Familienunternehmer zeigen sich kämpferisch - "Good Governance" bleibt wichtiges Thema / Konferenz "Familienunternehmen 2009": Wege aus der Krise

Familienunternehmer sehen wirtschaftliche Unabhängigkeit, Eigenverantwortung und "Good Governance" als Schlüssel, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen / WHU präsentiert erste Ergebnisse einer aktuellen Studie zu "Good Governance in Familienunternehmen"

(PresseBox) (Vallendar, ) Familienunternehmen haben die Substanz, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Darin stimmten zahlreiche Vertreter namhafter Familienunternehmen und Experten auf der Konferenz "Familienunternehmen 2009" überein. Insgesamt 150 Teilnehmer diskutierten am Wochenende an der WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar über Wege aus der Krise und wesentliche Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft. Die Konferenz, die gemeinsam von der WHU und INTES veranstaltet wird, fand in diesem Jahr zum vierten Mal statt und zählt zu den bedeutendsten Veranstaltungen für Familienunternehmer in Deutschland. Zu den Referenten zählten u.a. Dr. Thomas Lindner (Groz-Beckert), Friedhelm Loh (FLG), Dr. Reinhard Zinkann (Miele) sowie Manfred Bähr und Hans Bretz (Vollack).

Hatte der Schirmherr der Veranstaltung, Michael Prym, bereits in seinem Grußwort die Stabilität und hohe Werteorientierung der Familienunternehmen als Stärken in der Krise betont, zeigten sich auch die Familienunternehmer in den Diskussionsrunden kämpferisch. Wesentliche Schlüssel zur Bewältigung der Krise sehen Unternehmer und Experten dabei vor allem in Eigenverantwortung, wirtschaftlicher Unabhängigkeit, klaren Zukunftsperspektiven und einer professionellen Good Governance.

Dr. Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter der Miele- Gruppe, sagte: "Selbstverantwortlichkeit für das eigene Schicksal, die Selbständigkeit der Existenz, der Mut, aus eigener Leistung zu bestehen, das ist es, was Familienunternehmen auszeichnet. Und das ist auch der Grund, warum Mittelständler oder Familienunternehmer in schwierigen Konjunkturlagen und weltwirtschaftlichen Krisenzeiten oft besser abschneiden als große Teile der Wirtschaft. Sie haben meist das Ziel, ein gesundes Unternehmen der Familie bzw. einer folgenden Generation zu erhalten. Damit verbunden ist auch das Wissen um die Bedeutung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von den Kapitalmärkten, d.h. also um die Notwendigkeit eines hohen Eigenkapitalanteils. Der Erfolg der Familienunternehmen kommt nicht von ungefähr. Dahinter steht die persönliche Haltung des Unternehmers und seine Einstellung zu seiner Umwelt, seinen Mitarbeitern und seiner Familie."

Friedhelm Loh, Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group und Präsident des ZVEI, unterstrich: "Nur wer Visionen hat und sie mit Mut und Fleiß umsetzt, nur wer auch den Willen hat, neue Wege zu gehen - der hat die Power für eine erfolgreiche Zukunft."

Prof. Dr. Peter May, INTES-Gründer und Honorarprofessor an der WHU, wörtlich: "Die Kurzfrist-Mentalität und die alleinige Ausrichtung am Shareholder Value sind spätestens Ende 2008 an ihre Grenzen gestoßen. Das Festhalten an eindeutigen Werten in den Familienunternehmen hat sich hingegen einmal mehr bewährt. Die Familienunternehmen zeigen, dass unternehmerischer Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung kein Gegensatz sind und bieten den Menschen stabile Perspektiven - gerade in Krisenzeiten. Deutlich wurde zuletzt auch: Eine professionelle Corporate Governance bildet die Grundlage für Erfolg und nachhaltige Stabilität."

Studie zur "Corporate Governance in Familienunternehmen" belegt hohe Aktualität des Themas Auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise beschäftigen sich die deutschen Familienunternehmen intensiv mit ihrer Unternehmensführung und modernen Ansätzen für eine effiziente Corporate Governance. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie der WHU, die auf der Konferenz vorgestellt wurden.

Dr. Andreas Hack, Inhaber des INTES-Lehrstuhls für Familienunternehmen an der WHU, erklärte: "Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, dass den Familienunternehmern Good Governance wichtig ist. Mehr als die Hälfte der befragten Familienunternehmer kennen den Governance Kodex für Familienunternehmen und wenden ihn an. Die Studie zeigt auch, dass der Kodex wirkt. Die Unternehmen, die den Kodex umgesetzt haben, weisen deutlich weniger Gesellschafterkonflikte und damit einen höheren Unternehmenswert auf."

