Berliner S-Bahn Chefs abgelöst

VBB-Geschäftsführer Franz: "Austausch der Führungsebene reicht nicht aus, Philosophie der S-Bahn muss wieder zu Leistung und Qualität zurückfinden"

(PresseBox) (Berlin, ) Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg begrüßt, dass endlich Bewegung in die problematische Situation bei der S-Bahn GmbH gekommen ist. Allerdings reicht ein Personalwechsel in der Führungsspitze der S-Bahn allein nicht aus. Damit die Leistung wieder stimme, müsse auch ein inhaltlicher Wechsel stattfinden und die Qualität wieder in den Vordergrund rücken, sagt Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg: "Es muss zurückgekehrt werden, zu einer Philosophie, in der der Kunde wieder im Mittelpunkt steht, in der es einen anständigen Service gibt. Pünktlichkeit, Sicherheit und Sauberkeit müssen wieder die maßgeblichen Kriterien sein. Hier liegt die Verantwortung auch beim Mutterkonzern Deutsche Bahn. Zu lange lag das Hauptaugenmerk darauf, dass der DB-Konzern insgesamt zu einem international tätigen Logistikanbieter wird." Die S-Bahn habe im vergangenen Jahr überdurchschnittlich hohe Gewinne gemacht und 56 Millionen Euro an die Bahn abgeführt. Nun seien offenbar nicht genug Mittel vorhanden, um die Berliner S-Bahn anständig zu betreiben, so Franz.

"Es ist bedauerlich, dass die Berliner Fahrgäste erst dieses Chaos bei der S-Bahn durchstehen müssen, bevor die Verantwortlichen im DB-Konzern erkennen, dass es erhebliche Probleme im S-Bahnbetrieb gibt, die nicht über Nacht gekommen sind. Seit zwei Jahren beobachten wir den Niedergang der Qualität im SBahnbetrieb. In regelmäßigen Qualitätsgesprächen mit der SBahn haben wir immer wieder auf die Probleme hingewiesen, doch Lösungen wurden verzögert, im Gegenteil, die Situation hat sich immer weiter verschlechtert."

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