WACKER stellt redispergierbaren und hocheffizienten Schlagzähmodifikator für Epoxidharze vor

K 2010

(PresseBox) (München, ) Der Münchener Chemiekonzern WACKER stellt auf der 18. Internationalen Messe für Kunststoff + Kautschuk K 2010 ein pulverförmiges Additiv vor, mit dem sich die Schlagzähigkeit von Epoxidharzen deutlich verbessern lässt, ohne ihre mechanische Festigkeit und ihre Temperaturbeständigkeit zu verschlechtern. Das unter dem Namen GENIOPERL® P52 erhältliche redispergierbare Produkt wirkt bereits in kleinen Einsatzmengen. Mit GENIOPERL® P52 verkraften Epoxidkleber starke Belastungen durch Stöße und Vibrationen. Die K 2010 findet vom 27. Oktober bis 3. November in Düsseldorf statt.

Der im unvernetzten Epoxid-Reaktionsharz dispergierbare Schlagzähmodifikator besteht aus kugelförmigen Teilchen gleicher Größe. Diese sind aus einem weichelastischen, vernetzten Siliconkern und einer harten Schale aus einem organischen Polymer aufgebaut. Im pulverförmigen Additiv sind die Kern-Schale-Teilchen zu Partikeln zusammengelagert, deren Größe im zweistelligen Mikrometerbereich liegt. Beim Einmischen in das flüssige Epoxid-Reaktionsharz zerfallen diese Agglomerate vollständig.

Die freigesetzten Kern-Schale-Teilchen verteilen sich gleichmäßig in der gesamten Harz-Matrix. Aufgrund einer besonderen Morphologie der Polymerhülle, die eine Anbindung der Teilchen an das Reaktionsharz zulässt, wird eine stabile Feinverteilung erreicht.

Die Stabilität der Feinverteilung im flüssigen Harz und die Struktur der dispergierten Teilchen machen das Additiv hocheffizient. Anders als mit herkömmlichen Schlagzähmodifikatoren sind mit GENIOPERL® P52 nur vergleichsweise geringe Einsatzmengen notwendig, um die Sprödigkeit des ausgehärteten Epoxidharzes deutlich zu verringern. Wegen der geringen Einsatzmengen behält das Epoxidharz seine charakteristischen Eigenschaften, vor allem seine große Steifigkeit und seine hohe Erweichungstemperatur.

Durch seinen partikulären Aufbau gibt GENIOPERL® P52 die Struktur der feindispersen Phase fest vor. Für den Verarbeiter ergibt sich daraus der Vorteil, dass er die Endeigenschaften des modifizierten Epoxidharzes reproduzierbar einstellen kann. Insbesondere hängt der erreichte zähmachende Effekt nicht von den Prozessbedingungen ab, die bei der Aushärtung des Harzes herrschen. Die besondere Struktur des Additivs macht auch die Verarbeitung einfach: Die Viskosität der unvernetzten Harzmischung steigt beim Einmischen nur moderat an.

Die zähmodifizierende Wirkung kommt dadurch zustande, dass sich die elastischen Siliconkerne bei Stoßeinwirkung anders verformen als die Harzmatrix. Als Folge der unterschiedlichen Deformationen verteilt sich die bei einem Stoß eingebrachte Energie über ein größeres Volumen, als es im nichtmodifizierten Harz der Fall ist. Zudem wird die Energie in der Umgebung der Teilchen-Harz-Phasengrenze absorbiert. Daher können sich Risse, die in der Harzmatrix durch Einwirken von Stößen oder Schwingungen entstehen, nicht unkontrolliert ausbreiten. Weil die Silicondomänen bis herab zu etwa minus 110 Grad Celsius weichelastisch sind, bleibt die zähmodifizierende Wirkung auch bei niedrigsten Temperaturen erhalten.

Epoxid-Reaktionsharze vernetzen zu Duromeren sehr hoher Festigkeit, Temperaturbeständigkeit und Chemikalienresistenz. Auch haften sie hervorragend auf vielen Substraten. Wegen dieser Eigenschaften werden Epoxidharze in großem Umfang technisch verwendet. Sie bilden die Matrix vieler Strukturklebstoffe. Nachteil der ausgehärteten Epoxidharze ist ihre große Sprödigkeit. Insbesondere bei niedrigen Temperaturen sind sie anfällig gegen Stöße und andere dynamische Belastungen.

Durch Schlagzähmodifizierung lässt sich diese Sprödigkeit verringern. Mit GENIOPERL® P52 können beispielsweise Klebschichten erheblich langlebiger und sicherer gemacht werden.

Besuchen Sie WACKER auf der K 2010 in Düsseldorf in Halle 06, Stand A10.

Wacker Chemie AG

WACKER ist ein global operierender Chemiekonzern mit rund 15.600 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 3,7 Mrd. € (2009). WACKER verfügt über 26 Produktionsstätten und mehr als 100 Vertriebsgesellschaften weltweit.

WACKER SILICONES
Siliconöle, -emulsionen, -kautschuk und -harze, Silane, Pyrogene Kieselsäuren, Thermoplastische Siliconelastomere

WACKER POLYMERS
Polyvinylacetat und Vinylacetat-Copolymere in Form von Dispersionspulvern, Dispersionen und Festharzen als Bindemittel für bauchemische Produkte, Farben, Klebstoffe, Lacke, Putze und Vliesstoffe

WACKER BIOSOLUTIONS
Biotechnologische Produkte wie Cyclodextrine, Cystein und Biopharmazeutika, außerdem Feinchemikalien und Polyvinylacetat-Festharze

WACKER POLYSILICON
Polysilicium für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie

Siltronic
Reinstsiliciumwafer und -einkristalle für Halbleiter-Bauelemente

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.