Geschenktem Gaul schaut man besser doch ins Maul

Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor Spam-Mails aus Osteuropa

(PresseBox) (Leipzig, ) Geld scheffeln ganz nebenbei. Das versprechen zahllose so genannte Spam-Mails. Die Versprechen sind so vielfältig wie die dahinter stehenden Geschichten. So solle man aus einem gewaltigen Erbe von über 15 Millionen Britischer Pfund 30 Prozent behalten können oder bekäme von Überweisungen zwischen 3000 € und 20.000 € jedes Mal 8 Prozent als Aufwandsentschädigung. Wofür? Angeblich dafür, dass man sein Konto humanitären oder geschäftlichen Zwecken zur Verfügung stellt und Überweisungen vornimmt oder zulässt. Um sich als Transaktionspartner zu qualifizieren, soll man nur einen Link anklicken, eine E-Mail schreiben oder ein "paar" Daten wie Name, Bildung, Adresse, Telefonnummer und Alter übermitteln.

Geschenke des Internet-Himmels in Zeiten klammer Kassen?

Geldwäsche, Datenhandel und Verbreitung von Schadprogrammen sind wohl eher der reale Hintergrund. Bei den immensen Beträgen, die für scheinbar keine oder nur geringe Aktivitäten angeboten werden, sollte man in Zeiten, in denen niemand etwas zu verschenken hat, hellhörig werden. Man sollte auch stutzig werden, wenn die Nachricht keine persönliche Anrede enthält, obwohl man doch als vertrauensvoller Geschäftspartner auserwählt wurde. "Und spätestens beim Abfragen der persönlichen Daten sollte man dann merken, dass etwas faul ist", informiert Friederike Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen. "Nicht einmal der Aufforderung, eine einfache E-Mail an eine angegebene Adresse zu schicken, sollte nachgekommen werden."

Das wirklich etwas verdient werden kann, ist zu bezweifeln. Vielmehr ist davon auszugehen, dass man teures Lehrgeld bezahlt, wenn man auf die Angebote reagiert. Nach einer Antwort ist klar, dass die E-Mail-Adresse in Benutzung ist und weitere Werbung zur Kenntnis genommen werden kann. Bereits dieser Fakt ist für Datenhändler bares Geld wert. Mit übermittelten persönlichen Daten kann schwunghafter Handel getrieben werden und unerwünschte Werbung kann dann auf allen möglichen Kommunikationswegen in die heimische Privatsphäre eindringen. Auch die Gefahr, sich Schadprogramme auf den heimischen PC zu ziehen, ist nicht zu unterschätzen. Zum Beispiel mit Hilfe von Trojanern könnten dann noch Informationen ausgespäht und zu Lasten des Verbrauchers verwendet werden.

Spam-Mails sollten daher mit Hilfe eines gut eingestellten Spam-Filters gleich im betreffenden Ordner landen, nicht geöffnet und schon gleich gar nicht beantwortet werden.

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