- Pressemitteilung BoxID 518914
Konstant hohe Ausbildungszahlen reichen nicht für eine wachsende Branche
Mitgliederversammlung des GaLaBau NRW: Erneut mehr Fachunternehmen im Verband / Zahlreiche Ehrungen
(PresseBox) (Münster-Wolbeck, )
Im vergangenen Jahr hat der Garten- und Landschaftsbau in Nordrhein-Westfalen als Branche rund 1,7 Milliarden Euro umgesetzt - ein Plus von etwa zehn Prozent. Präsident Hans Christian Leonhards betonte bei der Mitgliederversammlung des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen im Gartenbauzentrum Münster Wolbeck denn auch zuversichtlich, dass der Aufwärtstrend insbesondere für die Fachunternehmen anhält.
Eine Bremse für künftiges Wachstum sieht der Präsident des Landesverbandes NRW derzeit vor allem im steigenden Bedarf an Fach- und Führungskräften. "Im Ausbildungsbereich müssen wir daher unsere Anstrengungen weiter erhöhen." Ein "sehr guter Schritt" sei das Projekt "Praktikanten aus Osteuropa" gewesen. Wenn sich zeigt, dass so etwas ein geeignetes Mittel zur Nachwuchssicherung darstellt, kann seinen Worten zufolge auch erwogen werden, Gartenbauschüler aus Italien, Spanien und Portugal für eine Tätigkeit in deutschen Fachunternehmen anzusprechen. Hinsichtlich des ebenfalls zunehmenden Führungskräftemangels appellierte Hans Christian Leonhards an die Unternehmen, geeignete Fachkräfte dazu zu ermuntern, die Weiterbildungsangebote zu nutzen - beispielsweise der Landwirtschaftskammer NRW.
Deren Direktor Dr. Martin Berges machte deutlich, dass es schon eine besondere Leistung des GaLaBau-Verbandes in NRW ist, die Ausbildungszahlen in den vergangenen Jahren auf konstant hohem Niveau gehalten zu haben. Für eine wachsende Branche reiche dies aber auf Dauer nicht aus. Ein besonderes Lob zollte er der Nachwuchswerbung der Landschaftsgärtner, die bislang zu steigenden Azubi-Zahlen geführt hat. Bundesweit einmalig ist aus seiner Sicht ebenfalls der Nachwuchswettbewerb NRW-GaLaBau-Cup - sowohl in seiner Größe mit mehr als 200 Teilnehmern als auch bei den Leistungsanforderungen.
In anderer Hinsicht darf sich der Verband ebenfalls über ein gestiegenes Interesse freuen: Er zählt inzwischen mehr als 1.100 Mitglieder. Davon 904 GaLaBau-Fachunternehmen (Vorjahr: 893) und rund 200 außerordentliche Mitglieder wie Senioren- und Ehrenmitglieder sowie Fördermitgliedschaften von Herstellern und Dienstleistern für den GaLaBau. Präsident Hans Christian Leonhards erinnerte die etwa 170 anwesenden Mitglieder daran, in den inzwischen flächendeckend vorhandenen Bezirksverbänden mitzuwirken und dazu beizutragen, die Wahrnehmung der Branche in der Öffentlichkeit zu stärken. Die Verbandsgeschäftsstelle in Oberhausen steht dazu bereit, Aktionen in den Bezirksverbänden konzeptionell und materiell zu unterstützen.
Dies war für Erich Hiller, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, ein passendes Stichwort, in seinem "Bericht aus Bad Honnef" darauf hinzuweisen, dass vor zehn Jahren die bundesweite Image- und PR-Kampagne begonnen worden ist. Darauf führte er zurück: "Grün ist ohne Frage im Trend." Und: "Das Privatkundengeschäft hat sich noch viel besser entwickelt als wir das damals gehofft haben."
Auch bei der diesjährigen Mitgliederversammlung waren Wahlen durchzuführen - für drei der elf Sitze im Präsidium. Erfolgreich der Wiederwahl stellten sich Thomas Kramer (Olpe) und Margareta Kulmann-Rohkemper (Marl). Neu ins Präsidium gewählt wurde Markus Schwarz (Greven). Darüber hinaus gehören dem Präsidium weiterhin der Präsident Hans Christian Leonhards (Wuppertal), die Vizepräsidenten Josef Mennigmann (Hamm) und Peter Knappmann (Essen) sowie Thomas Banzhaf (Essen), August Forster (Bonn), Arnd Meyers (Krefeld), Ludwig Scheidtmann (Marl) und Reinhard Schulze Tertilt (Everswinkel) an.
