Nuon und Essent-Übernahmen schwächen Wettbewerb auf Strom- und Gasmärkten

Fallen in der EU die Strom- und Erdgasgrenzen, sind die großen Versorger schon da

(PresseBox) (Essen, ) Die von RWE und Vattenfall angekündigten Übernahmen der niederländischen Energieversorger Essent und Nuon würden sowohl heute als auch morgen den Wettbewerb auf dem Strom- und Erdgasmärkten erheblich schwächen. Sie nähmen zwei ernst zu nehmende Wettbewerber aus dem deutschen Markt heraus und behinderten die Entwicklung eines wettbewerblichen europäischen Energiemarktes, warnt der VIK, die Interessenvertretung der industriellen und gewerblichen Energiekunden.

Mit Essent und Nuon würden wettbewerblich sehr aktive Strom- und Erdgasanbieter von zwei der ganz großen Vier aufgesogen, die bereits in den letzten Jahren sehr aktiv Strom- und Erdgasmarktanteile zusammenkauften. "Der deutsche Endkunde wird derzeit noch durch interessante Angebote von "lekker" Strom zum Lieferantenwechsel und damit zur Belebung des Wettbewerbs angeregt. Und auch größere deutsche Industriekunden finden bei den beiden agilen niederländischen Akteuren im deutschen Markt gegenwärtig noch interessante Alternativen zu den angestammten Anbietern", so der VIK-Geschäftsführer Dr. Alfred Richmann.

Bei tatsächlicher Vollendung des EU-Binnenmarktes im Strom- und Gasbereich würden diese Übernahmen die Wettbewerbslandschaft in Europa jedoch weiter schwächen: Denn eine Öffnung der Grenzkuppelstellen zu den Niederlanden - nach vollzogenen Nuon- und Essent-Übernahmen - ließe den Wettbewerb gänzlich ins Leere laufen, da die großen Energieversorger von jenseits der Grenze diesseits schon da wären! Aus Sicht des VIK sollten die Kartellämter deshalb sehr wachsam und zurückhaltend mit Genehmigungen sein. Eine immer weiter gehende Konzentration auf den nationalen Strom- und Gasmärkten in der EU lässt auch noch den kleinen Hoffnungsschimmer erlöschen, den die Kunden in einer Überwindung der nationalen Grenzen sehen. National und international sind die beiden angekündigten Übernahmen deshalb ein Signal gegen mehr Wettbewerb. Wettbewerb, den aber gerade die Strom- und Gasmärkte so dringend nötig haben!

VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V.

Der VIK ist seit 60 Jahren die Interessenvertretung von energieintensiven Unternehmen aller Branchen, wie etwa Aluminium, Chemie, Glas, Papier, Stahl oder Zement. Er berät seine Mitglieder in allen Energie- und energierelevanten Umweltfragen. Im VIK haben sich 80 Prozent des industriellen Energieeinsatzes und rund 90 Prozent der versorgerunabhängigen Stromerzeugung in Deutschland zusammen geschlossen.

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