Handwerkskammern in NRW befürworten Auslandspraktika in der beruflichen Erstausbildung

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus zahlt sich aus. Diese Erkenntnis hat das Handwerk schon früh erlangt und kann mittlerweile auf eine jahrhundertelange Tradition der »Walz«, der Wanderschaft seiner Gesellinnen und Gesellen, blicken. In Zeiten der Globalisierung und des zusammenwachsenden europäischen Wirtschafts- und Bildungsraumes gewinnen vor allem berufliche Erfahrungen im Ausland immer mehr an Bedeutung.

Für Handwerksbetriebe lohnt es sich, Auszubildenden ein Auslandspraktikum zu ermöglichen, denn der Nachwuchs

- lernt, sich in einer fremden Umgebung zurechtzufinden,
- bekommt ein Verständnis für kulturelle Vielfalt und eignet sich interkulturelle Kompetenzen an,
- lernt handwerksspezifische Unterschiede kennen,
- wird mit seinen, im dualen Ausbildungssystem erworbenen Kompetenzen fachlich anerkannt,
- erweitert seine Fremdsprachenkenntnisse,
- entwickelt seine Persönlichkeit weiter und wird in seiner beruflichen Handlungsweise selbständiger und flexibler.

Die durch Auslandspraktika gewonnenen Kompetenzen helfen, neue Absatz- und Beschaffungsmärkte zu erschließen, grenzüberschreitende Handwerkskooperationen aufzubauen und stärken zudem die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Dies gilt nicht nur für Betriebe, die jenseits der deutschen Grenzen geschäftlich tätig sind, sondern auch für alle anderen, die selbständige und flexible Beschäftigte schätzen oder Personen mit Migrationshintergrund zu ihren Kunden zählen.

Im Zuge der demografischen Entwicklung, der steigenden Anzahl von Jugendlichen mit Hochschulzugangsberechtigung und der Einführung des »Bachelors« als akademischer Abschluss nach drei Jahren verschärft sich zunehmend die Konkurrenz um die motivierten und guten Schulabgänger/innen. Das Angebot von Auslandspraktika während der Ausbildung steigert die Attraktivität der dualen Ausbildung im Handwerk und verschafft den Betrieben einen Wettbewerbsvorsprung im Kampf um die guten Köpfe. Die Unterstützung von Mobilitätsmaßnahmen der eigenen Auszubildenden ermöglicht jedem Betrieb, sein Image als interessanter Arbeitgeber in der Region zu verbessern und leistungsstarken Nachwuchs für den eigenen Betrieb zu sichern.

Die Handwerkskammern befürworten berufliche Auslandsaufenthalte in der handwerklichen Ausbildung und empfehlen eine entsprechende Freistellung der Auszubildenden durch die Betriebe und die Nutzung von bestehenden Fördermöglichkeiten. Das Berufsbildungsgesetz sieht vor, dass bis zu einem Viertel der Ausbildungszeit im Ausland verbracht werden kann. Erfahrungen haben gezeigt, dass auch kürzere Auslandsaufenthalte sinnvoll sind.

Informationen zu beruflichen Auslandsaufenthalten erhalten Betriebe unter www.letsgo-handwerk.de und Auszubildende unter www.letsgo-azubi.de.

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