EEG-Umlagesystem gescheitert - Bundesregierung muss neue Finanzierungswege finden!

(PresseBox) (Essen, ) "Die EEG-Belastung hat schon in diesem Jahr die Schmerzgrenze der Unternehmen überschritten. Was nun für 2011 kommt, zeigt: So kann es nicht weitergehen!" so kommentiert die Hauptgeschäftsführerin des VIK - der Interessenvertretung industrieller Energiekunden - Dr. Annette Loske, die heute veröffentlichte EEG-Umlage ab 1.1.2011 in Höhe von 35,30 €/MWh. "Schon für 2010 mussten wir eine Steigerung der EEG-Umlage um 70% auf 20,47 €/MWh hinnehmen. Nun kommt dasselbe für 2011 noch einmal in der gleichen Größenordnung hinzu. Das EEG-Umlagesystem ist damit offensichtlich gescheitert. Es sprengt den Rahmen der jemals prognostizierten EEG-Belastungen für alle Stromverbraucher. Zudem bleibt die Tendenz steigend, denn nach den Zielen des Energiekonzeptes muss sich die Strommenge aus Erneuerbaren Energien noch einmal verfünffachen. Das ist mit einer solchen Kostenbelastung nicht zu machen!"

Der VIK fordert daher eine Deckelung der EEG-Belastung deutlich unterhalb der für 2011 berechneten Höhe für alle Stromkunden und ein deutliches Umlenken bei dem EEG-Fördersystem insgesamt. Gleichzeitig muss die Härtefallregelung für besonders stromintensive Unternehmen erhalten bleiben, um die industrielle Basis am Standort Deutschland zu sichern. "Das Maß an Zusatzkosten auf das Produktionsgut Strom für diese Unternehmen im internationalen Wettbewerb ist mehr als ausgeschöpft", so Dr. Loske weiter.

Die Stromkunden bezahlen mehr als nur die EEG-Umlage für den Klimaschutz: Der CO2-Emissionshandel schlägt in jeder benötigten Kilowattstunde Strom bei den Unternehmen deutlich zu Buche. Die EEG-Zahlungen, die Ökosteuer und die Kosten der CO2-Selbstverpflichtung kommen hinzu. Das schaffe erhebliche Wettbewerbs­nachteile, denn so viel bezahle wohl keine andere Volkswirtschaft für den Klimaschutz.

"Wir bekennen uns deutlich zum Klimaschutz, und gerade die Industrie leistet dafür bereits den größten Beitrag! Aber wir dürfen bei dem großen Ziel, das wir verfolgen, nicht alle finanziellen Auswirkungen außer Acht lassen!", so Dr. Loske.

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