EEG-Anteil am Industriestrompreis steigt auf über 30 %

Tendenz weiter steigend

(PresseBox) (Essen, ) Die EEG-Belastung bedeutet in steigendem Maße eine Schwächung für deutsche Exportbranchen. Schon für Haushalte sind die Kosten aus dem EEG eine gewichtige zusätzliche Last. Im Industriestrompreis aber spielt die EEG-Umlage eine noch weit entscheidendere Rolle: Mit über 30 Prozent wird der EEG-Aufschlag einen typischen deutschen Industriestrompreis 2011 belasten! "Der börsenorientierte Strompreis entwickelt sich quer durch die EU inzwischen annähernd ähnlich. Steigerungen der Strompreise allein treffen damit auch viele der EU-Wettbewerber in vergleichbarer Weise. Der deutsche EEG-Aufschlag von 35,30 Euro/MWh dagegen ist in dieser Größenordnung einzigartig und deshalb besonders belastend und unmittelbar wettbewerbsschädlich für die Unternehmen", so die Hauptgeschäftsführerin des VIK, der Interessenvertretung industrieller Stromkunden, Dr. Annette Loske.

Der im Bild beispielhaft gezeigte Abnahmefall eines mittelständischen Unternehmens mit einem Strombedarf von 40 Mio. kWh im Jahr (z.B. ein Unternehmen aus der Metall-verarbeitung) zeigt einen Strompreis von 109,9 €/MWh. Davon macht die eigentliche Ware Strom 57 €/MWh aus. Der EEG-Aufschlag mit 35,30 €/MWh stellt eine Zusatzlast von mehr als 30 % dar.

Nur für die sehr stromintensiven Industrie-unternehmen ist die EEG-Zusatzbelastung begrenzt. "Diese Härtefallregelung beim EEG darf gerade angesichts der starken Steigerungen nicht angetastet werden! Für diese Unternehmen wäre sonst eine Zusatz-last gegeben, die von vielen nicht zu schultern wäre! Eine Deckelung der EEG-Belastung für alle anderen Stromkunden muss zusätzlich eingeführt werden, ansonsten wären wir bald bei einer Verdoppelung des Strompreises. Die kommenden EEG-Mehrkosten ab Januar 2011 sprechen zudem eine klare Sprache an die Politik: die gleichzeitige Steigerung der Ökosteuerbelastung muss tatsächlich von der politischen Agenda!", so Loske weiter.

VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V.

Der VIK ist seit über 60 Jahren die Interessenvertretung von energieintensiven Unternehmen aller Branchen, wie etwa Aluminium, Chemie, Glas, Papier, Stahl oder Zement. Er berät seine Mitglieder in allen Energieund energierelevanten Umweltfragen. Im VIK haben sich 80 Prozent des industriellen Energieeinsatzes in Deutschland zusammen geschlossen.

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