K 2010 - "Dedicated to Performance"

WACKER präsentiert neue Silicone und Vernetzungstechnologien für die Kunststoff-, Gesundheits-, Elektro- und Energieindustrie

(PresseBox) (München, ) Unter dem Motto "Dedicated to Performance" stellt der Münchner Chemiekonzern WACKER auf der 18. Internationalen Messe für Kunststoff + Kautschuk K 2010 wieder zahlreiche Produktneuheiten und Technologien auf dem Gebiet der Siliconchemie vor. Präsentiert werden hochelastische Siliconelastomere für Motorenlager, Hochleistungsklebstoffe für Motorölwannen, Festsilicone mit niedriger Gleitreibung, High-Impact Modifier für Epoxidharze und ein neuartiges Baukasten-system für Siliconvergussmassen, um nur einige Beispiele zu nennen. Im Mittelpunkt stehen außerdem neue, für die Gesundheits-, Elektro- und Elektronikindustrie entwickelte UV-aktivierbare Silicone, die dank einer innovativen Vernetzungstechnologie bei Raumtemperatur emissionsfrei aushärten. Live-Demos auf einer Spritzgussmaschine des österreichischen Maschinenbauers ENGEL und ein interaktiver Informationsstand über innovative Werkstoffe für regenerative Energien ("Powered by WACKER") runden den WACKER-Auftritt ab. Die K 2010 findet vom 27. Oktober bis 3. November in Düsseldorf statt.

Auf 333 Quadratmetern präsentiert der Chemiekonzern WACKER während der K 2010 sein umfassendes Silicone-Know-how. Etwa 1.000 Produkte und 20 Anwendungsfelder zählt die Leistungsschau des drittgrößten Siliconeherstellers der Welt, der mit insgesamt 60 Fachexperten Kunden und Interessenten für Gespräche und Informationen zur Verfügung steht. Auch die Zahl der vorgestellten Produktneuheiten kann sich sehen lassen: Nicht weniger als ein Dutzend Innovationen werden auf der K erstmals präsentiert. "Das Spektrum der Produkte und Lösungen, die wir auf der K 2010 zeigen, ist beachtlich und belegt die Innovationskraft der Wacker Chemie", sagt Dr. Bernd Pachaly, Leiter der Business Unit Engineering Silicones im Geschäftsbereich WACKER SILICONES.

Schwerpunkt des diesjährigen WACKER-Auftritts bilden drei Kompetenzbereiche: Silicone Elastomers & Plastics, Health Care und Power Generation & Electrical Insulation. "WACKER ist in diesen Bereichen in den letzten Jahren stark gewachsen und hat seine Position in seinen Zielmärkten weiter ausgebaut", betont Pachaly. Bestes Beispiel: die neue UV-Technologie. Vor zwei Jahren wurde die revolutionäre Vernetzungstechnologie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Inzwischen hat sich das Verfahren, bei der eine kurze Bestrahlung mit UV-Licht genügt, um die Aushärtung des Silicons anzustoßen, zum Verkaufsschlager entwickelt. "WACKER bietet inzwischen UV-aktivierbare Silicone für verschiedenste Anwendungen", erklärt der Siliconexperte. "Die K ist für uns eine ideale Plattform, um solche innovativen Technologien vorzustellen und dabei unsere umfassende Siliconkompetenz unter Beweis zu stellen."

Kaum ein anderer Kunststoff ist so vielseitig und besitzt eine derart große Wertschöpfungstiefe wie Silicone. Der Alleskönner bietet gegenüber anderen Kunststoffen nicht nur signifikante Verarbeitungsvorteile. Auch das einzigartige Spektrum an Produkteigenschaften trägt dazu bei, dass sich Silicone angesichts steigender Anforderungen an die Endprodukte in vielen Branchen immer stärker durchsetzen. Für Axel Schmidt, verantwortlich für das Business Team Rubber Solutions, sind Silicone deshalb der Werkstoff von morgen: "Megatrends wie Energieeffizienz, Mobilität, Urbanisierung und wachsender Wohlstand fordern immer leistungsfähigere Werkstoffe. Silicone von WACKER sind dank ihrer Vielseitigkeit und ihres enormen Entwicklungspotenzials in vielen zukunftsweisenden Anwendungen zu finden und bieten daher unseren Kunden echten Mehrwert."

