Wacker spürt im 2. Quartal 2009 stärkere Kundennachfrage

(PresseBox) (München, ) .
- Konzernumsatz verbessert sich mit 926 Mio. € um 6 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2009
- Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen steigt gegenüber dem 1. Quartal um 8 Prozent auf 170 Mio. €
- Sonderabschreibungen aus Strukturmassnahmen in Höhe von 121 Mio. € führen zu Quartalsverlust von 75 Mio. €
- Polysilicium-Geschäft bleibt mit einer Ebitda-Marge von über 50 Prozent im 2. Quartal anhaltend ertragsstark

Die Wacker Chemie AG hat im 2. Quartal 2009 von der gestiegenen Nachfrage ihrer Kunden profitiert. Zwar haben die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise im Berichtszeitraum die Geschäftsentwicklung des Münchner Chemiekonzerns nach wie vor beeinträchtigt. Der Umsatz liegt mit 925,5 (Vj. 1.123,0) Mio. € um 18 Prozent unter Vorjahr. Im Vergleich zum 1. Quartal 2009 (872,5 Mio. €) haben die Umsatzerlöse aber um 6 Prozent zugenommen. Ursache für den Anstieg gegenüber den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres sind höhere Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen. Niedrigere Preise haben das Umsatzwachstum dagegen gebremst.

Einsparungen bei den Personal- und Sachkosten sowie die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Preise für die Rohstoffe Ethylen und Methanol haben im 2. Quartal 2009 dazu beigetragen, die Ergebnisentwicklung zu stabilisieren. Auf der anderen Seite belastet in vielen Bereichen die nach wie vor niedrige Auslastung der Produk-tionskapazitäten weiterhin die Profitabilität des Geschäfts. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Berichtszeitraum auf 170,1 (Vj. 317,9) Mio. €. Es lag damit um 47 Prozent unter dem Vergleichswert des starken Vor-jahres, aber um 8 Prozent über dem Wert des Vorquartals (157,8 Mio. €). Im EBITDA des 2. Quartals sind Rückstellungen in Höhe von 15 Mio. € für den anstehenden Stellenabbau bei Siltronic und im Geschäftsbereich WACKER SILICONES enthalten. Dieser Sonder-einfluss hat die Ergebnisentwicklung gebremst. Die EBITDA-Marge erreichte 18,4 (Vj. 28,3) Prozent, nach 18,1 Prozent im 1. Quartal 2009.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging auf -53,7 (Vj. 224,9) Mio. € zurück. Ausschlaggebend für den überproportionalen Rückgang des EBIT war eine Sonderabschreibung im Anlage-vermögen der Siltronic von 121,3 Mio. €. Diese Abschreibung trägt der geplanten Konzentration der Waferproduktion von Siltronic auf Leitstandorte und der voraussichtlichen Entwicklung des Halbleitermarktes Rechnung. Bereinigt um diesen Sondereffekt und die für den Stellenabbau gebildeten Rückstellungen hätte im 2. Quartal 2009 das EBIT 82,6 Mio. € betragen, 42 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009. Das Periodenergebnis des 2. Quartals belief sich auf -74,5 (Vj. 152,6) Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt -1,47 (Vj. 3,08) €.

Den größten Ergebnisbeitrag lieferte im 2. Quartal 2009 das Geschäft mit Polysilicium. Das EBITDA des Geschäftsbereichs WACKER POLYSILICON stieg im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf 136,0 (Vj. 104,8) Mio. €. Trotz niedrigerer Umsätze als im Vorquartal lag die EBITDA-Marge erneut über 50 Prozent. Die übrigen Geschäftsbereiche schnitten beim operativen Ergebnis besser ab als im 1. Quartal 2009.

Für das Gesamtjahr 2009 rechnet WACKER weiterhin mit einem Umsatz und einem operativen Ergebnis deutlich unter Vorjahr. Zwar gehen die aktuellen Prognosen für die Weltkonjunktur zunehmend davon aus, dass sich die Wirtschaftsleistung langsam stabilisiert. Angesichts der momentanen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen agieren die Kunden bei ihren Bestellungen aber nach wie vor sehr vorsichtig. Sie bestellen kleinere Mengen oder schließen Verträge mit kürzeren Laufzeiten ab. Deshalb bleibt es schwierig, vorherzusagen, in welchem Umfang sich die stärkere Kundennachfrage des 2. Quar-tals im weiteren Jahresverlauf fortsetzen wird.

