VDMA - Gebäudearmaturenindustrie entwickelt sich im ersten Halbjahr 2010 dynamisch

Auslandsgeschäft zieht wieder an / Frankreich und Niederlande bleiben wichtigste Absatzmärkte

(PresseBox) (Frankfurt/Main, ) In der ersten Jahreshälfte 2010 erzielte die deutsche Gebäudearmaturenindustrie ein nominales Umsatzplus von insgesamt fünf Prozent. Dies meldet der VDMA-Fachverband Armaturen. Die weltweite Wirtschaftskrise scheint überwunden: Nach dem Krisenjahr 2009 legten sowohl die Inlands- als auch die Auslandsnachfrage von Januar bis Juni 2010 deutlich zu.

Erfreulich war insbesondere die erhoffte Wiederbelebung des Auslandsgeschäftes. Der schwache Euro bescherte den überwiegend mittelständisch geprägten Gebäudearmaturenherstellern im ersten Halbjahr 2010 ein nominales ausländisches Umsatzwachstum von acht Prozent. Aber auch im Inland wuchs der Umsatz um drei Prozent.

Die Umsätze der einzelnen Produktgruppen entwickelten sich in der ersten Jahreshälfte unterschiedlich positiv: So verzeichneten die Hersteller von Heizungsarmaturen insgesamt ein nominales Umsatzplus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz der Hersteller von technischen Gebäudearmaturen sowie der Sanitärarmaturen-Hersteller wuchs um jeweils fünf Prozent. 2009 waren sowohl Bestellungen als auch Umsätze in allen Produktgruppen deutlich zurückgegangen, so dass die hohen Wachstumsraten im ersten Halbjahr 2010 auf die extrem niedrige Vorjahresbasis zurückzuführen sind und von einer dynamischen Entwicklung der Märkte zeugen.

Euroconstruct rechnet für 2010 mit einem weiteren Rückgang der europäischen Neubauaktivitäten sowohl im Wohn- als auch im Nichtwohnbau. Umfangreiche Leerstände, Preisverfall sowie die von vielen europäischen Regierungen erlassenen Sparpakte würden Konsumenten und Investoren weiter verunsichern, so Euroconstruct in seiner aktuellen Studie. Dennoch sprechen die positiven Auftrageingangs- und Umsatzzahlen der deutschen Gebäudearmaturenindustrie eine andere Sprache: Die Verbraucherstimmung hat sich soweit verbessert, dass nun erforderliche Anschaffungen im Bad- und Heizungsbereich getätigt werden. Modernisierungs- und Ersatzbeschaffung sind zentraler Treiber der positiven Umsatzentwicklung der Gebäudearmaturenhersteller. Dennoch wird es wohl mindestens bis 2012 dauern, bis das durch die internationale Immobilienkrise verlorene Umsatzvolumen wieder erreicht wird.

Die sehr gute Entwicklung des Auslandsgeschäftes trug im ersten Halbjahr 2010 maßgeblich zu einer Umsatzsteigerung der Branche bei. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts stieg der Export von Gebäudearmaturen um rund 20 Prozent auf 774 Mio. Euro. Vor allem das Geschäft mit China (plus 64 Prozent auf 38 Mio. Euro) und Tschechien (plus 69 Prozent auf 30 Mio. Euro) konnte deutliche Zuwächse verzeichnen.

Die Einfuhren von Gebäudearmaturen sanken im ersten Halbjahr 2010 insgesamt um elf Prozent auf 401 Mio. Euro. Das wichtigste Lieferland für Deutschland war China (minus zwei Prozent auf 65 Mio. Euro) vor Italien (minus vier Prozent auf 52 Mio. Euro) und Portugal (plus 38 Prozent auf 50 Mio. Euro). Das Importvolumen aus Ostasien lag bei 83 Mio. Euro (plus fünf Prozent); der Anteil aus Europa stieg sogar um elf Prozent auf 205 Mio. Euro.

Prognose

Für 2010 erwartet der Fachverband Armaturen eine signifikante Wiederbelebung der Märkte und rechnet insgesamt mit einem nominalen Umsatzanstieg von vier bis sechs Prozent.

In Deutschland wird die Situation im Wirtschaftsbau weiterhin angespannt bleiben. Allerdings ist im öffentlichen Bau insgesamt mit einem deutlichen Wachstum gegenüber 2009 zu rechnen, da die stimulierenden Effekte aus den Maßnahmen der Konjunkturpakete nun voll zur Geltung kommen. Im Wohnungsneubau scheint eine Stabilisierung möglich. Modernisierungen werden aufgrund ihres in der Regel geringeren Mitteleinsatzes und staatlicher Subventionen für energetische Sanierungen weiterhin zunehmen. Somit bleibt der Modernisierungsbedarf eine wichtige Stütze des Aufschwungs im Bereich der Gebäudearmaturen.

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