Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik: Neuer Dekan Prof. Klaus Dietmayer: Die besten Köpfe gewinnen

(PresseBox) (Ulm, ) Professor Klaus Dietmayer, neuer Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik der Universität Ulm, will sich den Bemühungen der neun großen deutschen Technischen Universitäten (TU9) um den Erhalt des "Dipl.-Ing." als Markenzeichen der deutschen Ingenieursausbildung anschließen, um den seit Jahrzehnten als Gütesiegel weltweit anerkannten Titel künftig wieder mit vergeben zu können. Dietmayer, 47 und seit 2004 Prodekan, war dieser Tage als Nachfolger des Medieninformatikers Professor Michael Weber an die Spitze der Fakultät gewählt worden. Neuer Prodekan ist Professor Peter Dadam, neuer Studiendekan für die Informatik Professor Frank Slomka. Studiendekanin für die Psychologie bleibt Professorin Tina Seufert. Die Wahl des Studiendekans für Elektro- und Informationssystemtechnik soll Ende des Monats erfolgen, nach Lage der Dinge dabei Professor Carl Krill im Amt bestätigt werden.

"Natürlich wollen auch wir das Rad der Bologna-Reform nicht zurückdrehen", sagt Klaus Dietmayer, Direktor des Instituts für Mess-, Regel- und Mikrotechnik und seit April 2000 an der Uni Ulm. "Wir wollen auch den Master als Abschluss nicht abschaffen." Nur parallel zum Master wieder den "Dipl.-Ing." verleihen. Aus guten Gründen und mit gutem Gewissen: "Ich bin überzeugt, dass unsere universitäre Ausbildung heute den früheren Diplom-Studiengängen nach wie vor gleichwertig ist." Und daran will der Wissenschaftler auch als Dekan festhalten, der an der TU Braunschweig studiert und an der Universität der Bundeswehr Hamburg mit Auszeichnung promoviert hat, vor seinem Ruf nach Ulm auf sechs Jahre internationale Industrieforschung bei einem namhaften Konzern zurückblicken kann.

Wohl bewusst sei ihm der "Wettbewerb um die besten Köpfe unter den Studierenden", auch und gerade bezogen auf die Ingenieurs- und Informatikausbildung, die Rolle der unterschiedlichen Hochschularten dabei inklusive. Dass viele Bewerber, darunter nicht wenige mit Bestnoten, zunächst vor allem aus finanziellen Gründen Alternativen zur Uni-Ausbildung bevorzugten, "ist für uns ein ernst zu nehmender Faktor", so Professor Dietmayer. Gleichwohl sei er fest davon überzeugt: "Bessere Karrierechancen, mittel- und langfristig die größeren Möglichkeiten, eröffnet nach wie vor ein Universitätsstudium mit seiner breiter und methodischer angelegten Ausbildung." Insbesondere einer frühen Einbindung der Studierenden in hochkarätige Forschungsprojekte wegen, der engen Verzahnung mit der Industrie und vielfachen Gelegenheiten zu Auslandssemestern, basierend auf internationalen Kontakten der Professoren und Dozenten. Nicht zu vergessen "viele hochkarätige Lehrbeauftragte aus der Industrie, die aktuellste Entwicklungen aus industrieller Forschung und Entwicklung in die Ausbildung einfließen lassen können".

"Die Sichtbarkeit der Universität in dieser Rolle der Ingenieurs- und Informatikausbildung stärken, in der Region und auch darüber hinaus", bezeichnet der Dekan als eine der wichtigsten Aufgaben seiner Amtszeit. Mit dem Ziel insbesondere: Mehr Studienanfänger zu gewinnen und zwar für die Ingenieurwissenschaften wie für die Informatik gleichermaßen. Vielleicht auch mit einem höheren Frauenanteil. Wobei Dietmayer die Defizite hier auf gesellschaftliche Ursachen zurückführt, die sich dem direkten Einfluss der Universitäten entzögen. Die zumeist durch weibliche Erzieher und Lehrer ohne große Affinität zu technischen Fragen geprägte frühe schulische Erziehung unter anderem.

Eine weitere Herausforderung sieht der neue Dekan in dem bereits angelaufenen Generationswechsel rund 20 Jahre nach Gründung der Fakultät. Rund ein Fünftel der Professuren müsse in den nächsten Jahren neu besetzt werden, so der Wissenschaftler. Mit der Aufgabe, die traditionellen Schwerpunkte durch die Neuberufungen zu stärken und die Fakultät zugleich in die aktuelle Entwicklung einzubinden. Auf dem Gebiet der Batterieforschung etwa. Als vorrangiges Ziel nennt Dietmayer ferner eine zweite Förderphase für den erfolgreichen Transregio Sonderforschungsbereich (SFB) zur Mensch-Maschine-Kommunikation.

Ehrgeizige Ziele also. Aber der Fakultätsvorstand sei dafür gerüstet: "Ein prima Team", lobt der Dekan, "und eine gute Mischung aus erfahrenen und jüngeren Mitgliedern".

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