"In einigen für WACKER wesentlichen Abnehmerbranchen hat sich die Nachfrage wieder etwas belebt", sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Donnerstag in München. "Aus heutiger Sicht ist jedoch noch nicht klar abzuschätzen, wie dauerhaft diese bisher auf die Absatzvolumina beschränkte Erholung sein wird. Deshalb arbeiten wir weiter daran, unsere Kostenstrukturen zu verbessern und unsere Prozesse und Ressourcenallokation zu optimieren. Das hilft uns dabei, unsere Ergebnisentwicklung zu stabilisieren."

Regionen

Auch im 2. Quartal 2009 blieb Asien mit einem Umsatzvolumen von 325,1 (Vj. 367,5) Mio. € größter Absatzmarkt für den WACKER-Konzern. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt 35 (Vj. 33) Prozent. In dieser Region hat die Kundennachfrage seit Jahresanfang wieder deutlich zugenommen. Dennoch lag der in Asien erzielte Umsatz knapp 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. In Deutschland betrugen die Umsatzerlöse des WACKER-Konzerns im Berichtszeitraum 192,6 (Vj. 248,4) Mio. €. Dies sind 23 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im übrigen Europa lagen die Umsätze mit 230,2 (Vj. 266,5) Mio. € um 14 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. In der Region Amerika verrin-gerten sich die Umsätze des WACKER-Konzerns im 2. Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahreswert um 28 Prozent auf 148,7 (Vj. 205,5) Mio. €. Ursächlich für diesen niedrigeren Umsatz war in erster Linie der rückläufige Absatz von Siliciumeinkristallen und Restmaterialien aus der Produktion von Halbleiterwafern in die Solarindustrie. In den Übrigen Regionen betrug der Umsatz im 2. Quartal 2009 28,9 (Vj. 35,1) Mio. €.

Investitionen und Netto-Cashflow

Trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds hat WACKER im Berichtszeitraum sein strategisches Ausbauprogramm fortgesetzt. Im 2. Quartal 2009 investierte der WACKER-Konzern insgesamt 194,3 (Vj. 181,4) Mio. €. Gleichzeitig ging der Netto-Cashflow auf -110,2 (Vj. 104,8) Mio. € zurück. Im Vergleich zum 1. Quartal 2009 (70,9 Mio. €) hat sich hier neben der fortgeführten Investitionstätigkeit auch ausgewirkt, dass die Mitarbeiter im April erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 66,8 Mio. € für das Geschäftsjahr 2008 erhalten haben. Dabei wurde der Großteil der erfolgsabhängi-gen Vergütung nur zur Hälfte ausbezahlt. Die verbleibenden 50 Pro-zent werden so lange einbehalten, bis sich die wirtschaftliche Situation nachhaltig und substanziell verbessert hat.

Im Mittelpunkt der Investitionstätigkeit stand im Berichtsquartal die Erweiterung der Produktionsanlagen für polykristallines Reinstsilicium an den Standorten Burghausen und Nünchritz. Dadurch soll die aktuelle Nennkapazität von 15.000 Jahrestonnen sukzessive und im Einklang mit der Nachfrageentwicklung auf mehr als 35.000 Jahres-tonnen erhöht werden. Für die im Bau befindliche Polysilicium-Pro-duktion am Standort Nünchritz hat sich WACKER einen langfristigen Investitionskredit über 400 Mio. € von der Europäischen Investitions-bank gesichert. Dieses Darlehen ist ein wichtiger Bestandteil der Projektfinanzierung. WACKER plant am Standort Nünchritz Investi-tionen von insgesamt rund 800 Mio. € und wird dort voraussichtlich etwa 450 neue Arbeitsplätze schaffen.

