VDMA: China wichtigster Markt in Asien für deutsche Maschinenbauer

(PresseBox) (Frankfurt, ) Anlässlich des Besuches des chinesischen Präsidenten Hu Jintao in Deutschland erklärt Dr. Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des VDMA:

China bleibt der mit Abstand wichtigste asiatische Markt für die deutschen Maschinenbauer, auch wenn die Zeit exorbitanter Wachstumsraten für deutsche Exporte nach China vorerst einmal vorbei zu sein scheint. Die deutschen Maschinenexporte ins Reich der Mitte wuchsen im laufenden Jahr (Januar bis August) im Durchschnitt um 2,8 Prozent, nachdem in den ersten Monaten des Jahres sogar ein leichter Rückgang zu verzeichnen war. Die im Vergleich zu den letzten Jahren bescheidene Wachstumsrate ist Ergebnis sowohl eingetretener Überhitzung auf dem chinesischen Markt als auch konjunkturdämpfender Maßnahmen der chinesischen Regierung. China bleibt aber trotz der Beruhigung drittwichtigster deutscher Absatzmarkt, hinter den USA und Frankreich und vor Italien und Großbritannien.

2004 hatte sich der chinesische Markt mit einer Steigerungsrate von 26,1 Prozent und einem Volumen von 7,8 Milliarden Euro auf Platz zwei der deutschen Maschinen-Exportmärkte katapultiert. Deutschland ist seinerseits mit einem Anteil von 21,1 Prozent (2004) zweitwichtigster Maschinenlieferant für China. An erster Stelle liegt hier Japan mit 29,8 Prozent.

Besonders gefragt: Werkzeugmaschinen, Hütten- und Walzwerkseinrichtungen und die Druck- und Papiertechnik
Größte Sparte sind nach einer fast 25-prozentigen Steigerung und mit einem Anteil von 10,7 Prozent die Werkzeugmaschinen, gefolgt von den Hütten- und Walzwerkseinrichtungen, einer stark von Großaufträgen abhängigen Sparte, die nach einer Steigerung um mehr als ein Drittel auf einen Anteil von 7,8 Prozent kommt. An dritter Stelle steht nach ebenfalls über 20-prozentiger Steigerung die Druck- und Papiertechnik mit 7,6 Prozent Anteil.


Importe aus China steigen kräftig an
China nimmt nach einer Steigerung um fast 30 Prozent in den ersten acht Monaten im Vergleich zum Vorjahrszeitraum nunmehr Platz 11 in der Liste der Herkunftsländer für Maschinenbauprodukte in Deutschland ein. Bei den Einfuhren aus China wird die Liste angeführt von Produkten der Allgemeinen Lufttechnik. Es folgen Produkte der Antriebstechnik sowie Armaturen.

VDMA fordert härteres Durchgreifen gegen Produktpiraten
China hat bei dem Schutz und der Durchsetzung von Patent- und Markenrechten konsequenter vorzugehen. Seit dem Beitritt der VR China zum WTO-Abkommen Ende 2001 hat sich der Rechtsschutz in China für ausländische Unternehmen faktisch nicht spürbar verbessert. Plagiiert wird nahezu alles, was ausreichend Gewinn versprechen lässt. So werden neben Ersatzteilen auch komplette Maschinen nebst Bedienungsanleitungen, Verpackungen und Werbemittel kopiert. Eine Studie des VDMA zur Produkt- und Markenpiraterie in der Investitionsgüterindustrie ergab: Jedes zweite Unternehmen – ob Armaturen, Werkzeugmaschinen, Textilmaschinen, Pumpen und Kompressoren, Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen oder der Großanlagenbau - ist von Produktfälschungen betroffen. Die Hälfte aller unzulässigen Nachbauten stammen dabei aus China. Vor diesem Hintergrund fordert der VDMA von der Bundesregierung wie von der Europäischen Union, den Druck auf China zu erhöhen und konsequent gegen Produktpiraterie vorzugehen. Insbesondere im Bereich der Justiz besteht Handlungsbedarf.

VDMA, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau
(VDMA) vertritt über 3 000 Unternehmen des
mittelständisch geprägten Maschinen- und
Anlagenbaus. Mit aktuell rund 968.000 Beschäftigten
im Inland und einem Umsatz von 190 Milliarden Euro
(2007) ist die Branche grösster industrieller
Arbeitgeber und einer der führenden deutschen
Industriezweige insgesamt.

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