. "Aber die Sicherung der Arbeitsplätze hängt nicht nur von der Findigkeit und dem Geschick des Unternehmers ab, sondern auch von den politischen Rahmenbedingungen." Daher müssten die im Koalitionsvertrag vereinbarten Veränderungen noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Weiterhin betonte Hundt die Notwendigkeit von "modernen Tarifverträgen", sie hätte sich bewährt und sicherten Arbeitsplätze: "Die Tarifautonomie muss in Deutschland zukunftsfest gemacht werden!"

Im Rahmen der Festveranstaltung ehrte ZVEH-Präsident Tschischka Oswald Hammer aus Hamburg und Fritz Faßbender aus Mayen mit der ZVEHEhrennadel in Gold. Eine Ehrennadel des ZVEH mit Urkunde erhielt Dr.

Klaus Werth, der bis Jahresanfang Vorsitzender des Bundesinstallateurausschusses war. Anerkannt wurden ebenso die Ergebnisse der Sieger aus dem Bundesleistungswettbewerb 2009 Dank und Lob sprach der ZVEH auch den Gastgebern aus: dem Fachverband für Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg und der Innung Karlsruhe, die zugleich ihr hundertjähriges Jubiläum feierte. Die Organisatoren hatten für ein gelungenes Rahmen- und Freizeitprogramm gesorgt, das seinen Höhepunkt am Festabend des ZVEH mit rund 340 Gästen im Kongresszentrum hatte.

Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)

Der ZVEH: Den elektro- und informationstechnischen Handwerken mit den drei Berufsgruppen Elektrotechniker, Informationstechniker und Elektromaschinenbauer gehören in Deutschland rund 76.000 Betriebe mit über 317.000 Beschäftigten, davon rund 41.000 Auszubildende, an. Der Jahresumsatz der Branche lag im Jahr 2009 bei 32,56 Milliarden Euro. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) vertritt die Interessen von 14 Landesverbänden mit ihren rund 370 Innungen.

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