Sicherheit und Umwelt im Mittelpunkt des 11. Technischen Kongresses des VDA

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Die deutsche Automobilindustrie verstärkt - trotz Krise - ihre Anstrengungen bei der Entwicklung CO2-freundlicher Fahrzeuge und verbessert mit modernsten Assistenzsystemen die Sicherheit im Straßenverkehr weiter", betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), im Vorfeld des 11. Technischen Kongresses, den der VDA am 25./26. März 2009 in Wolfsburg durchführt. Zu diesem europaweit wichtigsten Technologiekongress werden über 300 internationale Gäste erwartet.

"Kein anderer Kongress behandelt die beiden automobilen Kernthemen Umwelt und Sicherheit so umfassend und sachkundig wie der Technische Kongress des VDA. Hier werden die Fragen erörtert, die für diese Industrie in den nächsten Jahren strategisch entscheidend sein werden", unterstrich Wissmann.

Der VDA-Präsident stellte die aktuellsten Fortschritte bei der CO2-Minderung vor: Nachdem im Januar 2009 der durchschnittliche CO2-Wert aller neu zugelassenen Pkw in Deutschland mit 159,3 (-4,6 Prozent) bereits erstmals unter 160 g/km lag, sank er im Februar - aufgrund der durch die Umweltprämie ausgelösten starken Käufe der privaten Halter im Bereich der Kleinwagen - sogar auf 154,4 g/km
(-6,9 Prozent). Für die ersten beiden Monate 2009 ergibt sich damit ein Rückgang um 6,0 Prozent auf 156,4 g/km.

Im Februar wurden insbesondere bei den Benzinern Fortschritte erzielt. Hier gingen die CO2-Emissionen um 8,4 Prozent auf 151,7 g/km zurück. Die CO2-Einsparungen lagen bei Ford und Porsche sogar jeweils im zweistelligen Prozentbereich - sowohl im Februar als auch in den beiden ersten Monaten insgesamt. Bei den neu zugelassenen Diesel-Pkw insgesamt sanken die CO2-Emissionen im Februar um 3,5 Prozent auf 160,3 g/km. Die deutschen Marken liegen mit 159,6 g/km CO2 (-3,5 Prozent) niedriger als der Durchschnitt und unter dem Wert der Importeure (162,5 g/km CO2). Die CO2-Emissionen der deutschen Marken insgesamt gingen im Februar um 5,6 Prozent auf 158,2 g/km zurück und liegen damit lediglich noch um 2,5 Prozent über dem Durchschnittswert. Die deutschen Marken kamen damit bei der Reduzierung fast doppelt so schnell voran wie die Franzosen, die lediglich einen Rückgang um 3,1 Prozent erreichten.

Wissmann unterstrich: "Bemerkenswert ist, dass in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres alle deutschen Marken bei den neu zugelassenen Diesel-Pkw den CO2-Wert um durchschnittlich 3,4 Prozent auf 160,7 g/km senken konnten, während die Franzosen insgesamt stagnierten (-0,2 Prozent) und bei Renault sogar eine Steigerung der CO2-Emissionen um +3,8 Prozent zu verzeichnen war." Der kontinuierliche Rückgang der Verkehrsopferzahlen in den letzten Jahren und Jahrzehnten zeige zudem, dass die Autos immer sicherer würden, so der VDA-Präsident.

Der Technische Kongress, der seinen Veranstaltungsort jährlich wechselt, findet in diesem Jahr bei Volkswagen im MobileLifeCampus - AutoUni in Wolfsburg statt. VDA-Präsident Wissmann wird zusammen mit Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, den Kongress eröffnen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Dr. Philipp Rösler, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie stellvertretender Ministerpräsident, die Direktorin für Verkehr und Luftqualität der US-Umweltbehörde EPA, Margo T. Oge, Holger Krahmer, Abgeordneter des Europäischen Parlaments und Mitglied des Ausschusses für Umweltfragen, sowie Dr. Werner Schnappauf, BDI-Hauptgeschäftsführer, werden zu den nationalen und weltweiten Emissionsfragen sprechen. Bernd Maierhofer, Vorstandsmitglied der MAN Nutzfahrzeuge AG, erläutert in der ersten Plenarsession den "1-Liter-Lkw", Dr. Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG, referiert über "Innovationen als Schlüssel für nachhaltige Mobilität". In der Plenarsession am zweiten Kongresstag spricht Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstandsmitglied der Volkswagen AG, über Elektromobilität, Peter Tyroller, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung, beschreibt die "Herausforderungen an einen global agierenden Automobilzulieferer".

