Sparen für die Enkel

Verbraucherzentrale Sachsen berät Großeltern

(PresseBox) (Leipzig, ) Die ersten Kinder des Jahres 2012 haben das Licht der Welt erblickt. Oft denken Oma und Opa dann daran, fortan regelmäßig etwas Geld für die Enkelkinder zurückzulegen, damit diese mit Vollendung des 18. Lebensjahres nicht mit leeren Händen dastehen. Das freut auch Banken, Sparkassen und Versicherungsgesellschaften. Sie bieten den Verwandten dafür verschiedene Produkte an - doch aus Verbrauchersicht sind bei weitem nicht alle Angebote sinnvoll. Die Verbraucherzentrale Sachsen informiert deshalb Großeltern, damit diese die richtigen Entscheidungen treffen können. In den Beratungseinrichtungen gibt es dazu ein neues, kostenfreies Faltblatt.

Vor einer Produktauswahl sollten sich die Großeltern entscheiden, ob sie den Sparvertrag im eigenen Namen führen möchten oder dieser gleich auf den Enkel geschrieben werden soll. Letztere Variante bedarf der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter des Kindes, also in der Regel beider Elternteile. Dann kann es allerdings dazu kommen, dass die Eltern vorzeitig und entgegen dem Willen der Großeltern über das Geld verfügen. "Denkbar ist zum Beispiel, dass von Mutter und Vater wegen eigener Finanznot das ihnen übergebene Sparbuch leer geräumt wird", schildert Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen einen realistischen Fall. Zwar ist das minderjährige Kind Gläubiger der Spareinlage, doch bis zu dessen Volljährigkeit sind eben die Eltern über das Konto uneingeschränkt verfügungsberechtigt. "Wollen Oma und Opa einen vorzeitigen Verbrauch durch die Eltern verhindern, sollten sie das Sparbuch nicht aus der Hand geben", rät Heyer. Zudem behalten sie sich damit selbst noch Verfügungen über das Sparguthaben vor.

Ist die Entscheidung über die Vertragsgestaltung getroffen, folgt die Produktauswahl. Klassische Sparbücher mit Zinsen unter der aktuellen Inflationsrate sind nicht attraktiv. Aus Sicht der Verbraucherzentrale Sachsen sollte auch auf die gern angebotenen Mischformen, bestehend aus Versicherung und Geldanlage verzichtet werden. Darunter fallen so genannte "Enkelpolicen". Mit diesen sollen die Kinder beispielsweise einerseits vor Risiken, wie z. B. Unfällen geschützt und andererseits soll mit diesem Vertrag auch gleich noch Geld angespart werden. "Das Ansinnen ist zwar gut, wird aber in einem solchen Vertrag grundsätzlich schlecht umgesetzt", bewertet Heyer, "denn oft ist hierbei der Risikoschutz nicht ausreichend und der Sparvertrag bringt nur eine geringe Rendite". Besser ist es, eine Kinderinvaliditätsversicherung separat abzuschließen und extra noch einen Sparvertrag zu bedienen. Dabei kommen für sicherheitsorientierte Verbraucher Banksparpläne in Betracht.

Sinnvoll kann es auch sein, Geld erst einmal kurzfristig zu parken und bei steigenden Zinsen umzuschichten. Risikobereitere Anleger schauen sich nach kostengünstigen Fondssparplänen um.

Über günstige Angebote in den jeweiligen Bereichen kann man sich bei der Verbraucherzentrale Sachsen beraten lassen.

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