VDMA: Deutsche Fluidtechnik produziert Rekordergebnis

Prognose für 2006: Umsatz Plus drei Prozent / Christian H. Kienzle ist neuer Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Fluidtechnik

(PresseBox) (Frankfurt, ) „Die deutsche Fluidtechnik hat im Jahr 2004 das beste Jahr ihrer Geschichte verbuchen dürfen“, erklärte der neu gewählte Vorsitzende des VDMA Fachverbandes Fluidtechnik, Christian H. Kienzle, ARGO-HYTOS GmbH, Kraichtal, am Dienstag in Frankfurt. Die Branche erreichte mit 4,6 Milliarden Euro Umsatz 2004 ein neues Rekordergebnis. Der Welthandelsanteil der Branche stieg mit 2,7 Milliarden Euro auf 33 Prozent. „Keine andere Branche erreichte im Welthandel – insgesamt 8,2 Milliarden Euro - eine solche Dominanz“, berichtete Kienzle.

Prognose für 2005: Umsatz Plus acht Prozent
2005 wird dieses Ergebnis nach heutigen Prognosen weiter gesteigert werden können. Der VDMA Fachverband Fluidtechnik geht für 2005 von acht Prozent Umsatzsteigerung für die gesamte Branche aus. „Die Hydraulik liegt im Umsatz für die Zeit von Januar bis September 2005 um 13,4 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, im Auftragseingang bei 0,5 Prozent. Der Umsatz der Pneumatik ist um 2,9 Prozent, der Auftragseingang um 3,7 Prozent in dem zu betrachtenden Zeitraum gestiegen“, so Kienzle.

Beschäftigtenzahl bleibt stabil
Die Unternehmen der Fluidtechnik konnten mit ca. 27.000 Beschäftigen ihre Mitarbeiterzahl halten. „Das ist nicht selbstverständlich, denn die individuelle Produktivität der Unternehmen wächst häufig schneller als der heimatliche Absatzmarkt. Die Beschäftigungssicherung hierzulande basiert daher stark auf den Exporterfolgen“, betonte Kienzle.

Die Unternehmen haben heute bereits zu einem Drittel Produktionsstätten im Ausland. Die Exportquote liegt heute bei mehr als 50 Prozent und erreicht damit für eine Zuliefererindustrie mit vergleichsweise niedrigpreisigen, gleichwohl technisch hochwertigen Produkten einen hohen Wert. Die am deutschen Markt verbleibenden Produkte gehen wiederum größtenteils in den Maschinenbau, der eine Exportquote von ca. 72 Prozent besitzt, so dass die Internationalisierung im Bereich der Fluidtechnik inklusive des indirekten Exports bei ca. 80 Prozent liegt. Damit verbleiben letztendlich nur noch ca. 20 Prozent der Produkte in Deutschland.


Fluidtechnik – eine Branche der Hidden Champions
Bei der neuesten VDMA-Trendbefragung sehen sich bereits 12 Prozent der befragten Fluidtechniker als Champion weltweit, weitere 47 Prozent unter den Top 5. Damit haben sich die bereits hervorragenden Werte von 2002 weiter gesteigert. Die deutsche Fluidtechnik ist auf den Weltmärkten bestens positioniert und wird den Anforderungen des Marktes erfolgreich gerecht.

Prognose 2006: Umsatz plus drei Prozent
Für 2006 prognostiziert der VDMA Fachverband Fluidtechnik ein Plus von drei Prozent, auch aufgrund der weiterhin guten Entwicklung des Maschinenbaus insgesamt.

Die deutsche Fluidtechnik ist eine typische Zuliefererindustrie des Investitionsgüterbereiches. Ihre Produkte Hydraulik und Pneumatik sind getrieben von zwei wesentlichen Entwicklungssträngen. Die Pneumatik als Komponente der Automatisierungstechnik entwickelte im letzten Jahrzehnt eine enorme Wachstumsdynamik, die weit über dem Durchschnitt des Maschinenbaus lag. Aber auch die Hydraulik zeigt ihre Wachstumsstärke im langfristigen Vergleich. Insbesondere die Mobilhydraulik hat sich stark behaupten können, da hier der klassische Vorteil gegenüber anderen Antriebstechnologien, nämlich die hohe Leistungsdichte, maßgeblich zum Tragen kommt.

Christian H. Kienzle ist neuer Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Fluidtechnik
Die Mitgliederversammlung des Fachverbands Fluidtechnik wählte am 14. Oktober 2005 einen neuen Vorstand. Für die Wahlperiode 2005-2008 gehören dem Vorstand an:

Vorsitzender: Christian H. Kienzle, ARGO-HYTOS GmbH, Kraichtal
Stellvertretende Vorsitzende:
Manfred Grundke, Bosch Rexroth AG, Lohr am Main
Rudi Menrad, Festo AG & Co. KG, Esslingen

Mathias Dieter, HYDAC Filtertechnik GmbH, Sulzbach,
Karl Haeusgen, HAWE Hydraulik GmbH & Co. KG, München,
Hartmut Hänchen, Herbert Hänchen GmbH & Co. KG, Ostfildern,
Bernhard Herzig, WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen,
Ingrid Hunger, Hunger DFE GmbH, Würzburg,
Dr. Stefan Rinck, LINDE AG GB Material Handling, Aschaffenburg,
Heribert Rohrbeck, Christian Bürkert GmbH & Co. KG, Ingelfingen,
Dr. Gerd Scheffel, Parker Hannifin GmbH & Co. KG, Kaarst,
Daniel Waller, BUCHER HYDRAULICS GmbH, Klettgau

VDMA, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau
(VDMA) vertritt über 3 000 Unternehmen des
mittelständisch geprägten Maschinen- und
Anlagenbaus. Mit aktuell rund 968.000 Beschäftigten
im Inland und einem Umsatz von 190 Milliarden Euro
(2007) ist die Branche grösster industrieller
Arbeitgeber und einer der führenden deutschen
Industriezweige insgesamt.

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