Innovationsnetzwerk INEZ: Ein Meilenstein für Kompetenztransfer - und für die Energiewende

Versorgerverband VfEW stellt einzigartige internetbasierte Plattform vor

(PresseBox) (Stuttgart, ) Die Energiewende ist ein gesamtgesellschaftliches Thema von überragender Bedeutung. Deswegen haben sich in Baden-Württemberg unter Federführung des VfEW, Verband für Energie- und Wasserwirtschaft, Unternehmen der Energiewirtschaft, Industrie, Forschung und Politik zusammengetan und das Innovationsnetzwerk INEZ entwickelt. "Die Plattform ist ein Meilenstein in der Zusammenarbeit für die Energiewende", so Rudolf Kastner, Präsident des VfEW, heute bei der Live-Schaltung der Internet-Plattform vor der Presse in Stuttgart.

Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll die Energiewende gelingen und die bundes- und landesweite Energieinfrastruktur zu großen Teilen umgebaut sein. Das ist ein knapp kalkulierter Zeitplan, der aber durchaus zu bewältigen ist, wenn die geballte Energiekompetenz in Baden-Württemberg und in Deutschland sich regelmäßig austauscht und partnerschaftlich nach dem Prinzip "Open Innovation" zusammenarbeitet. "Deswegen holt INEZ alle Experten mit ins Boot. Denn was wäre die Wirtschaft ohne Impulse aus der Forschung und was wären die Institute ohne die Unterstützung der Unternehmen? Außerdem wird künftig die parteiübergreifende Unterstützung aus der Politik nötiger denn je sein", sagte VfEW-Präsident Rudolf Kastner heute in Stuttgart.

Kastner: "Über die internetbasierte Plattform INEZ kann die Kommunikation beschleunigt und können zügige Symbiosen zwischen den einzelnen Bereichen geschaffen werden." Das sind zwei Grundvoraussetzungen dafür, dass die Umsetzung der Energiewende in Zukunft schneller voran getrieben werden kann. Bereits zum Start von INEZ sind 13 ehrgeizige und zukunftsweisende Projekte online abrufbar. So entsteht eine Kommunikationsplattform, die gleichermaßen Experten, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger anspricht.

Für eine nachhaltige Energieversorgung startet INEZ bereits mit unterschiedlichen Gemeinschaftsprojekten, deren Leitmotive Umweltfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit, Verbraucherfreundlichkeit und Versorgungssicherheit sind. So erforscht das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) das Potenzial der Brennstoffzellen für verschiedene Anwendungen. In Zukunft könnten Brennstoffzellen sauberen Strom produzieren - das KIT möchte dazu beitragen, die Kosten der Batterien zu senken und ihre Lebensdauer zu steigern.

Auch die Modernisierung der Netze ist Gegenstand eines Projektes. Gemeinsam mit SAP Walldorf und Systemplan Durmersheim initiiert die EnBW AG das Projekt "MeRegio", das in zwei Modellregionen dezentrale Energieerzeuger, Verbraucher und Stromspeicher über Datenleitungen vernetzt und damit die Stromerzeugung der Zukunft erprobt. Das Ziel: Durch intelligente Zusammenarbeit soll die steigende Zahl dezentraler, erneuerbarer Energiequellen grundlastfähig gemacht und ins Netz integriert werden.

Die Schirmherrschaft für das bundesweit einmalige Projekt hat der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller übernommen. "Nach dem im letzten Jahr beschlossenen Ausstieg aus der Kernkraft und dem Abschalten von zwei von insgesamt vier Atomkraftwerken in Baden-Württemberg stehen wir bereits mitten im Umbau unserer Energieversorgung. Sowohl im süddeutschen Raum, nicht zuletzt aufgrund der dort bislang vorherrschenden Dominanz der Kernenergie bei der Stromerzeugung, als auch bundes- und europaweit sind mit diesem Umbau zahlreiche und zum Teil überaus komplexe Handlungsfelder verbunden. Um die vielschichtigen Fragestellungen beispielsweise in den Bereichen Strom- und Wärmeerzeugung, Transportnetze, Energiespeicherung, Energieeffizienz oder Energieeinsparung erfolgreich bewältigen zu können, müssen die vielfältigen Zusammenhänge, also die Vernetzung der jeweiligen Felder, erkannt und in konkrete Lösungen einbezogen werden." Ein teilnehmeroffenes Innovationsnetzwerk auf Basis einer Internet-Plattform könne für das erforderliche konstruktive Miteinander von Energiewirtschaft, Forschung und auch Energiepolitik hierbei einen wichtigen Beitrag leisten, zeigte sich Minister Untersteller überzeugt. "Ich begrüße deshalb diese Initiative des VfEW ausdrücklich und begleite diese auch gerne als Schirmherr."

http://inez.de

Verband für Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg e.V.

Der Verband für Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (VfEW) vertritt mit seinen über 260 Mitgliedsunternehmen nahezu alle Energie- und Wasserversorgungsunternehmen und versteht sich als deren Sprachrohr in Baden-Württemberg. Er ist gleichzeitig Landesorganisation des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW). Der BDEW vertritt als Spitzenverband der Energie- und Wasserwirtschaft die Interessen seiner rund 1.800 Mitgliedsunternehmen auf Bundesebene.

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