Mit neuem EU-Führerschein flexibel unterwegs?

IAA-Symposium zur Novellierung des Fahrerlaubnisrechts

(PresseBox) (Berlin, ) Fachkundige Vertreter werden über die geplante Novellierung des Fahrerlaubnisrechts auf einem Symposium am 27. September 2010 auf der 63. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover diskutieren. Die Gemeinschaftsveranstaltung vom Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Arbeitsgemeinschaft Nutzfahrzeuge, Karosserie- und Fahrzeugbau (ARGE NKF) stellt die Frage "Novellierung des Fahrerlaubnisrechts - welche Fahrzeugkombinationen sind zukünftig möglich?" in den Mittelpunkt.

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich verpflichtet, die Richtlinie 2006/126/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über den Führerschein bis 2013 in nationales Recht umzusetzen und bis 2011 hierzu ein entsprechendes nationales Gesetz vorzulegen. Die Novellierung des Fahrerlaubnisrechts betrifft die Hersteller und Betreiber von Nutzfahrzeugen hinsichtlich der an das Fahrerlaubnisrecht anzupassenden Fahrzeuge, einschließlich der Nfz-Kombinationen mit Anhängern bzw. Sattelanhängern. Insbesondere im Bereich der Individuallösungen von Nutzfahrzeugen, die auch mit den "kleineren" Fahrerlaubnisklassen (BE bzw. C1E) gefahren werden dürfen - wie etwa der sogenannte "kleine Sattelzug" -, ist die Novellierung des Fahrerlaubnisrechts von erheblicher Bedeutung.

Mit der weiteren europäischen Vereinheitlichung des Fahrerlaubnisrechts bieten sich Chancen für intelligentere Straßengüterverkehre, in denen effiziente Logistiklösungen und die spezifische Entlastung der Umwelt zu beiderseitigem Nutzen kombiniert werden können. Innovative, Umwelt entlastende Nutzfahrzeugkombinationen bilden Herausforderungen an die Hersteller, wofür noch einige Details des Fahrerlaubnisrechtes eindeutig geklärt werden müssen. Voraussetzung hierfür ist eine länderübergreifende enge Abstimmung der Verkehrspolitik mit Logistikern, Transporteuren und Herstellern.

Nationale und internationale Fragen, Interpretationsdifferenzen und unerwünschte Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU sollten im Hinblick auf die in 2011 vorgesehenen Gesetzesvorlagen auf dem Symposium ausführlich behandelt werden.

Dr. Kay Lindemann, Mitglied der VDA-Geschäftsführung, wird die Teilnehmer am 27. September um 10:00 Uhr begrüßen. Anschließend spricht Jörg Biedinger, Produktmanager Fahrerlaubnis TÜV Nord Mobilität GmbH & Co. KG, über "Die neue Richtlinie 2006/126/EG - Auswirkungen auf Nutzfahrzeugrelevante Fahrerlaubnisklassen". Die Bedeutung der Richtlinie für die praktische Ausführung der Fahrerlaubnisausbildung behandelt Peter Glowalla, 1. Stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. (BVF). Über die Bedeutung und Auswirkungen der Fahrerlaubnisnovellierung für die Einzel-, Sonder- und Kleinserienfertigung von Nutzfahrzeugkombinationen spricht Reinhard Eggers, Geschäftsführender Gesellschafter der Eggers Fahrzeugbau GmbH und Vorsitzender des Vorstands der ARGE NKF. Nach den Vorträgen folgt eine Podiumsdiskussion, die die europäische Harmonisierung des Fahrerlaubnisrechts thematisiert und damit den Blick über die nationalen Grenzen hinaus weitet. Die Moderation des Symposiums hat Dietmar Fund, Chefredakteur der Fachmedien "Fahrschule", "Fahrlehrer-Brief" und "Taxi" im Verlag Heinrich Vogel.

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