Materialprüfungs- und Versuchsanstalt Neuwied

Mineralische Baustoffe qualitativ voranbringen

(PresseBox) (Mainz-Hechtsheim, ) Baustoffe umgeben den Menschen rund um die Uhr. Da ist es gut zu wissen, dass Böden, Wände, Decken ihre bauphysikalischen und statischen Aufgaben zuverlässig erfüllen. Im Clustergebiet hat sich mit der Materialprüfungs- und Versuchsanstalt (MPVA), Neuwied, über Jahrzehnte ein Kompetenzzentrum für die Erstellung von Gutachten, die Durchführung von Materialprüfungen und die baustoffkundliche Qualitätsbewertung von mineralischen Baustoffen entwickelt. Durch seine Praxis- und Industrienähe besitzt das Institut ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber reinen Materialprüfungsanstalten und Einrichtungen, die sich ausschließlich der Forschung widmen.

Bereits 1919 wurde die Versuchsanstalt der Gesellschaft für Tuff- und Tontechnik in Neuwied gegründet. Diese Vorgängergesellschaft der MPVA Neuwied schuf mit ihren Untersuchungen die Grundlagen der Bimsindustrie im nördlichen Rheinland-Pfalz. Die Versuchsanstalt dehnte stetig ihre Betätigungsfelder auf alle Bereiche mineralisch gebundener Baustoffe aus. Neben Untersuchungen zur Tragfähigkeit, Festigkeit, Dauerhaftigkeit und zu bauphysikalischen Eigenschaften werden auch chemische Eigenschaften von Baustoffen ermittelt. Aus dieser Erfahrung hat sich ein Gutachterteam entwickelt, dessen besondere Stärke die fachübergreifende Zusammenarbeit ist. Heute stehen 20 Mitarbeiter, vom Baustoffprüfer über Mineralogen bis zu Bauingenieuren und Chemikern den Kunden beratend zur Seite. Dank eines hohen Automatisierungsgrades ist die MPVA in der Lage, jährlich mehr als 2.000 Aufträge abzuwickeln.

Ein Hauptgeschäftsbereich der Einrichtung ist die Qualitätssicherung und Fortentwicklung mineralischer Baustoffe. "Wir verstehen uns als Dienstleister und Berater für Baustoffhersteller, Baufirmen, Behörden und private Auftraggeber", erläutert Institutsleiter Dr. Karl-Uwe Voß. Die MPVA ist eine bauaufsichtlich anerkannte Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle für circa 100 Produkte sowie für Straßenbaustoffe. Weitere Schwerpunkte sind die Untersuchung von Bindemitteln, Mauersteinen, Natursteinen, Betonwaren, Transportbeton, Keramik und Kunststoffen inklusive Schall-, Feuchte- und Wärmeschutz.

Bei gutachterlichen Stellungnahmen stellt die MPVA ihren Erfahrungsschatz privaten Auftraggebern, Bauträgern und Gerichten zur Verfügung. Dabei setzen die zum Teil öffentlich bestellten und vereidigten Gutachter ihr Fachwissen interdisziplinär ein. Im eigenen Prüflabor finden gezielte Bauteiluntersuchungen mithilfe zerstörungsfreier Prüfgeräte wie beispielsweise Ferroscan, Wärmebildkamera, Potenzialfeldmessgerät, Rückprallhammer, Feuchtemessgeräte oder Endoskopie und Mikroskopie statt. Moderne Software unterstützt die Experten bei der Bewertung bauphysikalischer Fragestellungen und Tragfähigkeitsanalysen.

Zur langfristigen Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ist die beständige Suche nach neuen und verbesserten Produkten unumgänglich. Die Umsetzung neuer Ideen scheitert jedoch oft an personellen und technischen Kapazitätsengpässen. Aus diesem Grund greifen Industrieunternehmen bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten auf das Grundlagenwissen, die technische Ausstattung sowie die Praxisnähe der MPVA zurück. Umweltschonende Zuschlagstoffe, festigkeitssteigernde Additive für Mauersteine oder die Steigerung der Wärmedämmfähigkeit von Mauersteinen und Mörteln sind nur einige Entwicklungen der MPVA-Auftragsforschung für die Industrie.

Für die Bestimmung der mechanischen Eigenschaften von Baustoffen stehen Druck-, Zug- und Biegeprüfmaschinen bis zu 5.000 Kilonewton bereit. Klimaräume, Trockenschränke, Frosttruhen, temperierte Wasserlagerungsbecken sowie eine Nebelkammer sorgen für definierte Lagerungsbedingungen. Die Prüfhalle mit Kranbahn ermöglicht einen reibungslosen Prüfablauf auch großer Bauteile. Das umfangreich ausgestatte Chemielabor ermöglicht sowohl Baustoffanalysen als auch die Bewertung der Umweltverträglichkeit. Für bauphysikalische Untersuchungen verfügt die MPVA über Wärmeleitfähigkeitsprüfstände, ein Schallschutzmessgerät für in-situ-Prüfungen sowie eine Blower-Door-Anlage zur Untersuchung der Luftdichtheit von Gebäuden. Außerdem erlaubt ein moderner Laborwagen die Entnahme von Proben und Untersuchungen vor Ort.

Neben der jährlich durchgeführten Seminarreihe - den "Neuwieder Baustofftagen" - mit wechselnden Fachthemen für unterschiedliche Interessengruppen veranstaltet das Institut regelmäßig Workshops. Dr. Voß dazu: "Die Schwerpunkte bilden praktische Vorführungen und Übungen. Hierbei liegt uns nicht nur die theoretische Vermittlung am Herzen, sondern die Weitergabe praxisrelevanten Wissens und das Einüben praktischer Fertigkeiten". Zusätzlich zu diesen allgemein zugänglichen Seminaren veranstaltet die MPVA Neuwied auch individuell zugeschnittene Firmenseminare in ihren eigenen Räumen oder bei Kunden.

Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff (IMKK)

Der Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff ist ein wichtiges Projekt der rheinland-pfälzischen Wirtschaftspolitik in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald. Die Branchen Metall, Keramik, Kunststoff und die Oberflächentechnik sind Schwerpunktbranchen im nördlichen Rheinland-Pfalz. Innerhalb dieses Wirtschaftszweiges befinden sich hier über 250 Unternehmen mit mehr als 25.000 Arbeitsplätzen. Ziel der Clusterinitiative ist die Vernetzung der Innovationspotenziale und die Bündelung der Kompetenzen aus Universitäten, Fachhochschulen, ortsansässigen Forschungseinrichtungen sowie den Unternehmen der Region, um innovative Produkte und Prozesse bis zur Marktreife zu entwickeln und somit zukunftsfähige Arbeitsplätze zu erhalten und zu generieren.

Diese Veröffentlichung wurde von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und vom Land Rheinland-Pfalz kofinanziert.

Weitere Informationen unter www.metall-keramik-kunststoff.de

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