Mitarbeiter

Der WACKER-Konzern beschäftigte zum Stichtag 30. Juni 2009 15.721 (31. März 2009: 15.851) Mitarbeiter. Davon arbeiteten an den Standorten in Deutschland 12.002 (31. März 2009: 12.103) Mitarbei-ter. International zählte der WACKER-Konzern zum Ende des 2. Quartals 3.719 (31. März 2009: 3.748) Beschäftigte. Anfang Juli 2009 gab das Unternehmen weitere Schritte bekannt, um seinen weltweiten Produktionsverbund zu optimieren. Bei Siltronic wird künftig die Herstellung von Siliciumwafern unterschiedlicher Durchmesser an Leitstandorten konzentriert. Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES setzt Strukturverbesserungen um, die darauf abzielen, die Kosten zu reduzieren, die Flexibilität zu erhöhen und die Anlagenauslastung zu steigern. Insgesamt werden bei Siltronic und WACKER SILICONES im Zuge dieser Maßnahmen bis Ende 2010 gegenüber dem 31. März 2009 knapp 800 Stellen wegfallen. Der Stellenabbau soll sozialverträglich erfolgen. Ziel ist es, dabei ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen und stattdessen natürliche Fluktuation, Altersteilzeit, Abfindungsverträge und Versetzungen zu nutzen. Speziell der weitere Ausbau des Poly-silicium-Geschäfts bietet gute Möglichkeiten für neue Beschäftigungsverhältnisse. Beim Aufbau neuer Stellen in diesem Bereich werden Mitarbeiter aus den eigenen Reihen vorrangig berücksichtigt.

Geschäftsbereiche Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES erwirtschaftete im 2. Quartal 2009 einen Gesamtumsatz in Höhe von 304,9 (Vj. 380,6) Mio. €. Im Vergleich zum 1. Quartal 2009 mit einem Umsatzvolumen von 264,9 Mio. € ergibt sich eine Steigerung um 15 Prozent. Während das Geschäft mit Elastomeren im Berichtszeitraum weiterhin verhal-ten verlief, profitierten die Silicone für Bauanwendungen von der saisonalen Belebung der Nachfrage aus der Baubranche. Gut ent-wickelten sich auch die Umsätze in den Segmenten Medizintechnik sowie Energieübertragung und -verteilung. WACKER SILICONES erzielte im Berichtszeitraum ein EBITDA in Höhe von 37,2 (Vj. 60,5) Mio. €. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 12,2 (Vj. 15,9) Pro-zent. Während die Vorjahreswerte nicht erreicht werden konnten, fällt die Quartalsentwicklung gegenüber den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009 (EBITDA: 27,7 Mio. €, EBITDA-Marge: 10,5 Prozent) positiv aus. Vor allem niedrigere Absatzmengen als im Vor-jahr haben die Ergebnisentwicklung von WACKER SILICONES im 2. Quartal 2009 belastet. Dagegen beeinflussten geringere Betriebs-kosten und günstigere Währungseffekte das Ergebnis positiv.

Auch WACKER POLYMERS profitierte im Berichtszeitraum von einer saisonal steigenden Nachfrage nach Dispersionen und Dispersions-pulvern für die Bauindustrie. Mit einem Gesamtumsatz von 206,5 (Vj. 244,6) Mio. € blieb der Geschäftsbereich um knapp 16 Prozent hinter dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraumes zurück. Er verbesserte sich aber gegenüber dem 1. Quartal 2009 (172,3 Mio. €) um fast 20 Prozent. WACKER POLYMERS erwirtschaftete im 2. Quartal 2009 ein EBITDA in Höhe von 42,9 (Vj. 37,3) Mio. €. Damit liegt das EBITDA sowohl über dem Vergleichswert des Vorjahres als auch über dem des Vorquartals (21,5 Mio. €). Die EBITDA-Marge verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 20,8 Prozent, nach 15,2 Prozent im 2. Quartal 2008 und 12,5 Prozent im 1. Quartal 2009. Niedrige Rohstoffkosten, geringere operative Kosten und eine bessere Anlagenauslastung haben die Ergebnisentwicklung positiv beeinflusst.

Der Geschäftsbereich WACKER FINE CHEMICALS hat im laufenden Geschäftsjahr 2009 seinen Umsatz stabilisiert. Dieser lag im 2. Quartal 2009 bei 22,1 (Vj. 24,3) Mio. €. Im 1. Quartal 2009 waren es 21,6 Mio. €. Das EBITDA verbesserte WACKER FINE CHEMICALS nach 1,9 Mio. € im 1. Quartal 2009 auf 3,3 (Vj. 3,3) Mio. € im Berichtszeitraum. Dadurch stieg die EBITDA-Marge von 8,8 Prozent im Vorquartal auf jetzt 14,9 (Vj. 13,6) Prozent. Positiv entwickelte sich das Geschäft mit biotechnologisch hergestelltem Cystein sowie mit Cyclodextrinen für den Pharmabereich. Auch die Geschäftsentwicklung bei Pharmaproteinen (Biologics) verläuft zufriedenstellend.

