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Fachkongress Zuwanderung des Hessischen Integrations- und Europaministeriums

Fasbender: "Standortvorteil in der Mitte Europas nutzen! Offensiv um ausländische Fachkräfte werben."

(PresseBox) (Frankfurt/ Main, ) "In knapp 20 Jahren werden wir in Hessen eine halbe Million weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter haben. Wenn wir nicht massive Wohlstandsverluste hinnehmen wollen, müssen wir jetzt endlich die Abschottung unseres Arbeitsmarkts vor ausländischen Fachkräften überwinden und uns von der Illusion befreien, alle Welt warte nur darauf, bei uns arbeiten zu dürfen. Schon heute fehlen uns Fachkräfte auf allen Qualifikationsstufen: von der Pflegekraft über den Elektroinstallateur bis zum Ingenieur. Unsere Wirtschaft und Gesellschaft brauchen Menschen aller Qualifikationen und müssen sie offensiv umwerben, damit sie den Weg nach Hessen finden und nicht stattdessen in die USA oder nach Kanada gehen", sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) auf dem Fachkongress des Hessischen Ministeriums der Justiz, für Integration und Europa "Helle Köpfe für Hessen - gesteuerte Zuwanderung als Instrument der Fachkräftesicherung in Hessen".


Qualifizierte Zuwanderer seien eine Bereicherung, die durch ihre Arbeit Wohlstand schafften und für zusätzliche Arbeit sorgten. Sie seien gleichzeitig wertvolle Brückenbauer in ihre jeweiligen Herkunftsländer: und zwar in beide Richtungen. "Mit dem Flughafen Frankfurt ist Hessen das Tor zu Deutschland, mit der Messe und den Kongresszentren ein wichtiger europäischer Treffpunkt für die Welt und das Rhein-Main-Gebiet ist Standort nicht selten für Europazentralen vieler internationaler Unternehmen. "Hessen hat deshalb eine sehr gute Ausgangslage und einen besonderen Grund, die Chancen einer internationalisierten Arbeitswelt zu nutzen und sich für eine verstärkte Fachkräftezuwanderung einzusetzen", sagte Fasbender.

Die Metropolregion FrankfurtRheinMain zum weltoffensten Treffpunkt Europas zu machen sei die kühne Vision, in deren Zusammenhang Zuwanderung angemessen diskutiert werden müssen: "Wir haben schon eine starke internationale Stellung aber auch noch viel Potenzial, unsere Attraktivität weiter auszubauen: Das gelte schon für Hochschulabsolventen. Und das gelte noch mehr für Fach- und Führungskräfte, die jetzt schon vor allem in ländlicheren Räumen knapp würden. "Wenn uns in einzelnen Regionen Fachkräfte fehlen, sich uns aber aus Spanien, Griechenland und Italien gut ausgebildete Menschen als Arbeitskräfte anbieten, dann wären wir Hessen dumm, diesen europäischen Standortvorteil in der Mitte Europas nicht zu nutzen."

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