Schnellere Hilfe bei Unfällen - VDA sorgt für mehr Sicherheit

Deutsche Automobilindustrie verbessert Informationen für Rettungskräfte

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Im Notfall zählen manchmal Sekunden. Gerade bei schweren Autounfällen haben Rettungskräfte meist nur wenig Zeit, um verletzte Personen aus dem Fahrzeug zu befreien. Deswegen brauchen sie möglichst schnell umfassende Informationen über das verunglückte Auto: Wo liegen die Batterien, wo befinden sich die Airbags und wo kann ein Fahrzeug gefahrlos und schnell aufgeschnitten werden? Der Verband der Automobilindustrie (VDA) bietet jetzt die Antwort auf einen Blick: ein von den Herstellern gemeinsam gestaltetes Datenblatt. Darauf finden die Rettungskräfte die wichtigsten Informationen für jedes aktuelle Fahrzeugmodell.

"Die neuen standardisierten Datenblätter sind ein weiterer Schritt zur Optimierung der allgemeinen Verkehrssicherheit", sagte VDA-Geschäftsführer Dr. Thomas Schlick bei der Vorstellung des Papiers. "Weil sie wertvolle Orientierungszeit sparen, ermöglichen die Blätter eine schnelle und zielgerichtete Rettung." Diese Initiative zeige einmal mehr das große Engagement der deutschen Automobilindustrie in Sachen Fahrzeugsicherheit. "Unsere Hersteller denken über den Fahrzeugbau hinaus bis zum Ende der Rettungskette", erklärte Schlick.

Die Standards für das Datenblatt wurden in enger Zusammenarbeit mit der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) entwickelt. Diese vertritt die Position der deutschen Rettungskräfte im Auftrag des Ausschusses für Feuerwehrwesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung der Bundesinnenministerkonferenz. "Die vfdb arbeitet parallel an einer bundeseinheitlichen Richtlinie über geeignete Rettungstaktiken und -techniken bei der Rettung von Personen aus verunfallten Fahrzeugen, die im Sommer 2009 veröffentlicht werden soll", betonte Dieter Trepesch, Leitender Branddirektor München.

Die Fahrzeugsicherheit kontinuierlich zu verbessern, ist seit jeher ein zentrales Anliegen der deutschen Automobilindustrie. In enger Zusammenarbeit haben Hersteller und Zulieferer in den vergangenen Jahrzehnten lebensrettende Sicherheitsausrüstungen entwickelt und sich damit als Technologieführer am Weltmarkt etabliert. Diese Systeme tragen wesentlich dazu bei, dass das Autofahren auf deutschen Straßen immer sicherer wird. Starben in den 70er Jahren in Deutschland jährlich noch mehr als 20.000 Menschen bei Verkehrsunfällen, waren es 2008 4.467 - und das, obwohl heute doppelt so viele Autos wie vor 30 Jahren auf den Straßen fahren.

Die nun standardisierten Rettungs-Datenblätter werden für alle aktuellen Fahrzeugmodelle der Hersteller im VDA erstellt und den Rettungskräften demnächst kostenlos über das Internet zum Download bereitgestellt und können mobil und praxisgerecht eingesetzt werden.

Auf dem 11. Technischen Kongress des VDA am 25. und 26. März 2009 in Wolfsburg werden weitere Informationen zu den Rettungsleitfäden, die Mitte des Jahres auf der Internetseite des VDA veröffentlicht werden, vorgestellt.

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