2. VDA-Logistik-Award geht an die Robert Bosch GmbH

Gewinner-Konzept überzeugt mit ganzheitlichem Ansatz bei Vermeidung von Materialverkehr und Minimierung der Rohstofflagerung

(PresseBox) (München/Frankfurt am Main, ) Der diesjährige Preisträger des VDA-Logistik-Awards ist eine tschechische Tochtergesellschaft der Robert Bosch GmbH. Bosch wurde während des 8. VDA-Logistikkongresses als Gewinner des zum zweiten Mal ausgetragenen VDA-Wettbewerbs in München gekürt. Letztes Jahr wurde der Preis an die Webasto AG verliehen.

Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), beschrieb auf dem Logistikkongress das Gewinnerkonzept als ein sehr gutes Beispiel für die Innovationskraft der deutschen Automobilindustrie. "Die Automobilbranche steht für besonders fortschrittliche und ausgereifte Logistikkonzepte entlang der Fertigungsketten", sagte Wissmann. Prozessoptimierung und Kostensenkung müssten dabei mit der Schonung von Ressourcen und Umwelt einhergehen. "Das heißt: Um morgen wettbewerbsfähig sein zu können, bedarf es heute der klugen Verknüpfung von ökologischen Innovationen mit ökonomischen Handeln. Dies ist die besondere Aufgabe, an der sich auch die moderne Logistik messen lassen muss", betonte Wissmann.

"Wir freuen uns sehr und sind sehr stolz, dass unser Werk in Budweis durch die hochrangig besetzte Jury ausgezeichnet wird", sagte Dr. Karl Nowak, Vorsitzender des Zentralbereichs Einkauf und Logistik der Robert Bosch GmbH. "Bosch arbeitet mit seinem neuen ganzheitlichen Logistikkonzept im Werk Budweis sehr wirtschaftlich und wettbewerbsfähig. Zudem führt die optimierte Steuerung des Material- und Warenflusses dazu, umweltschonend und flexibel zu fertigen. Dieser Award wird alle unsere Standorte zusätzlich motivieren, Supply Chain Exellence zu erreichen."

Zum Projekt: Im Geschäftsbereich Gasoline Systems von Bosch fertigt die Tochtergesellschaft Robert Bosch, spol. s.r.o. im tschechischen Budweis Komponenten der Benzin- und Dieseltechnik. Das sind typischerweise Kraftstoff-Fördermodule, Fahrpedale, Zylinderkopfhauben, Saugmodule sowie Systeme zur Denoxierung von Abgasen. Am Standort sind mehr als 1.700 Mitarbeiter in der Fertigung beschäftigt, knapp 300 arbeiten in der Entwicklung.

Mit der weltweiten Einführung des "Bosch Production Systems" in den Werken des Unternehmens realisierten die Mitarbeiter am Standort Budweis ein ganzheitliches, schlankes Fertigungs- und Logistiksystem, dass in seiner Durchgängigkeit Modellcharakter hat. Ein Materialfluss-Center (MFC) verbindet als zentrale Drehscheibe zum einen die Rohstoff- und Teileanlieferung mit der nivellierten Fertigung und zum anderen die Fertigung über eine hochfrequente Direktbelieferung mit den Kunden der Automobilindustrie. So werden beispielsweise 40 Prozent der verarbeiteten Rohstoffe "ship-to-line", also ohne Lagerung, direkt an die Fertigung geliefert. Rund 30 Prozent brauchen nur noch eine kurzzeitige Lagerung. Durch die hochfrequente Belieferung der Kunden werden ebenso die Lagerkosten drastisch reduziert. In der Summe konnten mit dem erfolgreichen Projekt die Gesamtlogistikkosten im Werk Budweis signifikant, die Arbeitsschritte pro Box um zwei Drittel und die Bestände um knapp 30 Prozent reduziert werden.

Der Jury des VDA Logistik Awards gehörten neben VDA-Präsident Wissmann und Prof. Dr. Ingrid Göpfert, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Logistik, Philipps-Universität Marburg, Henner Cnyrim, Senior Vice President, Head of Central Electronic Plants bei Continental, Tina Rumpelt, Chefredakteurin Sonderprojekte Automobilproduktion, Dr. Karl Sommer, Leiter Strategie, Planung und Befähigung Ressort Materialwirtschaft der BMW AG sowie BVL-Präsidiumsmitglied Dr. Thomas Wimmer an.

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