VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im Dezember 2011

Fasbender: "Beschäftigungsrekord nicht durch neue Anspruchshaltung verspielen" // 90.000 offene Stellen in Hessen

(PresseBox) (Frankfurt/ Main, ) Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember um 1.985 auf 169.246 Personen ist winterüblich und kein Anzeichen für einen Einbruch am Arbeitsmarkt. "Die Jahresbilanz 2011 am hessischen Arbeitsmarkt mit durchschnittlich 182.500 arbeitslosen Frauen und Männern und einem Beschäftigungsrekord von über 3 Millionen Erwerbstätigen ist Teil des 'German Jobmiracle'. Schon ein kurzer Blick über Deutschlands Grenzen kann jedem zeigen, wie wertvoll und bemerkenswert die Beschäftigungserfolge hierzulande sind. Ich sehe deshalb mit Sorge, dass Gewerkschaften, Sozialverbände und linke Politiker die Menschen ermuntern, auf ideale Arbeit zu warten, statt erst einmal einen weniger hoch bezahlten Job zu akzeptieren und sich daraus empor zu arbeiten. Die Folgen einer solchen Anspruchshaltung wären für Geringqualifizierte ebenso verheerend wie die populistische Forderung nach einem möglichst hohen staatlich festgesetzten Mindestlohn. Geringqualifizierte würden sich dadurch vielfach in Arbeitslosigkeit wiederfinden, statt in der gewünschten 'besseren' Arbeit", erklärte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). "Wir dürften die mit den Arbeitsmarktreformen hart erarbeiteten Beschäftigungserfolge jetzt nicht durch eine neue Anspruchshaltung verspielen, sondern sollten gemeinsam daran arbeiten, soweit möglich den Aufstieg in besser bezahlte Arbeit zu unterstützen"

Die Unternehmen hätten ein vitales Eigeninteresse daran, angesichts einer schrumpfenden Bevölkerung keine Arbeitskraft verloren zu geben. Möglichst viele Menschen in Arbeit zu bringen, entscheide aber auch über die Zukunft unseres Landes. Bund, Land und die meisten Kommunen lebten seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse und geben mehr Geld aus als sie einnehmen. Die Folge sei ein gigantischer Schuldenberg, den die öffentlichen Hände zum allergrößten Teil schon vor der Finanzkrise aufgetürmt hätten. "Weil schon heute eine Hälfte der Bevölkerung so gut wie keine Einkommensteuer zahlt und die andere Hälfte fast alles, lässt sich die Steuerschraube auch nicht bequem immer weiter anziehen, wie dies einige fordern. Fast jeder dritte in Deutschland erwirtschaftete Euro wird heute für Sozialleistungen ausgegeben. Die Antwort auf die Schuldenkrise kann deshalb nur mehr Arbeit und noch weniger Arbeitslosigkeit sein. Um dies zu erreichen, ist es klüger, an die erwiesenen Erfolge der Arbeitsmarktreformen anzuknüpfen als den Schalmeienklängen von Gewerkschaften zu vertrauen", sagte Fasbender.

Das Gesamtangebot an offenen Stellen in Hessen beläuft sich auf rund 90.000 und damit mehr als doppelt so viel, als Unternehmen über die Arbeitsagenturen suchen, weil mit Internet, Zeitung oder persönlichen Netzwerken auch zahlreiche andere Suchwege zur Verfügung stehen.

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