SILPURAN® 2149: UV-aktivierbares Siliconadhäsiv für Wundauflagen

Auf der K 2010 stellt WACKER eine Reihe neuer UV-aktivierbarer Siliconprodukte vor. Dazu gehört auch SILPURAN® 2149 UV. Es handelt sich dabei um ein additionsvernetzendes, gießfähiges Zwei-Komponenten-Siliconprodukt für Wundauflagen und andere medizinische Anwendungen.

Das Silicon ist mit einem UV-empfindlichen Vernetzungssystem ausgestattet. Eine Bestrahlung mit ultraviolettem Licht überführt dieses System in seine aktive Form, worauf die Vernetzungsreaktion startet. Im Gegensatz zu herkömmlichen additionsvernetzenden Siliconprodukten, deren Katalysator durch Wärme aktiviert wird, härtet SILPURAN® 2149 UV nach der UV-Aktivierung selbstständig bei Raumtemperatur aus. Die Vernetzungsdauer lässt sich über die anfängliche UV-Dosis und durch die Prozesstemperatur individuell einstellen.

Die neue Vernetzungstechnologie ergibt für den Verarbeiter eine Reihe von Vorteilen: Weil die Vernetzungsreaktion erst anspringt, wenn das unvernetzte Material mit UV-Licht bestrahlt wird, steht bei SILPURAN® 2149 UV trotz seiner hohen Reaktivität ein großes Zeitfenster für die Verarbeitung offen. Zugleich kann der Verarbeiter schnelle Vulkanisation und folglich kurze Prozesszeiten erreichen. Da das Silicon nicht im Ofen ausgehärtet werden muss, können auch thermisch empfindliche Substrate mit dem neuen Adhäsiv beschichtet werden. Zudem sind erhebliche Einsparungen an Energiekosten möglich.

Das UV-aktivierbare Siliconadhäsiv eignet sich besonders gut zur Herstellung von Wundauflagen. Es dient als dünne Klebeschicht zwischen dem Mehrschichtverbund und der Haut. Das Silicon trägt dazu bei, ein feuchtes, die Wundheilung unterstützendes Milieu zu schaffen. Die Haftung ist so sanft, dass sich die Wundauflagen ohne Beeinträchtigung der Haut entfernen oder wechseln lassen. Auch besteht keine Gefahr des Verklebens oder des Verwachsens mit der feuchten Wundoberfläche. Dadurch lässt sich die Wundauflage atraumatisch, also schmerzfrei und ohne die heilende Wunde aufzureißen, abziehen bzw. wechseln. Silicone der Marke SILPURAN® sind frei von organischen Weichmachern, strahlungsbeständig und lassen sich problemlos sterilisieren. Sie sind zudem gemäß ausgewählten Tests nach ISO 10993-1 und USP (United States Pharmacopeia) Class VI auf Biokompatibilität zertifiziert.

UV-aktivierbares Silicongel für den Verguss von Elektronikkomponenten

Der stetig wachsende Elektronikanteil im Automobil verlangt nach adäquaten Schutzmaßnahmen. Das betrifft zum Beispiel sämtliche mit Mikrochips ausgestatteten Steuerungssysteme. Diese müssen mit einem geeigneten Polymer sowohl gegen hochfrequente Schwingungen, als auch gegen Feuchte bzw. Korrosion und thermomechanischem Stress geschützt sein.

Auf den Eigenschaften des bewährten WACKER-Silicongels SilGel® 612 aufbauend wurde SilGel® 613 entwickelt. Ziel war es, den Kunden ein Silicongel mit einem möglichst flexiblen Verarbeitungsprofil zur Verfügung zu stellen. So weist SilGel® 613 gegenüber SilGel® 612 eine von 1.000 mPas auf 200 mPas verringerte Viskosität und damit deutlich verbesserte Fließeigenschaften auf. Ein weiterer Vorteil resultiert aus dem veränderten Mischungsverhältnis der aus einer A- und B-Komponente bestehenden Silicongele. Während es bei SilGel® 612 bei eins zu eins liegt, beträgt das Mischungsverhältnis bei SilGel® 613 zehn zu eins. Dies erlaubt wiederum eine vereinfachte und bessere Durchmischung.

Hinsichtlich des Härtungsprozesses bietet SilGel® 613 zwei Optionen: Neben der "klassischen" Härtung in einem Ofenprozess ist es möglich, eine mit einem UV-Katalysator versehene Produktvariante nahezu sekundenschnell bei Raumtemperatur im UV-Licht auszuhärten. Auf diese Weise lassen sich die Taktzeiten in Produktionsprozessen drastisch verkürzen. Der herausragende Vorteil der UV-Härtung besteht darin, dass der Kunde bei einer Umstellung vom Ofen- auf den UV-Prozess blitzschnell härten kann. Die Endeigenschaften des Produkts bleiben dabei konstant und sind von der Prozessführung völlig unabhängig.

