VBB-Qualitätsbilanz vorgestellt Qualitätseinbrüche bei der S-Bahn sind nicht neu

Nicht erst seit einigen Tagen hat die Qualität der S-Bahn spürbar nachgelassen. Das zeigt die heute vorgestellte VBB-Qualitätsbilanz 2008

(PresseBox) (Berlin, ) In dieser Woche sind die Qualitätsmängel bei der S-Bahn eskaliert:Sicherheitsvorschriften wurden nicht eingehalten, eine Vielzahl an Zügen musste aus dem Verkehr gezogen werden, den Fahrgästen stand nur ein stark eingeschränktes Angebot zur Verfügung.Doch die Ursachen wurden bereits in den Vorjahren gelegt: der rigide Sparkurs der Berliner S-Bahn hat zu massiven Einsparungen bei der Fahrzeugreserve, bei den Instandhaltungskapazitäten und im Service geführt. Vor allem die erheblichen Renditeerwartungen des Mutterkonzerns Deutsche Bahn AG gehören zu den Hauptgründen des Qualitätseinbruchs. 2007 und vor allem 2008 konnte die S-Bahn die ursprünglich gute Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit nicht halten.

Pünktlichkeit der S-Bahn

Die Pünktlichkeit hat sich im vergangenen Jahr weiter verschlechtert: von 93,4 Prozent in 2007 auf 92,7 Prozent in 2008 (1993 lag die Pünktlichkeit bei 97,2 Prozent). Das vertraglich vereinbarte Pünktlichkeitsniveau hat die S-Bahn in der Mehrzahl der Monate 2008 nicht eingehalten. Auch im Januar, April und Mai 2009 hat die S-Bahn die vertraglich vereinbarte Pünktlichkeit nicht erreicht.

Fahrgastinformation S-Bahn

Kunden erhielten auf den Bahnsteigen häufig keine Informationen zu aktuellen Störungen. Allein gelassen wurden die Kunden vom S-Bahn Unternehmen vor allem auf Bahnhöfen, auf denen es kein Aufsichtspersonal und "mobile" Mitarbeiter gab - und auf Bahnhöfen, die lediglich mit nicht ansteuerbaren Zugzielanzeiger oder Blechtafeln ausgestattet sind. Die mangelnde Information bei abweichendem Zugverkehr oder in überfüllten Zügen führte zu berechtigter öffentlicher Kritik und zu Forderungen, die vorherige Qualität schnellstmöglich wieder herzustellen.

Qualitätsniveau im Verbundgebiet

Mit Ausnahme der S-Bahn Berlin GmbH ist das Qualitätsniveau bei Bussen und Bahnen im Verbundgebiet auf stabil gutem Niveau.Im Schienenpersonenregionalverkehr sind Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Im Kundenurteil haben die privaten Anbieter von Verkehrsleistungen im Regionalverkehr (SPNV) wiederum die Nase vorn. Das beweist, dass auch privatwirtschaftlich organsierte Unternehmen kundenorientiert arbeiten und Befürchtungen, dass der Kunde im Regen stehen gelassen wird, seit Jahren nicht eingetreten sind.

Alles ist erreichbar:

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB)

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg umfasst als einziger Verkehrsverbund zwei ganze Bundesländer und ist damit der größte seiner Art in Deutschland, flächenmäßig auch in Europa. In seinem Gebiet leben knapp sechs Millionen Menschen.

Neben der Fortentwicklung des seit 1999 bestehenden einheitlichen Tarifsystems widmet sich der VBB der übergreifenden Planung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der Fahrgastinformation und einem entsprechenden Marketing. Im Auftrag der beiden Bundesländer plant, vergibt und überwacht er Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV).

Der Verkehrsverbund ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung(GmbH). Gesellschafter sind die beiden Bundesländer Berlin und Brandenburg sowie alle Landkreise und kreisfreien Städte im Land Brandenburg. Das wichtigste Entscheidungsgremium ist der Aufsichtsrat. Die Verkehrsunternehmen sind in einem Beirat vertreten.

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