Länder- und Exportrisiken in Europa 2011/12

Deutsche Exportwirtschaft: Optimismus für 2012 / Ost-Europa-Expansion erfordert Erfahrung

(PresseBox) (Neuss, ) Das Exportgeschäft ist auch 2012 ein außerordentlich wichtiger Erfolgsbaustein für die deutsche Wirtschaft. Das zeigt eine aktuelle Creditreform-Studie, für die rund 1.200 exportorientierte deutsche Unternehmen zur Bedeutung des Außenhandels befragt wurden. Trotz der sich verschlechternden konjunkturellen Stimmungslage ist die Exportwirtschaft optimistisch, im kommenden Jahr weitere Steigerungen zu erreichen. Die überwiegende Mehrheit der befragten Exporteure (57,4 Prozent) plant, den Exportanteil am Umsatz auszuweiten.

Großes Steigerungspotenzial sehen die deutschen Unternehmen im Osten Europas. 18,7 Prozent der befragten Exporteure wollen im kommenden Jahr Geschäftsbeziehungen in die Region Russland/Ukraine aufnehmen. Ebenfalls hoch im Kurs stehen die Länder Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Bosnien. Den Weg nach Osteuropa wollen vor allem exportorientierte Unternehmen mit langjähriger Auslandserfahrung beschreiten, da die Bearbeitung der osteuropäischen Märkte eine gewisse Erfahrung, Expertise und Vertrautheit mit den dortigen Gepflogenheiten erfordert.

Jüngere und noch unerfahrenere Exportfirmen sind in der Zielregion Osteuropas vorsichtiger. Unternehmen, die noch keine längeren Auslandserfahrungen vorweisen können, wollen sich verstärkt in den Euroländern wie den Benelux-Staaten, Frankreich, Österreich und den Ländern Skandinaviens engagieren. Für Dynamik im Außenhandel dürften 2012 neue interessante Auslandsmärkte wie die Türkei sorgen. So wollen 15,8 Prozent der deutschen Exporteure ihre Exportlandkarte um den Bosporus erweitern.

Eurokrise belastet Export - Zahlungsverzögerungen nehmen zu

Allerdings bemerken die befragten Exportunternehmen auch, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise viele Länder Europas noch immer fest im Griff hat. Das Zahlungsverhalten der Abnehmer ist entsprechend beeinträchtigt. Die geplante Ausweitung der Geschäftsbeziehungen und die Expansion in neue Zielmärkte sind daher mit Risiken verbunden.

Verschlechtert hat sich die Situation vor allem in den Euro-Krisen-Staaten Italien, Spanien und Portugal, aber auch in Frankreich und Benelux. Bei Geschäften mit Kunden in diesen Ländern müssen längere Zahlungsfristen einkalkuliert werden. Auch in Österreich, der Schweiz und in Skandinavien - die bisher als Musterbeispiel für eine gute Zahlungsmoral galten - haben die Zahlungsverzögerungen zuletzt zugenommen.

Dagegen berichten die deutschen Exporteure von weniger Zahlungsverzögerungen in Russland/Ukraine, dem Baltikum und der Türkei. Erhebliche Zielüberschreitungen sind hier seltener geworden, deutlich mehr Unternehmen als vor einem Jahr melden einen pünktlichen Zahlungseingang.

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