Bräunig: Automobilindustrie ist Rückgrat der Wirtschaft Thüringens

Branchentag 10 Jahre Netzwerk Automotive Thüringen

(PresseBox) (Berlin/Erfurt, ) "Thüringens Wirtschaft hat den schweren Einbruch auf den Weltmärkten gestärkt überstanden. Die Automobilindustrie hat dazu einen erheblichen Beitrag geleistet. Sie ist das wirtschaftliche Rückgrat des Landes", sagte Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), in Erfurt zum zehnjährigen Bestehen des Unternehmensverbundes Automotive Thüringen. Die in Thüringen beheimateten rund 500 Unternehmen der Automobilindustrie - die große Mehrheit davon mittelständische Zulieferer - erzielten 2009 einen Umsatz von 6,5 Mrd. Euro und beschäftigten 45.000 Mitarbeiter.

Der VDA unterstütze den Unternehmensverbund Automotive Thüringen seit dessen Anfängen, so Bräunig weiter: "Aus unserer Verbandserfahrung wissen wir, wie wichtig Netzwerke von Unternehmen sind - nicht nur als Interessenvertretung nach außen, sondern auch zur Unterstützung untereinander, um am Weltmarkt bestehen zu können." Automotive Thüringen sei ein ganz besonderes Stück Erfolgsgeschichte der Automobil- und Zuliefererindustrie des Landes, führte Bräunig aus. Gegründet Ende August 2000 von neun Unternehmern, habe es heute 112 Mitglieder mit 30.000 Mitarbeitern. "Diese Firmen und ihre Beschäftigten erzielten 2009 einen Umsatz von 4,2 Mrd. Euro - eine beachtliche Entwicklung." Die Fertigungsstätten zählten zu den modernsten der Welt. "Dass Fachmagazine Thüringen als besonders attraktiven Wirtschaftsstandort in Westeuropa bezeichnen, ist für mich keine Überraschung."

Automotive Thüringen habe sich als Stimme der Automobilindustrie in der Region gegenüber Politik, Öffentlichkeit und Geschäftskunden etabliert. "Es unterstützt die Unternehmen beim Technologietransfer mit Fach- und Hochschulen, bei der Marktanalyse, mit regelmäßigen Informationen und mit Messeauftritten." Dazu zähle auch die Beteiligung am Gemeinschaftsstand des Automobilclusters Ostdeutschland (ACOD) auf der IAA. Automotive Thüringen selbst ist auf der IAA Nutzfahrzeuge vom 23. bis 30. September mit elf Unternehmen vertreten.

Als "bedauerlich" bezeichnete Bräunig, dass sich Thüringen an der bundesweiten Feldstudie mit Lang-Lkw nicht beteiligen wolle. Das Land hatte den Lang-Lkw von 2008 bis 2009 in einem Pilotprojekt auf ausgewählten Routen getestet. Die positiven Ergebnisse dieser Feldstudie, darunter eine erhebliche Ersparnis an Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß, waren gerade erst vorgestellt worden.

An die Verantwortlichen in der Politik appellierte Bräunig, die Verkehrsinfrastruktur nicht zu vernachlässigen: "Infrastruktur ist nicht nur hier in Thüringen ein wichtiger Standortfaktor. Dass die Straßenbauinvestitionen meist deutlich hinter dem eigentlich Erforderlichen zurückbleiben, sollte uns daher mit Sorge erfüllen." Notwendig sei eine Beseitigung der Ineffizienzen im bestehenden System der Straßenbaufinanzierung, etwa im Verhältnis zwischen Bund und Ländern. Darüber hinaus bedürfe es einer zukunftsgerechten Infrastrukturfinanzierung. "Hierzu gehört ein Finanzierungskreislauf für die Straße, über den tatsächlich Schlaglöcher und nicht nur Haushaltslöcher geschlossen werden", sagte Bräunig.

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