Hochelastische Siliconelastomere für Motorlager

Wie lassen sich die wachsenden Herausforderungen für Werkstoffe im Automobilbau meistern? Eine mögliche Antwort auf diese Frage gibt das neue Siliconelastomer ELASTOSIL® R 101, das der Münchner Chemiekonzern auf der K erstmals zeigt.

Das im Spritzguss leicht verarbeitbare ELASTOSIL® R 101 verfügt gegenüber organischen Polymeren über eine Reihe von Vorteilen. Dazu gehört unter anderem ein hervorragendes Tieftemperaturverhalten mit einer garantierten Flexibilität bis zu - 50 °C, sowie eine bis zu 180 °C reichende Hitzebeständigkeit, die sich mit Hitzestabilisatoren noch weiter steigern lässt. Ein besonderes Plus sind die konstanten mechanischen und dynamischen Eigenschaften über einen breiten Temperaturbereich.

ELASTOSIL® R 101 wurde speziell für die Automobilindustrie entwickelt. Mit Härten von 25-65 Shore A verfügt die Produktreihe über eine hohe Rückprallelastizität, die der einer metallischen Feder nahe kommt. Diese Elastizität bleibt über die gesamte Lebensdauer des Motors hinweg konstant. ELASTOSIL® R 101 weist ein optimiertes Dämpfungsverhalten und eine exzellente Dauerbelastungsbeständigkeit auf. Solche Typen sind besonders für Anwendungen im Motorlager geeignet. Das Silicon sorgt für eine Dämpfung der Vibrationen des Motors und damit für ein ruhiges und stabiles Fahrverhalten.

Neuer Siliconkleber für Motorölwannen aus Kunststoff

Wo organische Polymere buchstäblich in die Knie gehen, kommen Siliconelastomere mit ihren Tugenden erst richtig zur Entfaltung. Dies betrifft insbesondere Anwendungen in der Automobiltechnik. Mit ELASTOSIL® 76540 A/B stellt WACKER der Automobilindustrie jetzt einen neu entwickelten Siliconkleber zur Verfügung, der sich durch eine hohe Beständigkeit gegenüber Öl, Hitze und Blow-by-Medien auszeichnet.

Das raumtemperaturvernetzende (RTV) Zwei-Komponenten-Silicon, das gemeinsam mit der in Berlin ansässigen Innovationsgesellschaft INPRO entwickelt wurde, ist außerordentlich robust. Auch bei Lagerung in organischen Medien wie zum Beispiel Motoröl und Temperaturen über 100°C zeigt der Siliconkleber kaum Quellung und verliert auch nichts von seiner mechanischen Festigkeit. Dadurch haftet er äußerst zuverlässig und dauerhaft auf diversen Kunststoffen und Metallen.

Diese Eigenschaften lassen sich für neue technische Lösungen in der Autoindustrie nutzen. Zum Beispiel im Motorenbau: Statt Motorölwannen wie bisher mittels Schrauben zu befestigen, könnte man sie in Zukunft auch mit einem abdichtenden Spezialkleber dauerhaft montieren. Der neue Siliconkleber ELASTOSIL® 76540 A/B von WACKER ist in der Lage, die erforderliche Haftung und Dichtungsfunktion zu übernehmen. Nach INPRO-Angaben ergibt vor allem die Verbindung von Aluminium mit Ultramid®, einem Polyamid des Chemiekonzerns BASF, eine optimale Materialpaarung, die sich durch höchste Haftung und Dichtigkeit auszeichnet.

Als Dicht- und Klebmittel lässt sich ELASTOSIL® 76540 A/B in allen Bereichen einsetzen, die eine hohe Temperaturstabilität und Beständigkeit gegenüber organischen Medien erfordern. Neben der Verklebung von Ultramid®-Ölwannen kommen deshalb auch weitere Anwendungen in Frage, bei denen Metalle oder Metallbauteile und Kunststoffe flexibel und dauerhaft miteinander verklebt werden müssen, so zum Beispiel im Getriebe, im Kupplungsbereich oder im Kühlkreislauf.

