VDMA Expertenausblick: 2030 kann Windenergie ein Viertel des europäischen Strombedarfs decken

(PresseBox) (Hamburg, ) Der Anteil der Windenergie an der europäischen Stromproduktion wird sich von 3,5 Prozent Ende 2007 auf 23 Prozent in 2030 erhöhen. Damit stehen Windenergieanlagen 2030 auf Platz eins der Stromerzeuger in der EU, gefolgt von Wasserkraft- und Gaskraftwerken mit jeweils zwölf Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt ein Expertenausblick des VDMA, der auf den Einschätzungen von Herstellern unterschiedlicher Energietechnologien basiert.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der europäischen Stromproduktion insgesamt wird sich bis 2030 im Vergleich zu 2007 von 16 auf 48 Prozent verdreifachen. Der Anteil der Windenergie an den erneuerbaren Energien verdoppelt sich von rund 23 Prozent in 2007 auf rund 50 Prozent in 2030. "Dabei wird der Windstrom in Europa je zur Hälfte onshore und offshore produziert", betonte Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems.

Die installierte Leistung an Windenergie in der EU wird von rund 56.500 Megawatt Ende 2007 auf rund 280.000 Megawatt in 2030 anwachsen. Davon werden rund 170.000 Megawatt an Land und 110.000 Megawatt im Meer installiert sein. "Abgebaut werden onshore über 100.000 Megawatt, die zusätzlich repowert bzw. ersetzt werden müssen", so Herdan.

In Deutschland werden sich die Windenergiekapazitäten von 22.250 Megawatt Ende 2007 auf 65.000 Megawatt in 2030 verdreifachen. Der Anteil der Offshore-Windenergie wird im gleichen Zeitraum von null auf 25.000 Megawatt wachsen. An Land dominiert das Ersatzanlagengeschäft oder Repowering. Über 30.000 Megawatt werden abgebaut und durch neue Anlagen ersetzt. Wie in der EU wird die Stromproduktion aus Windenergie auch in Deutschland je zur Hälfte onshore und offshore gedeckt.

Enorme Kapazitätszubauten müssen in Europa wie in Deutschland finanziert und hohe Anteile Windstrom mit intelligenten Netzen und innovativen Speichern in den Strommix und den Kraftwerkspark integriert werden. Onshore sind dazu Hemmnisse wie Höhenbegrenzungen von Ländern und Kommunen zu beseitigen, die dem Neuanlagen- als auch dem Ersatzanlagengeschäft im Weg stehen. Offshore sind Hafenlogistik und Installationsequipment rechtzeitig bereitzustellen. "Gleichzeitig brauchen wir stabile Rahmenbedingungen und eine klare politische Unterstützung im Werben um Akzeptanz für die Infrastrukturen wie für die notwendigen Neu- und Ersatzkraftwerke, seien es Windenergie-, Wasserkraft- und Biogasanlagen, als auch Gasturbinen- oder Kohlekraftwerke", resümierte Herdan.

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