Wirtschaftsminister Ernst Pfister eröffnet Logistik-Kongress Ba-den-Württemberg 2010 in Stuttgart: "Baden-Württemberg steht für innovative, kundenorientierte und raumverträgliche Logistik"

Auf- und Ausbau eines neuen landesweiten Logistik-Netzwerks wird mit 500.000 Euro EU-Mitteln unterstützt

(PresseBox) (Stuttgart, ) "Ohne eine gut funktionierende Logistik hätte sich der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg nie so erfolgreich als Exportstandort etablieren und seine engmaschigen Zuliefernetze bilden können, die charakteristisch für unseren Standort und unseren Erfolg sind", erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister heute anlässlich des dritten Logistik-Kongresses Baden-Württemberg im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. "Baden-Württemberg steht für innovative, kundenorientierte und raumverträgliche Logistik." In den vergangenen Jahren habe sich eine immer engere Verknüpfung zwischen dem produzierenden Gewerbe und der Querschnittsdienstleistungsbranche Logistik entwickelt.

Im Rahmen des Kongresses wurden neben den bundes- und EU-politischen Themen in vier Fachforen zu den Themen "Raum und Logistik", "Sicherheit - ein häufig unterschätztes Thema in der Logistik", "Standardisierung in der Logistik - Innovationsinstrument und Voraussetzung für Transparenz bei Ausschreibungen" und "Logistikfrauen in Baden-Württemberg - Vernetzung als Zukunftsstrategie" vertieft. Mehr als 200 Unternehmerinnen und Unternehmer, Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen, der Wissenschaft und der Wirtschaftsförderung tauschten sich aus.

Wirtschaftsminister Ernst Pfister überreichte Holger Bach, Geschäftsführer des Kooperationszentrums Logistik e.V. (KLOK e.V.) mit Sitz in Kornwestheim einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 500.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Aufbau eines landesweiten Logistik Netzwerks "LogBW". KLOK e.V. hat im Rahmen eines Wettbewerbs zum Auf- und Ausbau eines landesweiten Netzwerks zusammen mit einem Verein der Dualen Hochschule Mannheim eine Gesamtkonzeption zum Aufbau eines Logistiknetzwerks vorgelegt, die nun den Zuschlag erhalten hat. "Weil die Logistik eine so bedeutende Querschnittsbranche für unseren Standort ist, wurde sie als eine der neun strategisch bedeutsamen Branchen identifiziert, die im Rahmen der Clusterpolitik des Landes gefördert werden sollen", erklärte Ernst Pfister. Es gäbe genug Potenzial in Baden-Württemberg, um ein landesweites Logistik-Netzwerk mit einem spezifischen baden-württembergischen Profil aufzubauen, das die Stärken der Wirtschaft und Wissenschaft gezielt bündle.

"Moderne Logistik ist geradezu das Rückgrat einer arbeitsteiligen, globalisierten Wirtschaft. Deshalb ist es richtig, dass die EU den Aufbau des Logistik-Netz-werks Baden-Württemberg mit erheblichen Zuschüssen unterstützt", freut sich Michael Theurer, regionalpolitischer Sprecher der FDP im europäischen Parlament.

Mit 18.000 Unternehmen und einem Vorkrisenumsatz von 33,4 Milliarden Euro rangiert die Logistikbranche in Baden-Württemberg direkt hinter dem Fahrzeug- und Maschinenbau. Trotz Krise hat die Kernbranche der Logistik 2009 knapp 180.000 Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt und die erweiterte Logistikbranche stand 2009 mit rund 380.000 Beschäftigten für knapp zehn Prozent der Beschäftigten im Land. Der deutsche Logistikmarkt erholt sich deutlich schneller als die Gesamtkonjunktur.

"Ganz wichtig für die Wahrnehmung unseres Logistikstandortes Baden-Württemberg ist die Repräsentanz auf relevanten in- und ausländischen Messen und Veranstaltungen", so der Wirtschaftsminister. Deshalb habe Baden-Württemberg International seit zwei Jahren regelmäßig spezifische Veranstaltungen für die Logistikbranche in ihrem Programm. "Im Marktzugang liegt der Schlüssel", betont Theurer und hier sieht er auch in Zukunft akuten wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf. "Nur acht Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen, die immerhin 99 Prozent aller Unternehmen der EU ausmachen, nehmen überhaupt am europäischen Binnenmarkt teil. Das darf so nicht bleiben."

Ernst Pfister wies auf das Fachportal www.logistik-bw.de <http://www.logistik-bw.de/> hin, das sich an die allgemeine Öffentlichkeit sowie an Fachpublikum und die Logistik-Akteure in Baden-Württemberg und darüber hinaus richtet. Es informiert über Zahlen, Daten und Fakten zur Logistikbranche und die entsprechenden Infrastruktureinrichtungen in Baden-Württemberg in deutscher und englischer Sprache sowie über zahlreiche akademische Einrichtungen, die Logistikfachkräfte, Ausbildung und Unternehmen mit angewandter Forschung unterstützen. In zwei Jahren gab es rund 170.000 Zugriffe. "Das Portal dient auch als Vernetzungsinstrument innerhalb der Logistikszene im Land", so der Minister.

Seit rund vier Wochen ist das Land über dieses Portal auch Partner der europäischen Initiative für eine bessere medizinische Unterwegsversorgung von Berufskraftfahrern DocStop e.V.

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