Erneuerbare Energien: Deutsch-Russischer Dialog

(PresseBox) (Frankfurt, ) Gestern fand im Parlament der Russischen Föderation, der Staatsduma, ein Informationsaustausch über die gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Ausbau der dezentralen Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien statt. Diskussionsgrundlage war ein Gesetzentwurf des Duma-Ausschusses für Energie, Verkehr und Kommunikation, dessen Vorsitzender V.A. Jasev die Grundlagen des geplanten Gesetzes erläuterte. Russland will den Ausbau der dezentralen Energieversorgung insbesondere in den Republiken fördern, die nicht an dem großen zentralen Kraftswerkspark partizipieren können. Das Gebiet entspricht etwa 60 Prozent des russischen Territoriums. Experten des Bundesumweltministeriums (BMU), der Deutschen Energieagentur (DENA) und des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) berichteten sowohl über die Erfahrungen Deutschlands bei der Entwicklung der gesetzlichen Grundlagen für Erneuerbare Energien als auch über die Auswirkungen auf die Technologie- und Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Kernpunkt der anschließenden Diskussion waren die unterschiedlichen Fördermodelle zum Ausbau der dezentralen Energieversorgungssysteme.
Hervorgehoben wurde von deutscher Seite die Notwendigkeit planbarer und verlässlicher Rahmenbedingungen, die Beachtung eines ausgewogenen Energiemixes unter Einbeziehung aller zur Verfügung stehenden Energiequellen und Technologien und die effiziente Ausgestaltung staatlicher Fördersysteme und deren zeitliche Befristung.

Mit weit über 2 Milliarden Euro ist Deutschland bereits der wichtigste Lieferant für Investitionsgüter nach Russland. “ Für die Nutzung Erneuerbarer Energien auch im Bereich der dezentralen Energiewirtschaft verfügt Russland über riesige Potenziale. Es gilt, die guten Beziehungen von Unternehmen beider Länder zum beidseitigen Nutzen auch auf diesem Gebiet auszubauen. Für die Hersteller von dezentralen Energieversorgungsanlagen kann sich bei entsprechender Umsetzung der neuen Gesetzgebung ein sehr interessanter Absatzmarkt entwickeln. Die russische Seite kann hierbei von den hohen technologischen Standards der deutschen Hersteller profitieren”, betonte Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems.

VDMA, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau
(VDMA) vertritt über 3 000 Unternehmen des
mittelständisch geprägten Maschinen- und
Anlagenbaus. Mit aktuell rund 968.000 Beschäftigten
im Inland und einem Umsatz von 190 Milliarden Euro
(2007) ist die Branche grösster industrieller
Arbeitgeber und einer der führenden deutschen
Industriezweige insgesamt.

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