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Ausbau erneuerbarer Energien: VfEW appelliert an Kooperationen mit regionalen Netzbetreibern

Tag der erneuerbaren Energien / Verband mahnt Zusammenarbeit an

(PresseBox) (Stuttgart, ) Anlässlich des Tages der erneuerbaren Energien am morgigen 28. April thematisiert der baden-württembergische Verband für Energie- und Wasserwirtschaft (VfEW) die Zusammenarbeit in der Energiewende. "Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion soll bis 2020 nahezu verdoppelt werden. Damit dieses ambitionierte energiepolitische Ziel auch erreicht wird, müssen Anlagenbetreiber, Stadtwerke, Energieversorger und Netzbetreiber unbedingt enger zusammenarbeiten", lautet der Appell von Rudolf Kastner, Präsident des Branchenverbandes VfEW. "In der Festlegung für Windkraft-Vorranggebiete ist die Problematik aktuell deutlich zu beobachten - hier werden die regionalen Netzbetreiber im Planungsprozess zwischen Städten, Gemeinden und Regionalverbänden noch nicht ausreichend berücksichtigt und konsultiert."


Grüner Strom erobert den Markt. Bundesweit ist im Jahr 2011 der Anteil der erneuerbaren Energien aktuellen Schätzungen zufolge auf rund 20 Prozent gestiegen. Der Gewinner in der deutschen Bilanz: Die Windkraft mit acht Prozent. Anders sieht es in Baden-Württemberg aus, wo sich mit einem Anteil von knapp 17 Prozent die erneuerbaren Energien zwar ebenfalls auf dem Vormarsch befinden, die Windenergie trotz ihres großen Potenzials jedoch noch weit hinter dem bundesweiten Vergleich herhinkt und im vergangenen Jahr nur knapp ein Prozent zur Bruttostromerzeugung beisteuerte. Für den Fortschritt der Windkraft war es essentiell, dass die Landesregierung mit Erlass des neuen Landesplanungsgesetzes den Weg für den Onshore-Ausbau in Baden- Württemberg geebnet hat. "Allerdings ist damit die Arbeit noch nicht getan. Städte und Gemeinden kooperieren mit den Regionalverbänden - das ist eine wichtige Basis dafür, dass einer Verspargelung der Landschaft vorgebeugt wird. Im Hinblick auf die Standortwahl für Windkraftanlagen werden Netzbetreiber aber noch nicht mit an den Tisch geholt. Das ist ein Problem", so Kastner. Der Verband verweist deswegen auf die Dringlichkeit, dass regionale Netzbetreiber frühzeitig in den Planungsprozess eingebunden werden.

Für die Zukunft sieht der VfEW, der 230 Energie- und Wasserversorger in Baden-Württemberg vertritt, auch besonderes Potenzial in anderen regenerativen Energieträgern. "Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse sind gleichermaßen bedeutende Säulen der Energiewende", betont Kastner. "In der Windkraftdiskussion darf nicht außer Acht gelassen werden, dass auch der Ausbau anderer Versorgungsalternativen in Angriff genommen werden muss." Da es auf dieser Ebene ebenfalls viele kleine, dezentral organisierte Anlagen gibt, verweist der Verband auch hier darauf, dass künftig Anlagenbetreiber, Stadtwerke, Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber besser miteinander verzahnt werden müssen. Kastner: "Anlagenbetreiber können sich durch gezielte Kooperationen die Arbeit erleichtern, auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und sich Unterstützung bei Stadtwerken und Energieversorgern holen." Letztlich sei es auf dem Weg zu einer dezentralen Versorgerstruktur unabdingbar, dass im Sinne der Versorgungssicherheit das Zusammenspiel zwischen den vielen kleineren Anlagen, Stadtwerken, Energieversorgungsunternehmen und den regionalen Netzbetreibern reibungslos funktioniert.

Über den Verband für Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg e.V.

Der Verband für Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (VfEW) vertritt mit seinen über 230 Mitgliedsunternehmen nahezu alle Energie- und Wasserversorgungsunternehmen und versteht sich als deren Sprachrohr in Baden-Württemberg. Er ist gleichzeitig Landesorganisation des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW). Der BDEW vertritt als Spitzenverband der Energie- und Wasserwirtschaft die Interessen seiner rund 1.800 Mitgliedsunternehmen auf Bundesebene.

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