Dämmpakete halten die Wärme beisammen

Wüstenrot Althaus Spezial

(PresseBox) (Stuttgart, ) Soll Energie nicht vergeudet werden, müssen Hauswände gut eingepackt und dicht sein. Außerdem sorgt Wärmedämmung in Dachschrägen und auch bei Dachgeschossdecken dafür, dass im Winter Energie gespart wird und im Sommer kein lästiger Hitzestau im Dachstübchen entstehen kann. Die Wüstenrot Bausparkasse AG, eine Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische, weist darauf hin, dass zudem eine gut gedämmte Kellerdecke für behagliche Fußwärme in Wohnräumen sorgt.

Durch die Außenmauern eines alten Hauses verschwindet besonders viel teuer erzeugte Wärme. Schlecht gedämmte Wände, Decken und Böden kühlen im Winter an der Innenseite stark ab. Kälte schleicht sich in die Wohnräume. Es wird ungemütlich und man hat das Gefühl, dass es zieht, auch wenn die Raumtemperatur bei komfortablen 21 Grad Celsius liegen sollte. Deshalb hängen Behaglichkeit und gesunde Raumluft entscheidend von einer guten Wärmedämmung ab.

Dämmen - aber mit welchem System?

Altbauten dämmt man üblicherweise von außen, sofern es keine unter Denkmalschutz stehenden Gebäude sind, bei denen aus bautechnischen Erwägungen der Wärmeschutz oft an den Innenseiten der Außenwände angebracht wird.

Mehrere Methoden stehen zur Auswahl, um Fassaden gegen Wärmeverluste zu schützen:

1. Die Fassadenbekleidung Hier wird eine Unterkonstruktion von der davor befestigten Fassade verdeckt. Auf die Unterkonstruktion wird zunächst ein platten- oder mattenförmiger Dämmstoff als Wärmepaket montiert. Dann folgt ein wenige Zentimeter dickes Luftkissen, das ebenfalls Wärmeverluste vermindert, bevor dann die eigentliche "vorgehängte und hinterlüftete" Fassade als schmucke Endschicht folgt. Der Fachmann spricht hier von einem zweischaligen Fassadenaufbau. Die obere sichtbare Schutzhaut kann aus Holz, Zementplatten oder Metallbahnen bestehen.

2. Das Wärmedämmverbundsystem Wie die Fassadenbekleidung, ist auch das Wärmedämmverbundsystem auf Putzbasis eine weitverbreitete Variante des Fassadenschutzes. Sie verbindet die Vorteile des Putzes mit der Dämmung. Zunächst werden Dämmplatten mit Dübeln, Kleber oder auf Schienen an der Hauswand befestigt, dann folgt eine erste Putzschicht, die mit einem eingearbeiteten Armierungsgewebe verstärkt wird, um Risse zu vermeiden. Den Abschluss bildet der Außenputz, der die Ansicht des Gebäudes prägt. Moderne Wärmedämmverbundsysteme lassen sich auch mit Holzoberflächen, Metall, Klinker oder Keramikwerkstoffen kombinieren.

3. Der Wärmedämmputz:
Diese Variante bringt den geringsten Einspareffekt aller Dämmsysteme. Der Dämmerfolg beträgt gerade mal ein Fünftel der anderen Schutzsysteme, da nur eine maximal acht Zentimeter dicke Schicht eines Spezialputzes, bestehend aus organischen oder mineralischen Zuschlagstoffen, an die Wand kommt.

4. Die Kerndämmung wird noch bei alten Häusern besonders in norddeutschen Regionen angewendet. Bei dieser althergebrachten Bauweise steht vor der tragenden Außenmauer des Hauses eine zweite Wand, die meistens mit Klinker oder anderen dekorativen Steinen gestaltet wird. Die Baufachleute sprechen dann von einem Sichtmauerwerk. Zwischen den beiden Mauern befindet sich ein Hohlraum, ein Spalt. Diese Bauweise nutzt seit jeher die natürliche Dämmwirkung der Luft und verringert den Wärmeverlust des Hauses um rund 20 Prozent. Der Effekt des Spalts wird noch erheblich gesteigert, in dem man ihn mit Dämmstoffen füllt.

5. Die Vakuumdämmung ist die neueste Methode unter den Dämmsystemen. Sie ist die vom Aufbau her dünnste Variante mit dem gleichzeitig größten Effekt. Hier wird das Prinzip der Thermoskanne in modifizierter Form auf die Hausfassade übertragen. Platten aus mikroporöser Kieselsäure werden unter Vakuum in eine gas- und wasserdampfdichte Folie gepackt. Diese Vakuum-Isolations-Paneele haben eine extrem geringe Wärmeleitfähigkeit. Ihre Dämmwirkung ist fünf- bis zehnmal besser als die konventioneller Dämmsysteme. Das - noch sehr teuere - neue System benötigt bei gleicher Dämmwirkung entsprechend geringere Dämmstoffstärken. Bei beengten Platzverhältnissen im Althausbereich oder bei extrem hohen Ansprüchen an den Wärmeschutz kann das ein großer Vorteil sein.