Der Weg zur Elektrifizierung des Antriebsstranges ist Thema des ersten Vortrags in der Fachsession "Elektromobilität" im Rahmen des Themenfeldes Umwelt und Energie. Dr. Steffen Berns, Robert Bosch GmbH, wird aufzeigen, dass mit Start-Stopp-Systemen ein erster wichtiger Schritt auf dem Wege der CO2-Reduzierung getan wurde. Weitere Schritte werden die Bremsenergie-Rückgewinnung bis hin zum rein elektrischen Antrieb sein. Die Komponenten für einen breiten Anwendungsbereich zur Elektrifizierung des Antriebsstranges stehen bereits zur Verfügung, Zielsetzung ist nun, die Leistungselektronik in Größe und Gewicht zu optimieren.

Jörg Prigl, Daimler AG, wird über den smart fortwo ev berichten. Von entscheidender Bedeutung ist die Entwicklung der Lithium-Ionen-Batterie-Technologie, die Daimler in einem Joint Venture mit Evonic angeht. Dr. Thomas Johnen, Adam Opel GmbH, wird über Brennstoffzellen- und Elektroantriebe bei GM/Opel berichten. Dr. Klaus Schindler, Volkswagen AG, zeigt "Ansätze zur Minimierung der NO2-Immissionen" auf. Georg Weiberg, Daimler AG, spricht über die Auswirkungen durch die CO2-Herausforderung auf das Nutzfahrzeug, während sich Dr. Jens Hadler, Volkswagen AG, mit nachhaltigen Konzepten für zukünftige Antriebstechnologien von Volkswagen beschäftigt.

Der zweite Schwerpunkt des Technischen Kongresses gilt der "Fahrzeugsicherheit und Elektronik". Dr. Torsten Strutz, Volkswagen AG, und Dr. Ulrich Widmann, Audi AG, werden die "Effektivität moderner Sicherheitssysteme" erläutern, Klaus Kompass und Dr. Werner Huber, beide BMW AG, sprechen über "Integrale Sicherheit - Effektive Wertsteigerung in der Fahrzeugsicherheit". Prof. Dr. Rodolfo Schöneburg, Daimler AG, präsentiert die "Neue Passive Sicherheit" am Beispiel der neuen E-Klasse. Mit einem umfassenden Ansatz, der die Vorunfallphase einschließt, kann die Fahrzeugsicherheit signifikant weiter verbessert werden. Aufsetzend auf das System Pre-Safe und weiterer im Fahrzeug vorhandener Daten wird es möglich, die Bremsanlage mit einem neuen Aspekt in das Sicherheitskonzept einzubeziehen. Das beginnt mit einer Warnfunktion für den Fahrer bis hin zum Einsteuern einer Notbremsung. Zwar kann auch das neue System nicht in jedem Falle den Unfall vermeiden, die Unfallfolgen jedoch so weit wie möglich mindern.

Dr. Peter E. Rieth, Continental AG, beschäftigt sich mit den "Anforderungen eines durchgängigen Sicherheitskonzepts" und Prof. Dr.-Ing. Markus Maurer, TU Braunschweig, sieht das Auto von morgen als "autonom, emissionsarm und flexibel". Das neue Rating-Verfahren beim Euro NCAP wird auf dem Technischen Kongress ebenso behandelt wie die Optimierung der Post-Crash-Unfallrettung oder die neue EU-Verordnung zu Fahrzeugsicherheit und Reifen.

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