VDMA Ost: Ostdeutscher Maschinenbau ist stabil

(PresseBox) (Leipzig, ) Ungeachtet der ins Stocken geratenen Weltwirtschaft und der Eurokrise hat sich der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau auch im vierten Quartal 2011 behauptet. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage unter den 350 Mitgliedern des VDMA-Landesverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Für viele Unternehmen war 2011 ein zufriedenstellendes Jahr. "Das Wachstumstempo hat sich in den vergangenen Monaten zwar zyklisch und damit erwartungsgemäß verlangsamt. Von einem Einbruch kann jedoch keine Rede sein. Vielmehr trotzt die Realwirtschaft der vermeintlichen Krisenstimmung", erklärt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des Branchenverbandes. So lagen die Kapazitätsauslastung und Auftragsreichweite auf dem guten Niveau des Vorquartals. Nach oben zeigten zudem die Umsatzrendite, Geschäftserwartungen und Personalplanungen.

Weiterhin hohe Kapazitätsauslastung

Die durchschnittliche Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten lag im vierten Quartal 2011 etwas unter dem Wert des Vorquartals, mit 91,4 Prozent aber erneut weit über dem langfristigen Durchschnitt von etwa 86 Prozent. 86 von 100 Unternehmen verzeichneten dabei eine Auslastung von mindestens 80 Prozent.

Nahezu unverändert zeigt sich der durchschnittliche Auftragsvorlauf. Er übersprang zum zweiten Mal in Folge die Fünf-Monats-Grenze (4. Quartal 2011: 5,2 Monate - 3. Quartal 2011: 5,4 Monate). Bei der Umsatzrendite, dem prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz eines Unternehmens, hat sich der positive Trend der vergangenen Monate fortgesetzt. Im vierten Quartal 2011 erreichten etwa 89 Prozent der Firmen und damit nochmals reichlich vier Prozent mehr als im dritten Quartal 2011 eine Rendite über null Prozent.

Unternehmen klagen über Rahmenbedingungen

Allerdings mussten sich die Unternehmen Ende 2011 mit bekannten Problemlagen auseinandersetzen. Zu ihnen zählen unter anderem langwierige Vertragsverhandlungen, die diskontinuierliche und kurzfristige Auftragsvergabe, lange Lieferzeiten und kaum zumutbare Zahlungsbedingungen der Zulieferer, steigende Kosten für Material, Energie und Rohstoffe sowie das Thema "Preisdumping", um Marktanteile gewinnen oder halten zu können. Ebenfalls Schwierigkeiten bereiten die demografische Entwicklung des Personalbestandes und die damit verbundene Suche nach geeigneten Fachkräften. Dies gilt vor allem für höhere Qualifikationen.

Maschinenbauer sind zuversichtlich

"Trotz der anhaltenden Probleme sowie Unwägbarkeiten infolge der Eurokrise sieht der Großteil der befragten Unternehmen eher zuversichtlich in die Zukunft", so Pätz. Demnach erwarten für die ersten drei Monate im neuen Jahr 89 von 100 Firmen gleichbleibende oder bessere Geschäfte (3. Quartal 2011: 85 von 100 Firmen).

Diese positive Grundstimmung beeinflusst auch die Personalplanungen. So beabsichtigen reichlich 93 Prozent der Unternehmen, im nächsten halben Jahr die Zahl ihrer Beschäftigten zu erhöhen oder beizubehalten.

VDMA, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) ist einer der bedeutendsten Verbandsdienstleister und bietet das größte Branchennetzwerk der Investitionsgüterindustrie in Europa. Seine Regionalvertretung in Ostdeutschland, der VDMA Ost, versteht sich als Sprachrohr der Branche vor Ort. Seinen etwa 350 Firmen, Werken und Niederlassungen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Thüringen stellt er vielfältige Dienstleistungen bereit. Zudem vertritt er ihre Interessen und ermöglicht es, durch ein weitreichendes Netzwerk Themen gemeinsam voranzubringen.

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