Neue Festsilicone mit niedriger Gleitreibung

Auf der K 2010 stellt WACKER außerdem neue Festsilicone mit niedriger Gleittreibung vor. Es handelt sich um die Extrusionstypen der Reihe ELASTOSIL® R plus 4366, die Moulding-Typenreihe ELASTOSIL® R plus 4066 sowie um das hochreine Siliconprodukt SILPURAN® 8630/60, das speziell für medizintechnische Anwendungen entwickelt wurde.

Der reibungsvermindernde Effekt dieser Festsilicone wird durch ein besonderes Rezepturkonzept erreicht, das die Nachteile der klassischen ölausschwitzenden Silicone vermeidet. Damit eignen sich die neuen Siliconprodukte besonders für Anwendungen in der Lebensmittel- und Medizintechnik. Mit den neuen Festsiliconkautschuktypen lassen sich Formteile und Halbzeuge herstellen, die eine intrinsisch gleitfähige Oberfläche haben. Anders als bei den klassischen ölausschwitzenden Siliconen bildet sich an der Oberfläche kein ölhaltiger Siliconfilm. Zugleich zeichnen sich die Vulkanisate durch einen sehr hohen Weiterreißwiderstand und durch insgesamt gute, ausgewogene mechanische Eigenschaften aus.

GENIOPERL®: hocheffizienter Schlagzähmodifikator für Epoxidharze

Darüber hinaus stellt WACKER auf der K 2010 ein pulverförmiges Additiv vor, mit dem sich die Schlagzähigkeit von Epoxidharzen deutlich verbessern lässt, ohne Abstriche hinsichtlich der mechanischen Festigkeit und der Temperaturbeständigkeit in Kauf nehmen zu müssen. Das unter dem Namen GENIOPERL® P52 erhältliche redispergierbare Produkt wirkt bereits in kleinen Einsatzmengen. Mit GENIOPERL® P52 modifizierte Epoxidkleber verkraften starke Belastungen durch Stöße und Vibrationen.

Durch die Modifizierung lässt sich die Sprödigkeit von Epoxid-Reaktionsharzen deutlich verringern. Mit GENIOPERL® P52 können beispielsweise die Klebschichten erheblich langlebiger und sicherer gemacht werden.

Weitere Produkthighlights auf der K 2010:

- ELASTOSIL® LR 3092/65 und ELASTOSIL® R plus 4060: Siliconelastomere mit niedrigem Druckverformungsrest für Ladeluftkühler, Turbolader und Zündkerzenstecker
- ELASTOSIL® R 770: neue Festsiliconkautschuktypen für Anwendungen mit höchsten Brandschutzanforderungen
- ELASTOSIL® R plus 4370 & ELASTOSIL® R plus 4070/60: neue selbsthaftende Festsiliconkautschuktypen für Hart-Weich-Verbundteile
- ELASTOSIL® LR 3040: Flüssigsiliconkautschuk mit hohem Weiterreißwiderstand und schneller Vernetzungscharakteristik
- POWERSIL® UV: UV-aktivierbare Silicone für Mittel- und Hochspannungsisolatoren
- POWERSIL® Fluid TR20: Siliconflüssigkeit als Wärmeträgermedium für Hochleistungstransformatoren
- GENIOPLAST® Pellet S: Hochleistungsadditiv für die Compoundierung von Thermoplasten
- Farbe nach Maß: neuer Farbmisch-Service für Silicone

Besuchen Sie WACKER auf der K 2010 in Düsseldorf, Halle 06, Stand A10.

Wacker Chemie AG

WACKER ist ein global operierender Chemiekonzern mit rund 15.600 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 3,7 Mrd. € (2009). WACKER verfügt über 26 Produktionsstätten und mehr als 100 Vertriebsgesellschaften weltweit.

WACKER SILICONES
Siliconöle, -emulsionen, -kautschuk und -harze, Silane, Pyrogene Kieselsäuren, Thermoplastische Siliconelastomere

WACKER POLYMERS
Polyvinylacetat und Vinylacetat-Copolymere in Form von Dispersionspulvern, Dispersionen und Festharzen als Bindemittel für bauchemische Produkte, Farben, Klebstoffe, Lacke, Putze und Vliesstoffe

WACKER BIOSOLUTIONS
Biotechnologische Produkte wie Cyclodextrine, Cystein und Biopharmazeutika, außerdem Feinchemikalien und Polyvinylacetat-Festharze

WACKER POLYSILICON
Polysilicium für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie Siltronic Reinstsiliciumwafer und -einkristalle für Halbleiter-Bauelemente

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