ver.di schließt neuen Ausbildungstarifvertrag bei BCD Travel Germany GmbH ab

(PresseBox) (Berlin, ) Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat mit dem Marktführer der Geschäftsreisebranche BCD Travel Germany GmbH einen neuen Ausbildungstarifvertrag verhandelt und abgeschlossen.

Ab Januar 2012 werden die Ausbildungsbedingungen nun tariflich geregelt. Kernvereinbarung ist die Übernahmegarantie der Auszubildenden in unbefristete Vollzeitarbeitsverhältnisse und die Absenkung der Ausbildungszeit von 40 auf 38 Stunden pro Woche. Ebenfalls wird die Ausbildungsvergütung um vier Prozent erhöht, das Urlaubsgeld sogar um mehr als zehn Prozent. Notwendig wurde dies, nachdem das Unternehmen 2007 aus dem Arbeitgeberverband (Tarifgemeinschaft des Deutschen Reiseverbandes-DRV-T) ausgetreten war und eine Rückkehr ablehnte. Gleichzeitig stimmte BCD Travel Germany der Aufnahme von Haustarifverhandlungen zu.

"Die Gespräche und Verhandlungen fanden von Anfang an auf hohem sozialpartnerschaftlichen Niveau statt", betonte ver.di-Verhandlungsführerin Ute Kittel. "Das Ergebnis ist zukunftsweisend und macht deutlich, dass der Geschäftsreiseriese sich als Arbeitgeber positioniert, der nicht nur eine gute Ausbildung sichern möchte, sondern dem Nachwuchs auch im eigenen Unternehmen eine Perspektive bieten kann", so Kittel.

Der ab Januar gültige Ausbildungstarifvertrag ist im Vergleich zum Flächentarifvertrag in fast allen Punkten besser. Dass es keine Unterschiede mehr geben kann zwischen Ost und West, dass Ausbildungs- und Lehrmittel komplett vom Arbeitgeber zu tragen sind, dass es für die Mitarbeit in Tarifkommissionen bezahlte Freistellung geben muss - all diese Punkte sind nun auch tarifvertraglich gesichert.

Tarifverhandlungen seien nie einfach, sagte Kittel. Aber die Parteien seien mit großer Wertschätzung miteinander umgegangen und hätten die Argumente der Gegenseite bei der Suche nach guten Kompromissen aufmerksam geprüft. Dies habe bereits nach drei Verhandlungsrunden zu einem tragfähigen Abschluss für die Auszubildenden geführt.

Die Tarifverhandlungen für die mehr als 2.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden im Februar 2012 fortgesetzt.

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