Experten stellen Best Practice-Modelle vor

Zusätzlich zu den Diskussionsrunden stellten Experten aus unterschiedlichen Bereichen in Workshops innovative Denkansätze und Best Practice- Modelle vor und lieferten den Teilnehmern detaillierte Einblicke in Erfolgsbeispiele.
Im Gespräch mit Elisabeth Dostert, Redakteurin der Süddeutschen Zeitung, schilderte der Historiker Dr. Erik Lindner seine Sicht auf Familienunternehmen. Dr. Christoph Achenbach, geschäftsführender Gesellschafter bei INTES, stellte die wesentlichen Elemente effektiver Beiratsarbeit vor. André Knöll und Dr. Arno Lehmann-Tolkmitt informierten als Vertreter des Bankhauses Hauck & Aufhäuser über Finanzierungsinstrumente im Zeichen der Finanzkrise. Eberhardt von Rundstedt und Dr. Carolin Fischer von Rundstedt & Partners erörterten das Thema Unternehmensnachfolge und Dr. Heike Schwesinger, Gründerin von Schwesinger & Cie, beleuchtete die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Family Offices. Weitere Themenschwerpunkte neben speziellen operativen Fragestellungen waren das neue Erbschaftsteuerrecht, Konfliktmanagement und Stiftungsstrategien.

Über INTES:

Die 1998 von Prof. Dr. Peter May gegründete INTES hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmer und Unternehmerfamilien bei der Zukunftssicherung ihres Familienunternehmens zu unterstützen. Heute zählt INTES zu den führenden Adressen für Familienunternehmen.
Mit den Schwerpunkten Aus- und Weiterbildung, Inhaberberatung, Vermittlung von Beiräten sowie einem Beteiligungsnetzwerk für Familienunternehmen begleitet INTES zahlreiche Familienunternehmen und Unternehmerfamilien, darunter rund ein Dutzend der größten deutschen Familienunternehmen.
Weitere Informationen unter www.intes-akademie.de.

WHU - Otto Beisheim School of Management

Die WHU - Otto Beisheim School of Management ist eine international ausgerichtete, privat finanzierte Wirtschaftshochschule. 2009 feiert die Hochschule ihr 25-jähriges Bestehen. Inzwischen gehört die WHU zu den renommiertesten privaten deutschen Wirtschaftshochschulen und genießt auch international hohes Ansehen.

Seit ihrer Gründung ist die WHU Vorbild für zukunftsorientierte Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft. Das Studienangebot umfasst ein Bachelor- und Masterprogramm, ein Vollzeit-MBA-Studium, das Kellogg-WHU Executive MBA-Programm und den Bucerius/WHU Master of Law and Business (MLB). Damit werden zurzeit 562 Programm-Teilnehmer sowie 227 Promotionsstudenten jährlich erreicht. Hinzu kommen maßgeschneiderte Programme für Führungskräfte, die sich den individuellen Bedürfnissen der Unternehmen anpassen.

Die WHU besitzt das Promotions- und Habilitationsrecht. Ihr internationales Netzwerk umfasst über 150 Partnerhochschulen zum Austausch von Dozenten und Studenten sowie Forschungskooperationen auf allen Kontinenten. Die WHU lässt sich regelmäßig durch EQUIS und FIBAA zertifizieren und ist Mitglied der renommierten Akkreditierungsinstitution AACSB - das garantiert eine exzellente Qualität der Studiengänge und einen hohen Grad an Internationalisierung.

Als einzige deutsche Privathochschule gehört die WHU außerdem der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an. In nationalen wie internationalen Ranglisten nimmt die WHU - Otto Beisheim School of Management stets Spitzenplätze ein - zuletzt beim CHE-Hochschul-Ranking 2008 sowie beim CHE-Forschungsranking 2008.

Für ihre Innovationskraft wurde die WHU außerdem von der Standortinitiative "Land der Ideen" zum "ausgewählten Ort 2009" ernannt.

Für die Zukunft verfolgt die WHU eine konsequente Wachstumsstrategie. Die Zahl der Lehrstühle wird sich bis 2011 auf 30, die der Studenten auf 800 erhöhen. Ziel der WHU ist es, ihre Position unter den Top-Hochschulen Europas weiter zu festigen.

Weitere Informationen unter www.whu.edu.

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