Deutsch-polnisches Kooperationsprojekt erfolgreich: Flugschriften zur Revolution 1848 jetzt im Internet zugaenglich

(PresseBox) (Berlin, ) Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) stellt in Zusammenarbeit
mit der Universitaetsbibliothek Lodz die "Sammlung Friedlaender" ins Netz

Bis vor wenigen Jahren galt die Sammlung des Berliner Arztes Friedlaender
zur Geschichte der Revolution 1848 als Kriegsverlust. Dann wurden Teile
der Sammlung in Polen wiedergefunden. Ein gemeinschaftliches
Digitalisierungsprojekt der Universitaetsbibliothek Lodz und der Zentral-
und Landesbibliothek Berlin, gefoerdert von der SECCO Pontanova - Stiftung
(Berlin), ermoeglicht nun den weltweiten Zugriff auf die Sammlung ueber das
Internet. Die Sammlung steht auf den Webseiten der ZLB fuer Interessierte
und Forscher zur Verfuegung - jenseits politischer und juristischer
Eigentums- und Rueckfuehrungsfragen. Durch die Digitalisierung der Sammlung
koennen die Originale schonender erhalten werden.

George Friedlaender (1829-1892) praktizierte als Arzt in Berlin. Aufgrund
seines grossen Interesses fuer das Zeitgeschehen sammelte er alles zur
Vorgeschichte und den Ereignissen der Revolution des Jahres 1848 sowie zu
ihren Nachwirkungen. Die Sammlung umfasst verschiedenste
Literaturgattungen: Zeitungen, Zeitschriften, Buecher und Flugschriften
sowie Sonderdrucke von Zeitungen ausserhalb Berlins, Aushaenge, satirische
Schriften und Aufrufe. Die Sammlung bietet wertvolle Quellen fuer die
Erforschung dieses wichtigen Teils deutscher Geschichte.

Nach Friedlaenders Tod 1892 gelangte die Sammlung in die damalige
Magistratsbibliothek in Berlin und von dort in die 1901 gegruendete
Berliner Stadtbibliothek. Ein Grossteil der Sammlung, vor allem zahlreiche
Buecher sowie saemtliche Flugblaetter, gelangte nach 1945 aufgrund
kriegsbedingter Verlagerung zur damals neu gegruendeten
Universitaetsbibliothek Lodz. Dort sind die Schriften bis heute im Original
benutzbar, doch der Restaurierungsbedarf ist sehr gross. Fuer die
Originalerhaltung sucht die Bibliothek in Lodz mit Unterstuetzung der ZLB
nach Sponsoren.

Die im Original zu 7 Baenden zusammengefassten Flugblaetter sind
chronologisch abgelegt und als PDF-Dateien unter
http://www.zlb.de/aktivitaeten/digitalisierung einzeln abrufbar.
Universitaetsbibliothek Lodz: http://www.lib.uni.lodz.pl/library

Ueber die SECCO Pontanova - Stiftung

Die PONTANOVA Stiftung und die Gesellschaft zur Foerderung des
internationalen Informationsaustausches mbH GFI unterstuetzen Projekte, die
die internationale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Kultur foerdern.
Kultur und Information sind heute eng miteinander verflochten. Nur wenn
der Zugang zu Information und Wissen in einen kulturellen Zusammenhang
eingebettet ist und sich an den Beduerfnissen der Menschen orientiert, wird
sich eine internationale Wissens- und Informationsgemeinschaft entwickeln
koennen.

Die PONTANOVA Stiftung und die GFI fuehren Projekte und Veranstaltungen
durch, die die komplexen kulturellen und sozialen Zusammenhaenge sowohl innerhalb Europas als auch zwischen europaeischen und nicht-europaeischen Laendern und Regionen beruecksichtigen. Die Projekte dienen der Unterstuetzung der Demokratisierungsprozesse in den Zielregionen wie auch der Vermittlung internationaler Partnerschaften zwischen Verlagen, Bibliotheken, Universitaeten und kleinen und mittleren Unternehmen. Projekte und Veranstaltungen zu Themen der kulturellen und gesellschaftspolitischen
Integration in Europa, der Rechtsinformation und ihrer sozialen Grundlagen
stehen im Mittelpunkt der Aktivitaeten.

Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)

Die Landesbibliothek ist ein grossstaedtischer Ort der Kommunikation und der Informationsvermittlung. In ihren Haeusern in Mitte (Berliner Stadtbibliothek) und Kreuzberg (Amerika-Gedenkbibliothek) sowie in der zum 1. Januar 2005 integrierten Senatsbibliothek in Charlottenburg versammelt sie ueber 3,3 Millionen elektronische und gedruckte Medien. Den Kunden stehen Internet- und PC-Arbeitsplaetze sowie Rechercheterminals zur Verfuegung. In den Haeusern der ZLB haben professioneller Kundenservice und freie Zugaenglichkeit zu allen Informationen Tradition. Als Universalbibliothek bietet sie Fachbestaende und Datenbanken zu den wissenschaftlichen Disziplinen sowie Belletristik, Literatur zu Reise- und Freizeitthemen und eigene multimedial ausgestattete Bereiche fuer Kinder und Jugendliche.

In der ZLB koennen sich die Bibliothekskunden aktuell informieren, im Internet und in Datenbanken recherchieren, historische Sammlungen einsehen oder einfach Ihren Lieblingsroman mit nach Hause nehmen. Mit 1.47 Millionen Besuchern und ueber 4.32 Mio. Ausleihen in 2007 gehoert die Zentral- und Landesbibliothek Berlin zu den meistbesuchten Kultureinrichtungen der Stadt. Seit 1997 ist Prof. Dr. Claudia Lux Generaldirektorin der ZLB und seit August 2007 Praesidentin des Weltverbandes der Bibliotheksverbaende (IFLA).

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