Aufsichtsrat verabschiedet Neuausrichtung von Winkler+Dünnebier

(PresseBox) (Neuwied, ) In seiner Aufsichtsratssitzung am 22.7.2009 hat der Aufsichtsrat der Winkler+Dünnebier AG (W+D) das Konzept zum Umbau und zur Neuausrichtung des Unternehmens bestätigt. Der kürzlich zwischen der Geschäftsleitung, dem Betriebsrat und der Gewerkschaft gemeinsam verabschiedete Kompromiss zur Kapazitätsanpassung machte schließlich den Weg für die Umsetzung des Konzepts frei. Bereits in der Hauptversammlung hatten die Aktionäre einer Kapitalerhöhung zugestimmt, mit der der Umbau des Unternehmens maßgeblich unterstützt werden soll. W+D ist damit gut für die Bewältigung der Herausforderungen der aktuellen Wirtschaftskrise aufgestellt. Selbst unter den schwierigen Wirtschaftsbedingungen der letzten Monate war die finanzielle Stabilität der Unternehmen stets gewährleistet.

"Der Vorstand begrüßt, dass sowohl der Aufsichtsrat als auch der Hauptaktionär unser Konzept unterstützt. Aus der nun abgesicherten Position wollen wir uns ganz auf die eigentliche Neuausrichtung des Unternehmens konzentrieren." sagte W+D-Vorstandsvorsitzender Jochen Engelke nach der Entscheidung.

Die Basis der Neuausrichtung wurde bereits in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 12.2.2009 gelegt. Vor dem Hintergrund struktureller Marktverwerfungen, aber auch der sich überlagernden konjunkturellen Probleme wurde der Vorstand ermächtigt, mit allen beteiligten Parteien eine tragfähige Lösung für das Unternehmen zu erarbeiten. Dazu wurde das Unternehmen einer umfassenden Prozess- und Marktanalyse unterzogen. Unabhängig von einander kamen die Geschäftsleitung und die Arbeitnehmervertreter zu dem Schluss, dass den Strukturproblemen nur mit einer Anpassung der Arbeitsplätze begegnet werden kann. Die Lösung für das konjunkturelle Problem eröffnete allerdings erst der Gesetzgeber: Mit dem Konjunkturprogramm II wurde die Möglichkeit geschaffen, die Kurzarbeit auf 24 Monate auszudehnen. Der tragfähige gemeinsame Ansatz beruht damit auf drei Säulen: Die W+D-Kernmannschaft - dimensioniert auf das momentane Beschäftigungsniveau - besteht danach aus 297 Mitarbeitern und bildet die tragende Säule des Unternehmens. Unterstützend für diese Säule wird eine Poolmannschaft von 118 Mitarbeitern gebildet, die zunächst zu 100 Prozent in Kurzarbeit überführt wird, aber abhängig vom Verlauf der Konjunktur oder anforderungsbezogen flexibel wieder eingesetzt werden kann. "Wir alle wissen noch nicht, wie sich die Wirtschaft speziell in unserem Marktsegment entwickelt, es besteht jedoch die Chance, dass sich in der zweiten Jahreshälfte 2010 der Markt wieder belebt, dann sind wir froh, wenn wir auf unsere gut ausgebildeten Mitarbeiter zurück greifen können" erklärte Engelke die zugrunde liegende Idee. Falls die Konjunktur in 2010, wider Erwarten, doch nicht anziehen sollte, bedeutet das für diese Mitarbeiter, dass ihr Arbeitsplatz mit dem Auslaufen der Förderung durch konjunkturelles Kurzarbeitergeld zum 31.12.2010 entfällt.

Die Reintegration von 146 ausscheidenden Mitarbeitern in den Arbeitsprozess ist die dritte Säule des Ansatzes. So wird allen Mitarbeiten, die W+D verlassen müssen, der Übergang in eine Transfergesellschaft ermöglicht: Über einen Zeitraum von 12 Monaten können sie sich dann für neue Aufgaben auf dem Arbeitsmarkt durch gezielte Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen qualifizieren. 40 ältere Mitarbeiter werden, durch das Unternehmen gefördert, in den vorgezogenen Ruhestand treten bzw. sukzessive über ein Altersteilzeitmodell aus dem Unternehmen ausscheiden.

Mit der verschlankten Aufbau-Organisation wird auch die Ablauf-Organisation des Unternehmens neu strukturiert. "Damit wollen wir auf die Bedürfnisse unserer Kunden nach individualisierten Produkten eingehen. Das erfordert weniger Administration, dafür aber eine schlagkräftige straffe Projektorganisation" erläuterte Engelke. Mit dieser Organisation ist W+D auch gut für den Personal Care- bzw. Tissue-Markt aufgestellt, da hier fast ausschließlich kundenspezifische Lösungen gefordert sind. Im Gegensatz zum stagnierenden Briefumschlagmarkt weisen diese Märkte noch beachtliche Zuwachsraten aus.

Engelke ist davon überzeugt, dass für die Zukunftsfähigkeit von W+D ein hohes Anpassungsvermögen an die verstärkt volatilen und sich verändernden W+D-Kernmärkte voraussetzt. Mit der eingeleiteten Reduzierung der Basiskapazität lassen sich auch größere Schwankungen in der Auslastung auffangen. Das Unternehmen erreicht damit ein hohes Maß an Flexibilität und Variabilität sowohl in der Organisation als auch in den Kostenstrukturen. Die dadurch gewonnenen finanziellen Freiräume will W+D für Investitionen in zukunftsfähige Technologien nutzen, um die Diversifizierung des Unternehmens voranzubringen und damit die strategische Abhängigkeit vom bestehenden Produktportfolio bzw. den Kernmärkten zu verringern. W+ D verfügt dazu über eine gute Ausgangsbasis, die an die traditionsreichen Technologie- und Systemlösungskompetenzen anknüpft.

Winkler+Dünnebier GmbH

Winkler+Dünnebier ist ein Unternehmen von Körber PaperLink, einem internationalen Anbieter von Systemlösungen für die Papier- und Tissueindustrie. W+D produziert im Kerngeschäft Briefumschlag- und Taschentuchmaschinen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Herstellung von Transport- und Palettieranlagen für die Papier-, Tissue- und Lebensmittelbranche. W+D unterhält Produktions- und Vertriebsstandorte in Deutschland, USA, China und Malaysia. Die Erfahrung und das Engagement der Mitarbeiter tragen wesentlich zum ausgezeichneten Ruf der Maschinen und des hervorragenden Service bei.

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