VDMA Ost: Ingenieurerhebung zeigt besonders hohen Ingenieuranteil im Osten

(PresseBox) (Leipzig, ) Der Bedarf an Ingenieuren im Maschinen- und Anlagenbau wird in den kommenden Jahren steigen. Die ostdeutschen Firmen suchen dabei insbesondere Ingenieure für die Bereiche Forschung, Entwicklung und Konstruktion. Das ergab die aktuelle Ingenieurerhebung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA).

Der Fachkräftemangel stellt in den nächsten Jahren eines der zentralen Probleme der Branche dar. Das lang anhaltende Konjunkturtief hatte die Fachkräfteproblematik vorübergehend hintenangestellt. Doch im Zuge der anziehenden Wirtschaft, der unaufhaltsamen demografischen Veränderungen und des gleichzeitigen Trends zu höher qualifizierten Belegschaften tritt sie jetzt wieder verstärkt in den Fokus.

Lage in Ostdeutschland spitzt sich zu

"Besonders prekär gestaltet sich die Lage im ostdeutschen Maschinenbau", erklärt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA-Landesverbandes Ost. "Hier wird sich in den nächsten zehn Jahren mehr als ein Viertel der Ingenieure in den Ruhestand verabschieden. Mit weniger als 10 Prozent fällt zudem der Anteil der Ingenieure im Alter bis zu 30 Jahren unterdurchschnittlich aus. Das verdeutlicht, dass die Unternehmen neben der Überalterung auch künftig die Abwanderung junger, qualifizierter Menschen in andere Regionen verkraften müssen", so Pätz.

Im Osten viele Frauen unter den Ingenieuren

Ingenieure sind im ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau mit einem Beschäftigtenanteil von rund 30 Prozent sehr stark vertreten (Westdeutschland ca. 17 Prozent). Deutliche Unterschiede gibt es auch beim Frauenanteil, der in den Neuen Bundesländern fast dreimal so hoch ist wie im alten Bundesgebiet. In Ostdeutschland ist jeder sechste Ingenieur eine Frau, in Westdeutschland jeder 16.

Bedarf wird weiter steigen - Rekrutierungsproblem auch

Der Ingenieur-Bedarf wird indes bis 2015 weiter steigen. Dieser Meinung sind 54 Prozent der ostdeutschen Unternehmen. Gefragt ist die Berufsgruppe vor allem in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Konstruktion, aber auch im Vertrieb und in der Produktion. Allerdings erwarten die Firmen einen Mangel an geeigneten Bewerbern, auch in seltener zu besetzenden Aufgabengebieten wie Dienstleistungen und Auslandstätigkeiten. "Dieser Trend ist bei unseren Mitgliedern schon heute zu beobachten. In den nächsten Monaten will fast jedes vierte Unternehmen Personal einstellen. Speziell die kleineren mittelständischen und Kleinunternehmen haben es jedoch schwer, qualifizierte, bezahlbare Mitarbeiter zu finden", ist Pätz besorgt.

Maßnahmen gegen Fachkräftemangel

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, haben die Unternehmen bereits vielfältige Maßnahmen ergriffen. Hierzu gehören unter anderem das Angebot von dualen Ausbildungen, Praktika und Studienarbeiten, Kooperationen mit Hochschulen sowie die Nachwuchswerbung an Schulen und in Kindergärten. In der Zukunft planen sie zusätzlich vor allem die Umschulung von fachlichen Quereinsteigern und die Einstellung ausländischer Fachkräfte.

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