Über die Grenzen der Quantenmechanik: Nobelpreisträger Professor Anthony Leggett hält Vortrag an der Uni Ulm

(PresseBox) (Ulm, ) Die Universität Ulm begrüßt kommenden Freitag einen besonderen Gast: Der Physik-Nobelpreisträger von 2003, Professor Anthony Leggett von der Universität von Illinois, hält ein Sonderkolloquium an der Ulmer Universität. Die englischsprachige Veranstaltung mit dem Titel "Testing the limits of quantum mechanics: motivation, state of play, prospects" beginnt um 10.15 Uhr im Medienraum des Forschungsgebäudes N27.

Seit über 30 Jahren dreht sich Leggetts Forschung um die zentrale Fragestellung, wo die Grenzen der Quantenmechanik liegen und wie diese erfassbar sind. Quantenmechanik ist die grundlegende physikalische Theorie der mikroskopischen Welt und eine der Hauptsäulen der modernen Physik. Begründet wurde sie in den 1920er Jahren durch berühmte Forscher wie Max Planck, Niels Bohr und Werner Heisenberg. Die Quantenmechanik erlaubt, im Gegensatz zur klassischen Physik, die genaue Beschreibung physikalischer Eigenschaften kleinster Objekte, wie Elektronen, Atome und Moleküle. Doch was passiert, wenn sich viele solcher Systeme zu einem makroskopischen Quantenobjekt zusammenschließen? Phänomene dieser Art finden sich z.B. in Festkörpern, etwa bei der Supraleitung. Denn werden bestimmte Metalle hinreichend tiefen Temperaturen ausgesetzt, verbinden sich ihre Elektronen zu einem makroskopischen Quantensee. Charakteristische Quanteneigenschaften solcher Makrosysteme konnten erst in den letzten Jahren experimentell beobachtet werden. Über Motivation, Verlauf und Grenzen solcher Experimente auf dem Feld der Festkörperphysik, Quantenoptik oder Physik von Biomolekülen, wird Leggett am Freitagmorgen referieren.

Leggett wurde 1938 in England geboren. Seine wissenschaftliche Karriere begann ungewöhnlich. Er studierte zunächst Philosophie in Oxford, ehe er seine Leidenschaft für Physik entdeckte. Nach Abschluss der Dissertation wechselte er als Post-Doktorand an die Universität von Illinois, wo damals berühmte Physiker wie David Pines und John Bardeen forschten. Nach einem weiteren Jahr als Post-Doktorand in Japan wurde er Lecturer an der Universität Sussex. 1982 berief ihn die Universität von Illinois auf einen Lehrstuhl für Theoretische Physik. 2003 erhielt er den Nobelpreis für Physik aufgrund seiner Leistungen auf dem Feld der Tieftemperaturphysik. 2004 wurde er in England zum Ritter geschlagen.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.