EMO Hannover 2005 erreicht Spitzenwerte

Zum Abschluss der EMO Hannover 2005: Internationalität topp / Geschäftserwartungen deutlich übertroffen / Aussteller und Besucher hoch zufrieden

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Die EMO Hannover hat 2005 ihre weltweite Führungsrolle weiter ausgebaut. Sie hat wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sie unbestritten der attraktivste Treffpunkt für die internationale Welt der Metallbearbeitung ist. Über 160 000 Fachbesucher aus 82 Ländern kamen zwischen dem 14. und 21. September an die Leine, um sich über die Neuheiten in der Fertigungstechnik zu informieren. 2 000 Aussteller aus 39 Ländern präsentierten in diesen Tagen ihre zukunftsweisenden Lösungen für die industrielle Produktion.

"Diese EMO hat die Erwartungen der Aussteller weit übertroffen", gab Dr. Detlev Elsinghorst, Generalkommissar der EMO Hannover 2005, anlässlich der Abschlusspressekonferenz zu Protokoll. "Schon am ersten Tag gerieten viele Aussteller ins Schwärmen angesichts der qualitativ hochwertigen Gespräche und des Ansturms von Besuchern aus aller Welt." Markus Kurringer von der Gebr. Heller Maschinenfabrik , Nürtingen, ergänzte: "Wir sind überrascht, denn wir hatten bereits vom ersten Tag an eine höhere Besucherzahl als erwartet. Mit diesem Interesse hatten wir gar nicht gerechnet."

Der Auslandsanteil der Fachbesucher lag mit 35 Prozent deutlich über der Vorveranstaltung 2001. Speziell aus Übersee kamen über 10 Prozent mehr Besucher, vor allem aus Asien und Nordamerika. Bemerkenswert besonders die erhebliche Zunahme der Besucher aus Japan und den USA. Darüber hinaus reisten die größten Besuchergruppen aus der Schweiz, Indien, Italien, Österreich, Belgien, Schweden, Spanien, den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien an.

In ausgezeichneter Stimmung bestätigten die meisten deutschen und internationalen Aussteller, dass diese EMO die beste Veranstaltung war, die sie bislang erlebt haben. Abhängig von ihren Zielen hoben sie unterschiedliche Aspekte hervor. Besonders betont wurde die herausragende Anzahl und Qualität der internationalen Besucher aus Europa und Übersee sowie die Zahl und Ernsthaftigkeit der konkreten Fachgespräche. Chris Pockett, Marketing Manager bei der englischen Firma Renishaw: "Die Kunden kommen aus aller Welt, um wirklich konstruktive, detaillierte Gespräche zu führen. Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um ernsthafte Kontakte, aus denen sich große Projekte entwickeln lassen."

"Viele Aussteller haben uns berichtet, dass sich die Zahl der Firmen mit ernsthaften Anfragen enorm ausgeweitet hat", erklärte Elsinghorst. In Einzelfällen wurde von einer Verdoppelung der Anfragen nach Angeboten und von konkreten Auftragsabschlüssen berichtet, obwohl die EMO nicht in erster Linie eine Verkaufsmesse ist.

Die Struktur der Fachbesucher bestätigte diese Einschätzung. 56 Prozent der Besucher waren Führungskräfte, 60 Prozent Entscheidungsträger, die in die Investitionsentscheidungen ihres Unternehmens eingebunden sind. Laut Besucherbefragung kam ein deutlich höherer Anteil an Besuchern mit konkreten Investitionsabsichten als 2001 nach Hannover. Das traf auch auf über die Hälfte der Kunden aus Übersee zu. Geplant sind demnach insbesondere Investitionen in die Bereiche Werkzeugmaschinen (47 Prozent), Präzisionswerkzeuge (15 Prozent), Messtechnik-/Qualitätssicherung (13 Prozent), Fertigungs-/Prozess-automation (11 Prozent), Weiterbildung (9 Prozent).

Neben Kompetenz und Qualität der Besucher war es für viele Aussteller wichtig, Präsenz auf dem internationalen Werkzeugmaschinenmarkt zu zeigen und neue Geschäftskontakte zu knüpfen. "Nicht alle kennen uns in der Branche. Deshalb ist die EMO der ideale Ort sich zu präsentieren", sagte Dr. Stephan Kohlsmann von Profiroll Technologies, Bad Düben. Besonders gut waren die Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobil- und Automobilzulieferindustrie repräsentiert. Diese drei Kundengruppen nehmen über 70 Prozent der Werkzeugmaschinenproduktion ab.