Ferner wurde die diesjährige Mitgliederversammlung dazu genutzt, Fachunternehmen für eine langjährige Verbandstreue auszuzeichnen: Für eine 50 Jahre währende Verbandszugehörigkeit wurden die Fachunternehmen Karl Beemelmans (Goch), Nohl GmbH (Reichshof), Storsberg GmbH (Solingen), Werner Witte KG (Krefeld) und die Zahn KG (Köln) mit einem Signum in Ruhrsandstein geehrt. Für eine 25-Jährige Mitgliedschaft ehrte Hans Christian Leonhards die Fachunternehmen M. Dirks GmbH & Co. KG (Havixbeck), Kahleis GmbH (Gütersloh), Odendahl und Partner GmbH (Lippstadt), LBN Landschaftsbau GmbH (Mönchengladbach) sowie die Vishers GmbH (Düsseldorf) mit einem Signum aus Edelstahl.
Etwas Besonderes gab es im letzten Teil der diesjährigen Mitgliederversammlung. Zum einen wurden drei Unternehmer zu Ehrenmitgliedern ernannt: der letzte Präsident des früheren GaLaBau-Landesverbandes Westfalen-Lippe und spätere Vizepräsident des Landesverbandes NRW Lothar Johanning (Minden), der frühere Präsident des Bundesverbandes Werner Küsters (Neuss) sowie Josef Pötter (Gronau), der sowohl auf Landes- wie auch Bundesebene als Präsident beziehungsweise Präsidiumsmitglied viele Jahre ehrenamtlich aktiv war.
Zum anderen sorgte Verbands-Geschäftsführer Michael Gotschika für einen emotionsgeladenen Ausklang. In der Weiterentwicklung seiner oft gesagten Worte "Guten Tag - mein Name ist Michael Gotschika. Ich bin Landschaftsgärtner" berichtete er anhand vieler Bilder und Anekdoten von schönen und weniger schönen Momenten seiner 35-jährigen Tätigkeit für den Verband, die im Oktober endet. Zwischendurch versteigerte er "Benni Biber" und andere Gegenstände aus seinem Büro gegen Spenden für den Verein "Gärtner in die Welt (GidW)", der vor fast 25 Jahren im Rheinland gegründet worden ist. So brachte ein Weihnachtsbiber von 1994 beispielsweise 70 Euro Spende ein. Die Mitglieder des GaLaBau NRW sowie angereiste Weggefährten dankten Michael Gotschika für seinen zweieinhalb Stunden währenden persönlichen Rückblick nicht nur mit der Ersteigerung zahlreicher Biber, sondern auch mit lang anhaltenden "standing ovations".
Eine Bremse für künftiges Wachstum sieht der Präsident des Landesverbandes NRW derzeit vor allem im steigenden Bedarf an Fach- und Führungskräften. "Im Ausbildungsbereich müssen wir daher unsere Anstrengungen weiter erhöhen." Ein "sehr guter Schritt" sei das Projekt "Praktikanten aus Osteuropa" gewesen. Wenn sich zeigt, dass so etwas ein geeignetes Mittel zur Nachwuchssicherung darstellt, kann seinen Worten zufolge auch erwogen werden, Gartenbauschüler aus Italien, Spanien und Portugal für eine Tätigkeit in deutschen Fachunternehmen anzusprechen. Hinsichtlich des ebenfalls zunehmenden Führungskräftemangels appellierte Hans Christian Leonhards an die Unternehmen, geeignete Fachkräfte dazu zu ermuntern, die Weiterbildungsangebote zu nutzen - beispielsweise der Landwirtschaftskammer NRW.
Deren Direktor Dr. Martin Berges machte deutlich, dass es schon eine besondere Leistung des GaLaBau-Verbandes in NRW ist, die Ausbildungszahlen in den vergangenen Jahren auf konstant hohem Niveau gehalten zu haben. Für eine wachsende Branche reiche dies aber auf Dauer nicht aus. Ein besonderes Lob zollte er der Nachwuchswerbung der Landschaftsgärtner, die bislang zu steigenden Azubi-Zahlen geführt hat. Bundesweit einmalig ist aus seiner Sicht ebenfalls der Nachwuchswettbewerb NRW-GaLaBau-Cup - sowohl in seiner Größe mit mehr als 200 Teilnehmern als auch bei den Leistungsanforderungen.
