Deutsche Hersteller gewinnen Marktanteile in USA und China

Deutschland stabilisiert erneut westeuropäischen Pkw-Markt

(PresseBox) (Berlin, ) Die deutschen Automobilhersteller haben im November erneut ihre Stärke auf dem US-Markt gezeigt und Marktanteile gewonnen: Sie steigerten ihren Absatz um 28 Prozent auf rund 95.000 Einheiten - und wuchsen damit doppelt so schnell wie der gesamte Light-Vehicles-Markt (Pkw und Light Trucks), der um 14 Prozent auf 991.700 Einheiten zunahm. "Besonders eindrucksvoll ist die Geschwindigkeit, mit der die deutschen Marken im Light-Truck-Bereich vorankommen: Im November erhöhten sie ihren Absatz um 40 Prozent, und wuchsen damit drei Mal so schnell wie dieses Segment, das ein Plus von 14 Prozent auf 539.200 Einheiten aufwies", betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Auch im Pkw-Bereich lagen die deutschen Marken mit knapp 24 Prozent auf 66.500 Fahrzeuge deutlich über dem Wachstum des gesamten Pkw-Marktes, der um gut 14 Prozent auf 452.500 Einheiten zunahm. "Jeder achte Pkw, der in den USA neu zugelassen wird, trägt damit ein deutsches Markenzeichen", so Wissmann. Im bisherigen Jahresverlauf erhöhten die deutschen Hersteller ihren US-Absatz von Light Vehicles um 18 Prozent auf 936.000 Einheiten; der Gesamtmarkt legte um gut 10 Prozent auf 11,5 Mio. Neufahrzeuge zu. "Das sind gute Voraussetzungen für die Detroit Motor Show, die im Januar 2012 ihre Tore öffnet und auf der die deutschen Hersteller mit attraktiven neuen Modellen ihre Innovationskraft zeigen werden", unterstrich Wissmann.

"Auch auf dem chinesischen Markt kommen wir schneller voran als unsere Wettbewerber", sagte Wissmann mit Blick auf aktuelle Meldungen der deutschen Hersteller, die durchweg zweistellige Wachstumsraten in diesem großen Markt aufweisen. In China wurden im November insgesamt 1,13 Mio. Pkw verkauft. Damit legte der Markt um 2 Prozent zu. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Vorjahresmonat sehr stark war. Hinzu kommen gestiegene Kraftstoffpreise und eine höhere Inflationsrate. Das Verkaufsvolumen in den ersten elf Monaten dieses Jahres beträgt gut 11 Mio. Fahrzeuge, ein Zuwachs von knapp 9 Prozent. "Für das Gesamtjahr erwarten wir einen Markt von 12,2 Mio. Einheiten - ein Fünftel davon entfällt auf deutsche Konzernmarken", so Wissmann.

Der indische Pkw-Markt zeigte sich im November erstaunlich robust - er legte um gut 8 Prozent auf 217.300 Einheiten zu und liegt damit über der Wachstumsrate des bisherigen Jahresverlaufs (plus 5,7 Prozent auf 2,3 Mio. Fahrzeuge). Im Kompaktwagensegment, das rund ein Drittel des gesamten indischen Pkw-Marktes ausmacht und um 16 Prozent stieg, konnten die deutschen Marken ihren Absatz sogar um die Hälfte steigern.

Der japanische Pkw-Markt konnte im November um ein Viertel auf 323.700 Fahrzeuge kräftig zulegen. Damit verringert sich das Minus im bisherigen Jahresverlauf auf immer noch knapp 19 Prozent.

Der russische Light-Vehicles-Markt erreichte im vergangenen Monat mit einem Absatz von 239.500 Fahrzeugen das bislang beste November-Ergebnis. "Mit einem Wachstum von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zeigt dies die derzeit sehr dynamische Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf", betonte Wissmann. In den ersten elf Monaten wurden insgesamt 2,4 Mio. Light-Vehicles abgesetzt, ein Plus von rund 41 Prozent.

Während also wichtige Märkte durchaus Dynamik aufweisen, war im November in Westeuropa erwartungsgemäß mit einer Mio. Pkw-Neuzulassungen ein leichtes Minus (minus 2,7 Prozent) zu verzeichnen. Der deutsche Markt stabilisierte mit einem Plus von 2,6 Prozent auf gut 269.100 Neuzulassungen erneut den westeuropäischen Markt. Italien ging um 9 Prozent zurück, Frankreich um 8 Prozent, Spanien um 6 Prozent, Großbritannien um 4 Prozent. Die Schweiz hingegen konnte um 14 Prozent zulegen. Erstaunlicherweise erhöhte sich der Pkw-Absatz im November in Griechenland um 17 Prozent und wies damit das höchste Wachstum in Westeuropa auf - allerdings ist im bisherigen Jahresverlauf der griechische Markt um ein Drittel eingebrochen.

In den ersten elf Monaten zeigte sich der westeuropäische Pkw-Markt mit knapp 11,9 Mio. Einheiten nahezu stabil (-1 Prozent). Während im bisherigen Jahresverlauf der Pkw-Absatz in den neuen EU-Ländern mit 692.100 Einheiten nahezu unverändert war, musste im November ein Minus von 7 Prozent hingenommen werden. Lediglich Ungarn (plus 29 Prozent) und Tschechien (plus 5 Prozent) konnten dagegen halten.

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