Neue Kontakte suchten auch die zahlreichen ausländischen Aussteller. Die 26 internationalen Verbände, die auf der EMO Hannover 2005 vertreten waren, äußerten sich stellvertretend für ihre Firmen sehr positiv. Insbesondere die Asiaten betonten, dass sie ihr Ziel, sich bei den internationalen Kunden aus Europa und speziell Osteuropa bekannt zu machen, voll erreicht haben.

In den Abnehmerbranchen wurde gute Stimmung und steigender Investitionsbedarf registriert. Erwin Linsmaier von der Walter AG, Tübingen: "Die meisten Branchen sehen sehr positiv in die Zukunft." Martin Engels von der DMG AG, Bielefeld, sekundierte: "Die Kunden kommen mit konkreten Anfragen und Projekten - wir spüren einen wirklichen Investitionsbedarf. Das Publikum ist außerordentlich international, und damit dokumentiert die EMO wieder einmal ihren Stellenwert." Die Aussteller versprechen sich von der EMO Hannover 2005 einen zusätzlichen Schub, auch für das Inlandsgeschäft. Ebenso bestätigte Dirk Hemscheid von der Yamazaki Mazak Deutschland GmbH in Göppingen: "Die Besucher hatten viele, sehr konkrete Anfragen. Wir konnten überproportional hohe Vertragsabschlüsse verzeichnen. Insgesamt sehen wir, dass wieder mehr Investitionsfreude am Markt herrscht, vor allem auch in Deutschland selbst." Enorm hoch gesteckt sind daher die Erwartungen an ein florierendes Nachmessegeschäft.

Die Besucher wollten sich vor allem über den aktuellen Stand der Technik informieren, um auf dieser Basis Investitionsentscheidungen treffen zu können. Besonders gefragt waren Angebote aus den Bereichen spanende Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeuge, umformende Werkzeugmaschinen und CAD-Systeme, aber auch Zubehör und Messtechnik. Nahezu alle Besucher beurteilten die Messe sehr positiv im Hinblick auf das internationale Angebot und die Präsenz der Marktführer. Ihr Urteil fasste John Farell von DE Tools Inc. aus Boston, USA, zusammen: Wer die Leitmesse der Metallbearbeitung verpasst, hat keinen Einblick in die Innovationen der Zukunft.

Neben den Exponaten der Aussteller unterstrich das Rahmenprogramm den Innovationscharakter der EMO. Zahlreiche Fachleute verfolgten zwei Tage lang Vorträge im Rahmen eines Symposiums über die Entwicklungen, die die Werkzeugmaschinen von morgen maßgeblich bestimmen werden. Diskutiert wurde über die Zukunft der Produktion sowie die Themen Mikro- und Präzisionsbearbeitung, Modularisierung, Automatisierung, Simulation und Optiierung.

Die Besucher interessierten sich insbesondere für die Themen Kostensenkung in der Fertigung, Erhöhung der Flexibilität und neue Bearbeitungsverfahren. Die zunehmende Integration verschiedener Fertigungstechnologien war ein ausgeprägter Trend auf der EMO Hannover. Wurden 2001 noch zwei Technologien miteinander verknüpft, so wurden 2005 Drehbearbeitungszentren vorgestellt, die mittels Drehen, Fräsen, Gewindeschneiden und Bohren bis zu fünf Maschinen ersetzen und die Bearbeitungszeit auf ein Zehntel senken. Rund um die Werkzeugmaschine haben neue Dienstleistungen die Marktreife erreicht. Beispielsweise unterstützen Simulationsverfahren die Maschinenentwicklung oder erlauben dem Anwender den Test und die Optimierung seiner Applikation bereits vor der Maschinenauslieferung. Sie stimmt bereits zu 95 Prozent mit dem späteren Verhalten der Maschine überein.

Über 8 500 Jugendliche haben sich im Rahmen der Sonderschau Jugend intensiv über Berufe im Maschinenbau informiert. Sie nutzten die Chance, Technik und Perspektiven der Fertigungstechnik auszuloten. Fabian Niehoff, Realschüler aus Neustadt, äußerte sich stellvertretend für viele Altersgenossen sehr anerkennend darüber, dass die Sonderschau Jugend Technik anschaulich präsentiert. Intensiv nutzte er wie viele andere Jugendliche die Möglichkeit, den Kontakt zu Ausstellern und Unternehmensvertretern herzustellen.

Die nächste EMO findet vom 12. bis 19. September 2007 wieder in Hannover statt.

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