Kernkraftwerk Krümmel: Zwischenergebnisse der Untersuchung

(PresseBox) (Berlin, ) Der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe, Tuomo Hatakka, hat weitere Aufklärung und Konsequenzen der Vorgänge im Kernkraftwerk Krümmel angekündigt. "In der Kernenergie ist unser Anspruch höchste Sicherheit", sagte Hatakka am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung erster Zwischenergebnisse der Untersuchung der Reaktorschnellabschaltung in Krümmel am vergangenen Samstag. "Jetzt stehen alle Prozesse, technisch und organisatorisch, auf dem Prüfstand." Zur weiteren Aufarbeitung hat Hatakka mit Stefan Dohler, der bei Vattenfall Europe das Netzgeschäft verantwortet, einen Sonderbevollmächtigten bestellt.

Die bisherige Untersuchung hat laut Hatakka ergeben, dass Fehler bei der Umsetzung einer vereinbarten Maßnahme und bei der Erstinformation an die Behörde geschehen sind. Hier seien unverzüglich erste Konsequenzen gezogen worden. An dem Maschinentransformator, dessen Kurzschluss zu der Schnellabschaltung des Kraftwerks am Samstag geführt hatte, war eine Überwachungseinrichtung nicht wie zugesagt installiert worden. Dafür hat der Kraftwerksleiter die Verantwortung übernommen und hat um die Entbindung von seinen Aufgaben gebeten. Dem ist das Unternehmen gefolgt.

Die Versäumnisse seien "ein herber Rückschlag für alle Anstrengungen, die wir in den vergangenen zwei Jahren bezüglich unserer Sicherheitskultur unternommen haben", sagte Hatakka. "Wir sind uns bewusst, dass wir erneut Vertrauen verloren haben. Das müssen wir uns neu verdienen."

Die bisherigen Untersuchungen haben bestätigt, dass bei der Reaktorschnellabschaltung alle Sicherheitssysteme wie vorgesehen funktioniert haben.

Hatakka betonte den Anspruch Vattenfalls, schnell, umfangreich und transparent zu informieren. Das sei seit der Schnellabschaltung in Krümmel konsequent geschehen. Hatakka: "Ich möchte klarstellen - auch, weil darüber in der Öffentlichkeit teilweise ein anderer Eindruck entstanden ist: Zu keinem Zeitpunkt haben wir Informationen zurückgehalten. 18 Minuten nach der Reaktorschnellabschaltung, um 12.20 Uhr, haben wir offiziell telefonisch die Polizei über das Ereignis informiert", sagte Hatakka. "Allerdings sind wir unserem eigenen Anspruch nicht gerecht geworden, dass die atomrechtliche Aufsichtsbehörde zuerst von uns über Ereignisse in unseren Kraftwerken informiert wird."

Zweieinhalb Stunden nach dem Ereignis hatte das Unternehmen die erste Pressemeldung veröffentlicht, 24 Stunden später fand eine Pressekonferenz mit ausführlichen Informationen statt. Über alle weiteren Erkenntnisse wurde jeweils unverzüglich informiert, technische Berichte wurden sofort im Internet veröffentlicht. Am kommenden Samstag soll vor Ort in Geesthacht bei Krümmel eine Informations- und Dialogveranstaltung mit Anwohnern stattfinden.

Datum 09.07.2009 Seite/Umfang 2/2 Der Transformator, der von dem Kurzschluss betroffen war, wird seit dem Wochenende intensiv technisch untersucht. Die bisher festgestellten Befunde, die am Donnerstag vorgelegt wurden, erlauben noch keine abschließende Aussage über die Ursache. So bald weitere Ergebnisse vorlägen, würden sie vorgestellt, kündigte Hatakka an.

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