Material sorgfältig wählen

Über die Qualität der Dämmung eines Hauses entscheidet nicht allein das Fassadensystem, sondern auch das Dämmmaterial. Dämmplatten aus Mineralfaser, etwa Stein- oder Glaswolle, oder aus Kunststoffen wie beispielsweise Polystyrol-Hartschaum müs-sen in der Regel zugeschnitten und dann maßgenau eingebaut werden. Dabei besteht besonders an konstruktiv nicht optimal zugänglichen Stellen die Gefahr von Ritzen und Lücken am Übergang zu anderen Bauteilen und zwischen den Platten. Bei besonders winkligen Altbauten bietet sich die Zellulose-Einblasdämmung an, durch die der Werkstoff selbst in entlegene Stellen gelangt.

Wer eher natürlich gewachsene Rohstoffe schätzt, kann auf Dämmplatten aus Holzfasern zurückgreifen. Einzelne Hersteller aus der Öko-Branche bieten Platten auch aus Kork, Hanf, Kokosfaser oder sogar Schilf an. Von Naturdämmstoffen im engeren Sinne spricht man bei Produkten, die aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt sind.

Beim Keller die Decke nicht vergessen

Eine umfassende energetische Sanierung des Althauses schließt auch den Kellerbereich mit den Außenwänden ein. Ein früher üblicher Schwarzanstrich genügt hier langfristig nicht mehr als Feuchteschutz und zur Dämmung. Mit modernen Dichtungssystemen hingegen können Kellerwände aus Beton oder Mauerwerk zuverlässig und dauerhaft gegen Nässe von außen geschützt werden. Die Abdichtungs- und Dämmarbeiten der Außenwände sollten bei trockener und frostfreier Witterung ausgeführt werden. Für die Kellerdecke empfehlen sich Dämmstoffplatten, die von unten an die Kellerdecke geklebt und bei schlechtem Untergrund zusätzlich verdübelt werden.

Dämmschutz fürs Dach schont den Heizetat

Sind der Dachstuhl mit den Sparrenbalken, die Dachlatten sowie die Dachziegel von innen sichtbar, besteht dringender Handlungsbedarf. Eine Dämmschicht zwischen den Sparren ist die einfachste Lösung. Sie sollte vom Fachmann ausgeführt werden, damit die Platten oder Bahnen aus Mineralwolle oder nachwachsenden Faserstoffen eine geschlossene Fläche bilden. Denn Ritzen an den Sparren oder zwischen Platten bilden Wärmebrücken und gefährden den Sanierungserfolg. Die alte Sparrentiefe reicht oft nicht aus, um dazwischen eine genügend starke neue Dämmschicht unterzubringen. Dann ist eine zusätzliche Dämmung unterhalb der Sparren die einfachste Methode, den Wärmeschutz zu verbessern. Bei einem bereits ausgebauten Dachgeschoss oder wenn eine neue Eindeckung geplant ist, kann die Dämmung von außen sinnvoll sein. Sie hüllt das gesamte Dach wie eine warme Haube ein und verhindert zuverlässig, dass die Sparren selbst zur Wärmebrücke werden.

Dämm-Tipps von Wüstenrot

- Ein Wohngebäude verliert Wärme durch seine Außenhülle, also durch Umfassungsmauern, über Dächer, Fenster und Böden. Mit der Wärmebildkamera kann man ermitteln, wo ein Gebäude besonders viel Wärme verliert.
- Wärmedämmstoffe müssen den europäischen Produktnormen entsprechen oder von der Bauaufsicht zugelassen sein. Die Leistung eines Dämmstoffes bemisst sich nach seiner Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS). Sie ist als dreistellige Zahl, etwa WLS 024, angegeben. Je niedriger der Wert, desto besser die Wärmedämmfähigkeit.
- Manche Ökodämmstoffe können auch problematisch sein. Zusatzstoffe, die zum Teil zum Brandschutz oder zur Stabilisierung unvermeidlich sind, können vor allem für Allergiker belastend werden. Ganz sicher gehen Bauherren, wenn sie beim Kauf auf das Naturplus-Zeichen achten. Baustoffe mit diesem Siegel haben nach den derzeit strengsten Testkriterien ihre Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit bewiesen.

Bild: Zum Dämmen ihres Wohngebäudes greifen Althaus-Bauherren nicht nur zu herkömmlichen Baustoffen. Auch alternatives Material, etwa die teilweise aus alten Zeitungen gewonnene Zellulose, hilft wie hier bei der Kellerdecke, die Wärme im Haus zu halten (Foto: Wüstenrot Bausparkasse AG)

Wüstenrot & Württembergische AG

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist "DER Vorsorge-Spezialist" für Vermögensbildung, Wohneigentum, finanzielle Absicherung und Risikoschutz in allen Lebenslagen. 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen. Das große Vertrauen, das die W&W-Gruppe bei ihren sechs Millionen Kunden genießt, gründet sich auf die Kompetenz, das Engagement und die Kundennähe von 6.000 Außendienst-Partnern. Unterstützt von Direkt-Aktivitäten, kann jeder Außendienst-Partner der W&W-Gruppe alle Vorsorge-Bedürfnisse seiner Kunden aus einer Hand erfüllen. Die W&W-Gruppe hat sich als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.

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