Das Polysilicium-Geschäft von WACKER POLYSILICON blieb im Berichtszeitraum weiter auf Wachstumskurs. Der Geschäftsbereich erzielte im 2. Quartal 2009 einen Gesamtumsatz in Höhe von 269,1 (Vj. 194,2) Mio. €. Die Steigerung um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr resultiert aus den zusätzlichen Produktionskapazitäten am Standort Burghausen, die im 2. Halbjahr 2008 in Betrieb gegangen sind. Die Bestmarke von 315,0 Mio. € aus dem 1. Quartal 2009 konnte jedoch nicht erreicht werden. Die Gründe dafür waren im Wesentlichen die sinkenden Spotmarkt-Preise für Solarsilicium und das saisonal bedingt fehlende Geschäft mit Streusalz. Im 1. Quartal dieses Jahres hatte das Salz-Geschäft rund 20 Mio. € zum Bereichsumsatz beigetragen. Das EBITDA von WACKER POLYSILICON betrug im Berichtszeitraum April bis Juni 2009 136,0 (Vj.104,8) Mio. €, nach 168,1 Mio. € im 1. Quartal 2009. Die EBITDA-Marge ging von 54,0 Prozent im 2. Quartal 2008 auf 50,5 Prozent im 2. Quartal 2009 zurück.

Das Halbleitergeschäft von Siltronic hat sich im 2. Quartal 2009 gegenüber den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres etwas verbessert. Siltronic erzielte im Berichtszeitraum einen Gesamtumsatz in Höhe von 153,1 (Vj. 351,7) Mio. € und konnte sich damit im Vergleich zum schwachen Vorquartal mit 126,0 Mio. € um 22 Prozent steigern. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage waren die Produktionsanlagen im Berichtszeitraum besser ausgelastet als im 1. Quartal 2009. Der Auslastungsgrad liegt nun wieder über 50 Pro-zent. Dagegen hat sich der starke Druck auf die Preise bei allen Scheibendurchmessern nochmals intensiviert. Zwar haben die Maßnahmen zur Reduzierung der Gesamtkosten, insbesondere der Personalkosten sowie günstige Wechselkurseffekte das Ergebnis gestützt. Die niedrigeren Marktpreise und die insgesamt weiterhin unbefriedigende Anlagenauslastung sowie die Rückstellungen für den geplanten Stellenabbau in Höhe von 8,7 Mio. € haben jedoch dazu geführt, dass das EBITDA von Siltronic auch im aktuellen Berichtszeitraum mit -58,2 (Vj. 112,0) Mio. € im negativen Bereich blieb. Bereits im 1. Quartal 2009 hatte Siltronic umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um die Personal- und Sachkosten zu senken. Anfang Juli 2009 wurden nun weiter reichende Maßnahmen bekanntgegeben, um die Produktionskapazitäten zu optimieren. So soll künftig die Herstellung von Siliciumwafern unterschiedlicher Durchmesser an den Leitstandorten mit der jeweils besten Kostenposition konzentriert werden.

Ausblick

WACKER erwartet auch für das 2. Halbjahr des laufenden Geschäfts-jahres 2009, dass die weltwirtschaftliche Rezession anhält. Die aktuellen Prognosen für die Weltkonjunktur gehen zunehmend davon aus, dass sich die Wirtschaftsleistung langsam stabilisiert und es im Jahr 2010 zu einer leichten Belebung kommt. Nach dem drastischen Einbruch der Geschäftsentwicklung zu Jahresbeginn werden aber im Gesamtjahr 2009 Umsatz und operatives Ergebnis des WACKER-Konzerns deutlich hinter den Werten des Jahres 2008 zurückbleiben. Angesichts der momentanen Rahmenbedingungen agieren die Kun-den bei ihren Bestellungen weiterhin sehr vorsichtig. Sie bestellen kleinere Mengen oder schließen Verträge mit kürzeren Laufzeiten ab. Deshalb bleibt es schwierig, vorherzusagen, in welchem Umfang sich die stärkere Kundennachfrage des 2. Quartals 2009 im Jahresverlauf fortsetzen wird.

