VDMA: Aufzugsbau gut durch die Krise gekommen

Auftragseingang stieg im 1. Halbjahr 2010 um 17 Prozent

(PresseBox) (Berlin, ) Der Auftragseingang in der deutschen Aufzugsindustrie ist nach Angaben des VDMA-Fachverbandes Aufzüge und Fahrtreppen im 1. Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 17 Prozent gestiegen. "Die Aufzugsbranche ist unbeschadet durch die Wirtschaftskrise gekommen und nun geht es aufwärts." erklärte Albert Schenk, Vorsitzender des VDMA Fachverbandes, anlässlich des Deutschen Aufzugstags am Donnerstag in Berlin.

"Der Mittelstand hat als Herz der deutschen Wirtschaft und als Motor für Wachstum und Innovation gerade in der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise entscheidend dazu beigetragen, dass diese Krise ohne gravierende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt geblieben ist." betonte Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, in seiner Rede anlässlich des Deutschen Aufzugstags vor rund 90 Unternehmern der Branche. "Auch zukünftig steht der Mittelstand im Zentrum der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung", so Burgbacher weiter.

Die Branche verzeichnet seit 2006 Jahren positive Wachstumsraten. "Selbst im Krisenjahr 2009 sind wir mit einer Stagnation davongekommen", erklärte Schenk. 2009 war das Neuanlagengeschäft in der Stückzahl um nur 0,7 Prozent zurück gegangen und im Wert sogar um 0,9% gestiegen. Und seit Beginn des Jahres 2010 geht es im Aufzugsbau ungebremst bergauf, so Schenk weiter. Der Auftragseingang im deutschen Aufzugsbau lag im 1.Halbjahr 2010 um 17% über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Fahrtreppen konnten sogar ein Plus von 38% verzeichnen. Im Juli 2010 lag die Kapazitätsauslastung für den deutschen Aufzugs- und Fahrtreppenbau bei 94,3%.

Auch das Geschäftsklima, dargestellt durch den Aufzugsindex, zeigt ein äußerst positives Stimmungsbild. Der VDMA-Aufzugsindex ist im Oktober 2010 um weitere 15 Punkte auf 148,4 Punkte (max. 200 Punkte) gestiegen. Das heißt die Hersteller von Aufzügen und Fahrtreppen beurteilen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage nochmals günstiger als im vorigen Quartal und bezüglich der Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten sind sie weiterhin sehr zuversichtlich.

Die Branche befindet sich seit einigen Jahren in einem technologischen Umbruch, der nach Inkrafttreten der europäischen Aufzugsrichtlinie - insbesondere durch die zuvor nicht mögliche Entwicklung des triebwerksraumlosen Aufzugs - einsetzte. "Die Nachfrage nach Hydraulikaufzügen geht seit 1998 kontinuierlich zurück, während der Auftragseingang im Seilaufzugsbereich ohne Maschinenraum inzwischen mit über 70 Prozent den Großteil des Aufzugsmarktes bestimmt", so Schenk.

Die Einhaltung der europäischen Normen EN 81-1 für Seilaufzüge und EN 81-2 für hydraulische Aufzüge garantiere den sehr hohen Sicherheitsstandard von Aufzugsanlagen europaweit. "Nicht umsonst sprechen wir heute vom Aufzug als dem sichersten Verkehrsmittel", sagte Schenk. Dies werde in Deutschland u.a. durch die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sichergestellt. Sie erhöhe auch bei älteren Aufzugsanlagen die Sicherheit der Benutzer, des Instandhaltungs- und des Prüfpersonals.

Mit der Gesamtentwicklung verknüpft sind die Erwartungen der Aufzugsindustrie, auch zukünftig sowohl etwas zur Energieeffizienz und zur Sicherheit der Benutzer als auch zur Erhaltung der Arbeitsplätze beitragen zu können.", sagte Schenk in Berlin.

Der Fachverband Aufzüge und Fahrtreppen des VDMA repräsentiert ca. 80% der deutschen Aufzugsindustrie. In Deutschland gibt es derzeit rund 680.000 installierte Aufzugsanlagen zur Personenbeförderung und ca. 30.000 Fahrtreppen. Der Branchenumsatz beträgt mehr als zwei Milliarden Euro und in der Branche sind ca. 17.000 Personen beschäftigt.

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