"Initiative weckende Rahmenbedingungen gestalten": Prof. Götz W. Werner (dm) im Dialog mit WHU-Studenten

(PresseBox) (Vallendar, ) Welche gesellschaftliche Verantwortung hat ein Unternehmer? Und wie kann er sein Unternehmen so gestalten, dass die Mitarbeiter Initiative entfalten und ihre Talente entwickeln können? Darüber diskutierte Prof. Götz Werner, Gründer der Drogeriemarktkette dm, am Mittwoch mit Studenten der WHU-Otto Beisheim School of Management und Vallendarer Bürgern. Der Vortrag fand im Rahmen der Speakers' Series des Studium Generale statt.

Ein Thema des Abends war Werners Konzept vom "Grundeinkommen für alle", mit dem der Unternehmer seit 2005 bundesweit für Diskussionen sorgt. "Wenn das Recht, in Würde und Freiheit zu leben, bedingungslos ist, dann muss auch das Recht auf Essen, Trinken, Kleidung, Wohnung und auf grundlegende gesellschaftliche Teilhabe bedingungslos sein", machte Werner den Studenten seine Position deutlich. Es sei ein Problem, dass viele Menschen ihren Beruf nicht wegen der Tätigkeit an sich ausübten, sondern wegen des Einkommens. "Es ist ineffizient, wenn man Stunden abarbeitet anstatt Aufgaben zu erfüllen."

Auf anschauliche Art und Weise brachte der Unternehmer den Studenten auch seine Philosophie der Mitarbeiterführung nahe: "Je größer die Investition ins Soziale, desto vitaler ist ein Handelsunternehmen", ist Werners Überzeugung. Jeder Mitarbeiter wolle prinzipiell Bestleistungen erbringen, wenn man ihm nur die Möglichkeit gebe, seine Fähigkeiten zu entwickeln. Die dm-Ausbildung ist deshalb so aufgebaut, dass die ganzheitliche Entwicklung der jungen Mitarbeiter gefördert und ihnen früh Verantwortung übertragen wird.

Die Drogeriemarktkette dm gehört heute - 30 Jahre nach ihrer Gründung - zu den größten Unternehmen der Branche in Deutschland. Für seine nachhaltige Unternehmensführung erhielt Werner in den vergangenen Jahren zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Verdienstorden 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Die Speakers' Series mit Vorträgen von Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft ist ebenso wie das UNO-Planspiel und das Seminar "Unternehmensführung und Gemeinsinn" Teil des Heraeus-Quandt-Forums innerhalb des Studium Generale an der WHU. Das Forum wurde mit der Herbert Quandt- Stiftung ins Leben gerufen und seit Jahren maßgeblich finanziell unterstützt. Seit Herbst 2008 wird es zudem von der Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff- Stiftung wesentlich mit getragen. Bei der Speakers' Series traten unter anderem bereits Bischof Wolfgang Huber (Evangelische Kirche in Deutschland) und Wolfgang Gerhardt (FDP) als Redner auf.

Das Studium Generale fördert die Entwicklung sozialer, methodischer, kultureller und gesellschaftspolitischer Kompetenzen der Studenten. Es behandelt Themen aus den drei Bereichen "Wirtschaftsethik", "Methoden und Techniken" sowie "Geschichte, Kultur, Politik, Technik und Wissenschaft". Die WHU hat seit ihrer Gründung 1984 den Anspruch, zukünftige Führungskräfte der Wirtschaft auszubilden, die im Berufsleben persönlich erfolgreich und zum Wohle von Unternehmen und Gesellschaft tätig sein können.

Herbert Quandt-Stiftung

Die Herbert Quandt-Stiftung tritt für die Stärkung und Fortentwicklung unseres freiheitlichen Gemeinwesens ein. Ausgangspunkt ihres Handelns in den Satzungsbereichen Wissenschaft, Bildung und Kultur ist entsprechend diesem Vorbild die Initiativkraft des Einzelnen und die Einsatzbereitschaft für Andere. Die Stiftung will mit ihrem Wirken dazu beitragen, das Ideal des eigenständigen Bürgers zu fördern: Sie möchte Menschen anregen, ihre individuellen Begabungen zu entfalten und Verantwortung für sich sowie für das Gemeinwesen zu übernehmen.

Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff Stiftung

Lernen, Bildung und Wissen werden wichtige Faktoren sein, die unsere Gesellschaft bestimmen. Daher hat es sich die gemeinnützige Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff Stiftung zum Ziel gesetzt, das Er-, Um- und Weiterlernen für Menschen aller Altersgruppen zugänglich zu machen und Lernen effizienter zu gestalten. Die Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff-Stiftung ist in einem Netzwerk und kooperiert mit vielen anderen Stiftungen und Institutionen wie dem WWF, dem Senckenberg Naturmuseum, dem Kompetenzverbund BioFrankfurt, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und dem Zentrum für Mathematik.

WHU - Otto Beisheim School of Management

Die WHU - Otto Beisheim School of Management ist eine international ausgerichtete, privat finanzierte Wirtschaftshochschule. 2009 feiert die Hochschule ihr 25-jähriges Bestehen. Inzwischen gehört die WHU zu den renommiertesten privaten deutschen Wirtschaftshochschulen und genießt auch international hohes Ansehen.

Seit ihrer Gründung ist die WHU Vorbild für zukunftsorientierte Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft. Das Studienangebot umfasst ein Bachelor- und Masterprogramm, ein Vollzeit-MBA-Studium, das Kellogg-WHU Executive MBA-Programm und den Bucerius/WHU Master of Law and Business (MLB). Damit werden zurzeit 562 Programm-Teilnehmer sowie 227 Promotionsstudenten jährlich erreicht. Hinzu kommen maßgeschneiderte Programme für Führungskräfte, die sich den individuellen Bedürfnissen der Unternehmen anpassen.

Die WHU besitzt das Promotions- und Habilitationsrecht. Ihr internationales Netzwerk umfasst über 150 Partnerhochschulen zum Austausch von Dozenten und Studenten sowie Forschungskooperationen auf allen Kontinenten. Die WHU lässt sich regelmäßig durch EQUIS und FIBAA zertifizieren und ist Mitglied der renommierten Akkreditierungsinstitution AACSB - das garantiert eine exzellente Qualität der Studiengänge und einen hohen Grad an Internationalisierung.

Als einzige deutsche Privathochschule gehört die WHU außerdem der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an. In nationalen wie internationalen Ranglisten nimmt die WHU - Otto Beisheim School of Management stets Spitzenplätze ein - zuletzt beim CHE-Hochschul-Ranking 2008 sowie beim CHE-Forschungsranking 2008.

Für ihre Innovationskraft wurde die WHU außerdem von der Standortinitiative "Land der Ideen" zum "ausgewählten Ort 2009" ernannt.

Für die Zukunft verfolgt die WHU eine konsequente Wachstumsstrategie. Die Zahl der Lehrstühle wird sich bis 2011 auf 30, die der Studenten auf 800 erhöhen. Ziel der WHU ist es, ihre Position unter den Top-Hochschulen Europas weiter zu festigen.

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