Wettlauf von Technik und Zeit

Verbraucherzentrale Sachsen fordert einheitliche Standards

(PresseBox) (Leipzig, ) 3D für den Hausgebrauch schien lange eine Technologie, die beim Durchschnittsverbraucher nicht so richtig ankam. Da waren hohe Kosten für die Technik, die notwendige 3D-Brille und wenig Angebot an Inhalten. Das Kino liefert nun Inhalte für jeden Geschmack. Zahlreiche Verbraucher, die im Kino die Faszination von 3D-Filmen kennengelernt haben, wollen sich dieses spezielle Erlebnis nun doch ins heimische Wohnzimmer holen. Und natürlich soll der Bildschirm auch im mittlerweile gewohnten Full HD-Standard erleuchten.

Wenn dann die Neuanschaffung nicht den Erwartungen entspricht, ist die Verärgerung groß. So beklagen sich seit einiger Zeit immer wieder Verbraucher, dass bei Fernsehgeräten der Smart TV Serie LED D6000 der Firma Samsung die versprochene Wiedergabe von 3D in Full HD nicht dem Standard entspricht.

Mit Standards auf der einen Seite und Erwartungen auf der anderen Seite, ist es jedoch offensichtlich so eine Sache. Wie die Firma Samsung gegenüber der Verbraucherzentrale Sachsen ausführte, können Definitionen von 3D-Full-HD mangels anerkannter Industriestandards voneinander abweichen und man sei der Ansicht, dass der Fernseher die notwendige Definition erfüllt.

"Neben den offensichtlich dringend notwendigen einheitlichen und verbindlichen Standards für Unterhaltungselektronik sollten generell auch Label und Logos nur dann verwendet werden, wenn der Verbraucher damit klar definierte Erwartungen an die Qualität verbinden darf", fordert Friederike Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen. Es kann nicht sein, dass der Technikinteressierte ausbaden muss, dass die Entwicklung von Produkten schneller vorangeht als die Entwicklung von Normen. Ab einem bestimmten Punkt der technischen Komplexität ist es auch kaum noch zumutbar, dass sich der Verbraucher vor einem Kauf selbst informiert. "Hier müssen Industrie und Gesetzgeber geeignete Wege finden, damit sich der Käufer auf Standards, Symbole und Logos verlassen kann, auch wenn die technische Entwicklung rasant voranschreitet", fordert Wagner.

Dann wäre es für den Verbraucher auch einfacher, z. B. Gewährleistungsrechte geltend zu machen, wenn unproblematisch erkennbar ist, ob es sich überhaupt um einen Mangel handelt, wenn die Beschaffenheit abweicht.

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