WITTMANN R8.2 - Der neue Standard im Bereich der Robotsteuerung

(PresseBox) (Wien, ) Seit ihrer Markteinführung im Jahr 2009 besticht die R8 Robotsteuerung durch ihr richtungsweisendes Design und ihre besondere Zugänglichkeit. Pünktlich zur K 2010 wurde ihr Leistungsumfang noch einmal kräftig erweitert, wobei WITTMANN sich in die Lage versetzt sieht, viele dieser neuen Funktionen ohne Mehrkosten zur Verfügung stellen zu können.

Von jeher war es das Bemühen von WITTMANN, bei der Abbildung von komplexen Abläufen die Verständlichkeit zu wahren und die Notwendigkeit eines intuitiven Zugangs bei der Bedienung bzw. Programmierung der unterschiedlichsten Geräte nicht aus den Augen zu verlieren. Dieser Vorgabe war speziell während der Entwicklungsarbeit an der R8.2 Robotsteuerung Folge zu leisten, da sie den Anwendern durch die nunmehr realisierte Erweiterung der Steuerungsfunktionen eine Vielzahl von Routinen und einzelnen Programmbefehlen an die Hand gibt.

Im Folgenden werden hier erstmals einige Funktionen der neuen R8.2 Steuerung im Detail vorgestellt.

SmartStart

Die überarbeitete Verbindung zwischen Spritzgießmaschine und Roboter ermöglicht es nun, das Handling-Gerät unabhängig von der Maschine in den Automatik-Modus zu versetzen. Aus diesem Umstand resultiert eine ganze Reihe von Vorteilen. So verbleibt der Roboter vorerst auch dann im Automatik-Modus, wenn die Spritzgießmaschine in den manuellen Modus versetzt wird. Erst wenn der Zustand der Maschine nicht den Forderungen des Programms entspricht, kein sinnvolles Weiterarbeiten im Teach-Programm möglich ist, wechselt der Roboter in den sicheren Halt. Ein Öffnen der Maschinen-Schutztür - was den Sicherheitskreis unterbricht - ist währenddessen problemlos möglich. Selbsttätig nimmt er seine Fahrt dann wieder auf, ohne einen weiteren "Anstoß" zu benötigen, sobald die Spritzgießmaschine wieder auf Automatik geschaltet ist.

In die SmartStart Funktion wurde ein vereinfachtes Startmenü integriert. Ein Tastendruck auf der Steuerung gibt dem Roboter im Automatikbetrieb die Anweisung, einen Trockenlauf ohne Beteiligung der Maschine oder einen einmaligen Produktionszyklus zu fahren. Der aus früheren Versionen schon bekannte Step Modus steht auch weiterhin zur Verfügung. Bei allen Modi, über die SmartStart verfügt, sind verschiedene Sicherheitsfeatures im Hintergrund aktiv, beispielsweise FlexSafe (flexible Sicherheitsbereiche) oder Automatic Collision Detection (im manuellen und im Step Modus).

Automatic Collision Detection (ACD)

Um gerade während des "Teachens" (Eingeben eines neuen Programms) eine erhöhte Sicherheit für Spritzgießmaschine, Roboter und Peripherie gewährleisten zu können, rüstet WITTMANN all jene Geräte mit der Funktion Automatic Collision Detection aus, die mit der neuen R8.2 gesteuert werden.

Automatic Collision Detection trägt dafür Sorge, dass während der Programmierphase und des Roboter-Testlaufs keine mechanischen Komponenten beschädigt werden können. Dies erreicht die schon seitens der Funktion SoftTorque bekannte Drehmomentenregelung. Wird bei Geschwindigkeiten von bis zu 250 mm in der Sekunde ein nicht definiertes beziehungsweise nicht vorhergesehenes Ansteigen des Drehmoments verzeichnet, so stoppt das Gerät, was vornehmlich zur Sicherung der teuren Greifer und der Kavitäten beiträgt.

QuickEdit

Eine Programmerstellung ohne Vorkenntnisse auf dem Gebiet der Geräteprogrammierung zu ermöglichen, war die zugrunde liegende Idee bei der Entwicklung dieser Funktion. Mit QuickEdit erfolgt die Programmierung des Roboters in sehr einfachen Schritten. Unter Verwendung von Bildern und Animationen schlägt die Steuerung Schritt für Schritt den Ablauf vor und erklärt dem Operator die Eingabeweise. Diese Art der Programmierung kommt in erster Linie für einfachere Anwendungen zum Einsatz, beispielsweise "Pick & Place"-Anwendungen oder Entnahmen mit Angusstrennung und anschließender Ablage.