In anderer Hinsicht darf sich der Verband ebenfalls über ein gestiegenes Interesse freuen: Er zählt inzwischen mehr als 1.100 Mitglieder. Davon 904 GaLaBau-Fachunternehmen (Vorjahr: 893) und rund 200 außerordentliche Mitglieder wie Senioren- und Ehrenmitglieder sowie Fördermitgliedschaften von Herstellern und Dienstleistern für den GaLaBau. Präsident Hans Christian Leonhards erinnerte die etwa 170 anwesenden Mitglieder daran, in den inzwischen flächendeckend vorhandenen Bezirksverbänden mitzuwirken und dazu beizutragen, die Wahrnehmung der Branche in der Öffentlichkeit zu stärken. Die Verbandsgeschäftsstelle in Oberhausen steht dazu bereit, Aktionen in den Bezirksverbänden konzeptionell und materiell zu unterstützen.
Dies war für Erich Hiller, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, ein passendes Stichwort, in seinem "Bericht aus Bad Honnef" darauf hinzuweisen, dass vor zehn Jahren die bundesweite Image- und PR-Kampagne begonnen worden ist. Darauf führte er zurück: "Grün ist ohne Frage im Trend." Und: "Das Privatkundengeschäft hat sich noch viel besser entwickelt als wir das damals gehofft haben."
Auch bei der diesjährigen Mitgliederversammlung waren Wahlen durchzuführen - für drei der elf Sitze im Präsidium. Erfolgreich der Wiederwahl stellten sich Thomas Kramer (Olpe) und Margareta Kulmann-Rohkemper (Marl). Neu ins Präsidium gewählt wurde Markus Schwarz (Greven). Darüber hinaus gehören dem Präsidium weiterhin der Präsident Hans Christian Leonhards (Wuppertal), die Vizepräsidenten Josef Mennigmann (Hamm) und Peter Knappmann (Essen) sowie Thomas Banzhaf (Essen), August Forster (Bonn), Arnd Meyers (Krefeld), Ludwig Scheidtmann (Marl) und Reinhard Schulze Tertilt (Everswinkel) an.
Ferner wurde die diesjährige Mitgliederversammlung dazu genutzt, Fachunternehmen für eine langjährige Verbandstreue auszuzeichnen: Für eine 50 Jahre währende Verbandszugehörigkeit wurden die Fachunternehmen Karl Beemelmans (Goch), Nohl GmbH (Reichshof), Storsberg GmbH (Solingen), Werner Witte KG (Krefeld) und die Zahn KG (Köln) mit einem Signum in Ruhrsandstein geehrt. Für eine 25-Jährige Mitgliedschaft ehrte Hans Christian Leonhards die Fachunternehmen M. Dirks GmbH & Co. KG (Havixbeck), Kahleis GmbH (Gütersloh), Odendahl und Partner GmbH (Lippstadt), LBN Landschaftsbau GmbH (Mönchengladbach) sowie die Vishers GmbH (Düsseldorf) mit einem Signum aus Edelstahl.
Etwas Besonderes gab es im letzten Teil der diesjährigen Mitgliederversammlung. Zum einen wurden drei Unternehmer zu Ehrenmitgliedern ernannt: der letzte Präsident des früheren GaLaBau-Landesverbandes Westfalen-Lippe und spätere Vizepräsident des Landesverbandes NRW Lothar Johanning (Minden), der frühere Präsident des Bundesverbandes Werner Küsters (Neuss) sowie Josef Pötter (Gronau), der sowohl auf Landes- wie auch Bundesebene als Präsident beziehungsweise Präsidiumsmitglied viele Jahre ehrenamtlich aktiv war.
Zum anderen sorgte Verbands-Geschäftsführer Michael Gotschika für einen emotionsgeladenen Ausklang. In der Weiterentwicklung seiner oft gesagten Worte "Guten Tag - mein Name ist Michael Gotschika. Ich bin Landschaftsgärtner" berichtete er anhand vieler Bilder und Anekdoten von schönen und weniger schönen Momenten seiner 35-jährigen Tätigkeit für den Verband, die im Oktober endet. Zwischendurch versteigerte er "Benni Biber" und andere Gegenstände aus seinem Büro gegen Spenden für den Verein "Gärtner in die Welt (GidW)", der vor fast 25 Jahren im Rheinland gegründet worden ist. So brachte ein Weihnachtsbiber von 1994 beispielsweise 70 Euro Spende ein. Die Mitglieder des GaLaBau NRW sowie angereiste Weggefährten dankten Michael Gotschika für seinen zweieinhalb Stunden währenden persönlichen Rückblick nicht nur mit der Ersteigerung zahlreicher Biber, sondern auch mit lang anhaltenden "standing ovations".
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