Die Maßnahmen, die WACKER sehr früh ergriffen hat, um den negativen Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gegenzusteuern, zeigen Wirkung. Zu diesen Maßnahmen zählen vorrangig Budgeteinsparungen, Kurzarbeit, Zurückhaltung bei der Einstellung neuer Mitarbeiter, Verzicht auf Vergütungsbestandteile sowie eine modifizierte Investitionsplanung und die Sicherung aus-reichender finanzieller Spielräume für das operative Geschäft. Mit den jüngsten Entscheidungen, seinen weltweiten Produktionsverbund und seine Prozesse in den Geschäftsbereichen WACKER SILICONES und Siltronic zu optimieren, will der Münchner Chemiekonzern seine Leistungskraft und Wettbewerbsfähigkeit weiter absichern. Der mit den Umstrukturierungen verbundene Abbau von etwa 800 Stellen, der sozialverträglich umgesetzt werden soll, wird die Kostenstrukturen des Unternehmens weiter entlasten.

Um die Finanzierung des operativen Geschäfts zu sichern und zu stärken, hat WACKER bereits im Jahr 2008 eine syndizierte Kredit-fazilität von 300 Mio. € um ein weiteres Jahr bis 2013 verlängert. Darüber hinaus wurden im 1. Quartal 2009 neue dreijährige Kredit-linien in Höhe von knapp 200 Mio. € abgeschlossen. Für den Bau der neuen Polysilicium-Produktion am Standort Nünchritz hat WACKER im Mai 2009 von der Europäischen Investitionsbank die Zusage für einen langfristigen Investitionskredit über 400 Mio. € zu günstigen Konditionen erhalten. Die entsprechenden vertraglichen Vereinbarun-gen sind in der Zwischenzeit unterzeichnet worden. Im Berichts-quartal konnte außerdem ein Schuldschein-Darlehen erfolgreich am Markt platziert werden. Bis zum 30. Juni 2009 wurden Mittel in Höhe von 155 Mio. € bereitgestellt, weitere 25 Mio. € flossen WACKER im Juli zu. Insgesamt verfügt der Konzern derzeit über Finanzierungen in Höhe von 1,2 Mrd. €.

Auch wenn sich heute nicht absehen lässt, wann die globale Rezes-sion überwunden sein wird, bleibt WACKER optimistisch für die Zukunft. Langfristig sieht der Chemiekonzern wichtige Megatrends weiter intakt, von denen das Unternehmen nachhaltig profitieren wird. Die Zukunftsthemen Energiegewinnung und Energiesparen bedient WACKER mit einer ganzen Reihe von Produkten. Die größten Wachs-tumschancen eröffnen sich dort nach wie vor durch die Herstellung von Polysilicium für die Solarindustrie. Regional kann das Unternehmen durch seine hohe Präsenz in den Wachstumsmärkten Asiens und in Schwellenländern in anderen Teilen der Welt eine Vielzahl an Produk-ten und Lösungen anbieten, die dafür geeignet sind, den Wohlstand in diesen Regionen zu erhöhen. WACKER ist deshalb zuversichtlich, wieder auf seinen Kurs des profitablen Wachstums zurückzufinden, sobald die weltweite Konjunktur wieder anzieht.

Wacker Chemie AG

WACKER ist ein global operierender Chemiekonzern mit rund 15 900 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 4,3 Mrd. € (2008). WACKER verfügt über 27 Produktionsstätten und mehr als 100 Vertriebsgesellschaften weltweit.

WACKER SILICONES Siliconöle, -emulsionen, -kautschuk und -harze, Silane, Pyrogene Kieselsäuren, Thermoplastische Siliconelastomere

WACKER POLYMERS Dispersionspulver und Dispersionen für Anwendungen in der Bauindustrie, PVAc-Festharze, VC-Copolymere, Polyvinylacetate

WACKER FINE CHEMICALS Feinchemikalien, Biologics und weitere biotechnologische Produkte, wie Cyclodextrine und Cystein

WACKER POLYSILICON Polysilicium für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie, Solarwafer Siltronic Reinstsiliciumwafer und -einkristalle für Halbleiter-Bauelemente

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