Um dem Bediener noch mehr Sicherheit zu geben, sind die Funktionen ACD und FlexSafe im Hintergrund aktiv. Für komplexere Aufgaben steht weiterhin der bewährte Text Editor zur Verfügung, wobei auch für diese Anwendungen eine vereinfachte Darstellung in QuickEdit erzeugt werden kann. Es besteht auch die Möglichkeit, Vorlagen im Text Editor zu erstellen, darüber hinaus können eigene Animationen hinzugefügt und in die Steuerung integriert werden.

SmartVacuum

Gerade bei älteren Spritzgießmaschinen tritt immer wieder das Problem auf, dass der Öffnungshub nicht toleranzfrei ausgeführt wird, was es erschwert, das Bauteil mit dem Greifer zu erfassen. WITTMANN hat sich dieses Problems angenommen und stellt mit SmartVacuum eine entsprechende Lösung zur Verfügung. Durch SmartVacuum können die Form und das Teil "gefunden" werden. Die Bewegung der Entformachse wird durch Nutzung der analogen Vakuumdüsen gesteuert. Sobald ein frei wählbarer Schwellenwert erreicht ist, wird die Vorwärtsbewegung gestoppt und der Teil aufgenommen. Der Entformhub ist an keine fixe Position gebunden, was die Wahrscheinlichkeit minimiert, das Bauteil durch zu hohen Druck zu beschädigen oder durch zu große Entfernung vom EOAT nicht korrekt zu greifen. SmartVacuum kann z. B. auch zum Finden der Teile beim Abstapeln aus einem Puffer verwendet werden.

SmartInsertion

Was SmartVacuum für die Entnahme darstellt, leistet SmartInsertion beim Einlegen. Ausgehend von der im Teach-Modus aktiven ACD Funktion ist es WITTMANN für kritische Einlegebewegungen gelungen, die Drehmomentenregelung auch in den Automatikmodus zu integrieren. SmartInsertion unterstützt den Bediener mit der Möglichkeit, die Einlegekraft variabel einzustellen, was die Kavität nun auch im vollautomatischen Modus schützt. Sollte die Einlegekraft den definierten Wert überschreiten, wird die Einlegebewegung unverzüglich gestoppt und zu einem geteachten Alternativablauf gewechselt.

Die hier beschriebenen Steuerungs-Funktionen bilden mit den schon bisher bekannten - wie etwa AnalogVaccum, TruePath (paralleles Bewegen von bis zu 12 Achsen), FlexSafe (definierbare 3D-Sicherheitsbereiche) und SmartRemoval (optimierter Entnahmezyklus für eine Reduktion der Entnahmezeiten um bis zu über 15 %) - die solide Grundlage der neuen WITTMANN Steuerungsgeneration R8.2.

Wittmann Kunststoffgeräte GmbH

Das komplette Peripheriegeräteprogramm von WITTMANN umfasst Roboter und Automatisierungsanlagen, Dosiergeräte, die automatische Materialversorgung und Materialtrocknung samt Recycling der Kunststoffe sowie die Werkzeugtemperierung und Werkzeugkühlung. Mit dieser umfassenden Peripheriegerätebaureihe bietet WITTMANN den Kunststoffverarbeitern Gesamtlösungen an, die alle Bedürfnisse abdecken - von autarken Fertigungszellen mit Einzonen-Temperiergerät, Zahnwalzenmühlen, Angusspickern und integrierten Saugfördergeräten über zentral vernetzte und gesteuerte Systemlösungen mit zentralen Materialförderanlagen und zentraler Trocknung bis hin zu Robotern samt Automatisierungseinrichtungen für die flexible Weiterbearbeitung von entnommenen Spritzgießteilen.

2008 hat WITTMANN die BATTENFELD Kunststoffmaschinen GmbH. mit Hauptsitz und Produktionsstandort in Kottingbrunn (Niederösterreich) übernommen. Bei weitgehend selbstständiger Bearbeitung der Märkte für Peripheriegeräte einerseits und Spritzgießmaschinen von BATTENFELD andererseits, führt dieser Zusammenschluss zur nahtlosen Ergänzung der jeweiligen Produktlinien. - Zum Vorteil der Kunststoffverarbeiter, die in verstärktem Maß ein reibungsloses Ineinandergreifen von Verarbeitungsmaschine, Automatisierung und Peripherie nachfragen.

Das weltweit geflochtene Netz der zahlreichen Niederlassungen von WITTMANN und WITTMANN BATTENFELD garantiert einen perfekten Service vor Ort - wo auch immer auf dem Globus.

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