Fasbender: Hände weg von sogenannter Bürgerarbeit // 65.600 offene Stellen in Hessen

VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im Mai 2010

(PresseBox) (Frankfurt/ Main, ) Der hessische Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin erfreulich positiv. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Mai um 8.105 gegenüber dem Vormonat auf jetzt 200.136 Arbeitslose zurück. "Es wäre ein schwerer Fehler, jetzt nicht alle Anstrengungen auf die Vermittlung Langzeitarbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt zu konzentrieren, sondern die Kräfte für die Suche nach angeblich 'nicht Vermittelbaren' zu verzetteln, wie dies mit dem Modellprojekt 'Bürgerarbeit' des Bundesarbeitsministeriums geschehen soll. Hier werden Menschen durch öffentlich subventionierte Beschäftigung vom ersten Arbeitsmarkt weggeführt, wofür auch noch ein Milliardenbetrag ausgegeben werden soll. Ich fordere die Optionskommunen und die Arbeitsagenturen in Hessen auf, die Finger von diesem teuren Experiment zu lassen", sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

Mit "Bürgerarbeit" sollen Arbeitslosengeld-II-Bezieher nach einer sechsmonatigen Aktivierungsphase in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse mit regelmäßig 30 Wochenstunden bei einem Bruttolohn von 900 Euro vermittelt werden. "Niemand kann ausschließen, dass unter den über 130.000 Arbeitslosen im Arbeitslosengeld-II-Bezug in Hessen sich eine kleine Gruppe befindet, die nicht mehr in reguläre Beschäftigung vermittelbar ist. Aber jetzt kommt die Suche nach ihnen zur Unzeit. Angesichts der immer noch nicht ausreichend funktionierenden Aktivierung Langzeitarbeitsloser ist die Arbeitslosengeld-II-Verwaltung überhaupt nicht in der Lage, Einzelfälle zielgerichtet herauszusuchen. In Zeiten leerer öffentlicher Kassen ist allen am Besten damit geholfen, auf dieses Projekt ersatzlos zu verzichten. Nur so kann auch das hohe Risiko vermieden werden, dass mit teuer subventionierten Scheinarbeitsplätzen reguläre Arbeit verdrängt wird und es zu erheblichen Wettbewerbsbeeinträchtigungen kommt", erklärte Fasbender.

Hessenweit gibt es derzeit rund 65.600 offene Stellen am ersten Arbeitsmarkt, die jedoch nur zu rund 45 Prozent bei den Arbeitsagenturen gemeldet sind.

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