VDMA Ost: Geschäftsaussichten wieder positiver

(PresseBox) (Dresden,, ) Im ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau ist die konjunkturelle Lage nach wie vor angespannt. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des VDMA Ost unter seinen 350 Mitgliedsfirmen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ein Großteil der Unternehmen musste im 2. Quartal 2009 erneut rückläufige Auftragseingänge und Umsatzeinbußen hinnehmen. Etwas Hoffnung keimt dennoch auf: Die Geschäftsaussichten werden wieder deutlich besser eingeschätzt.

Kapazitätsauslastung der Unternehmen variiert sehr stark

Im 2. Quartal 2009 ist die durchschnittliche Kapazitätsauslastung auf knapp 74 Prozent gesunken. Ähnliche Werte verzeichnete die ostdeutsche Branche letztmals 1993. "Noch stärker als in den vergangenen Monaten beobachten wir hierbei beträchtliche Unterschiede zwischen den einzelnen Firmen.

Unabhängig von der Teilbranche und Größe sind einige Unternehmen noch über mehrere Monate hinweg zu 90 oder gar 100 Prozent ausgelastet. Andere hingegen kämpfen mit Auslastungen von unter 50 Prozent um ihre Existenz", betont Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA-Landesverbandes Ost.

Bankenverhalten eines der größten Probleme

Am besten den Nachfragerückgang kompensieren können die Unternehmen, die über einen sehr breiten Branchen- und Produktmix verfügen oder einen Nischenabsatzmarkt bedienen. Doch mittlerweile geraten auch strukturell und finanziell gut aufgestellte Unternehmen in Schwierigkeiten. "Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Zum einen verschieben oder stornieren Kunden notwendige Investitionen, was sich im schleppenden Auftragseingang widerspiegelt. Zum anderen sind die Maschinen- und Anlagenbauer einem immensen Preisdruck ausgesetzt, der zum Teil in Preisdumping ausufert. Hinzu kommt eine sich teilweise verschlechternde Zahlungsmoral der Auftragnehmer", so Pätz.

Besonders scharf kritisieren die Maschinenbauer und deren Kunden das restriktive Bankenverhalten. Sie beklagen vor allem die unzureichende und erschwerte Kreditversorgung, Probleme bei der Verlängerung von Krediten und die verschlechterten Finanzierungskonditionen. "Um die Liquidität gesunder Unternehmen zu erhalten, fordern wir ein Umdenken der Banken. Sie dürfen die Umsetzung der Konjunkturprogramme nicht behindern und müssen die günstigen Leitzinsen an die Unternehmen weiterreichen. Insbesondere erwarten wir auch langfristige Finanzierungen über einen Zeitraum von drei Jahren hinaus. Nur dann kann sich der Investitionsstau lösen und die Wirtschaft erholen", stellt Pätz klar.

Jeder dritte Arbeitnehmer in Kurzarbeit

Die anhaltend schwierige wirtschaftliche Situation im Maschinen- und Anlagenbau schlägt sich zunehmend auch in der Personalplanung nieder.

Immer mehr Unternehmen nutzen aktiv das Instrument der Kurzarbeit, um die Kernbelegschaft halten zu können. Etwa ein Drittel der Beschäftigten befand sich im 2. Quartal in Kurzarbeit - im 1. Quartal war es zirka ein Viertel.

Geschäftsaussichten wieder positiver

Indes werden die Geschäftsaussichten für die Monate Juli bis September wieder deutlich besser beurteilt als im vorangegangenen Quartal. Rechneten für das 2. Quartal 56 Prozent der Unternehmer mit Einbußen, sind es für das 3. Quartal nur noch 36 Prozent. Zirka 58 Prozent erwarten ein gleichbleibendes Ergebnis. "Dies ist ein kleiner Hoffnungsschimmer, den wir aber nicht überbewerten dürfen. Erst, wenn sich die bessere Stimmung der Geschäftsleute im Auftragseingang niederschlägt, haben wir die Talsohle erreicht", so VDMA Ost-Geschäftsführer Reinhard Pätz.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.