Erbgutschäden durch Umwelteinflüsse

Professor Günter Speit mit GUM-Preis ausgezeichnet

(PresseBox) (Ulm, ) Professor Günter Speit vom Institut für Humangenetik der Universität Ulm ist dieser Tage von der Gesellschaft für Umwelt-Mutationsforschung (GUM) mit dem GUM-Preis 2009 ausgezeichnet worden. Die deutschsprachige Sektion der Europäischen Mutagenitätsgesellschaft (EEMS) mit rund 400 Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz würdigte damit die Verdienste Speits um die Mutationsforschung und die Gesellschaft selbst. Der mit 2500 Euro dotierte Preis ist jetzt zum zwölften Mal seit 1979 vergeben worden, mit dem Ulmer Wissenschaftler allerdings erst zum zweiten Mal an einen Humangenetiker.

Freuen durfte sich bei der Jahrestagung der Gesellschaft in Wien auch Dr. Kristina Trenz. Die Biologin, die an der Uni Ulm studiert und in der Arbeitsgruppe von Professor Speit promoviert hat, erhielt den "GUM-Preis für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler". Sie war nach ihrer Promotion an das London Research Institute gewechselt und erforscht nun dort Fragen der Stabilität des Erbguts.

Umwelt-Mutationsforschung beschäftigt sich mit Schäden am Erbgut (DNA), die durch Umwelteinflüsse verursacht werden, durch Strahlen oder Chemikalien etwa. "Dabei geht es um das Verständnis der Mechanismen, die zu solchen Schäden führen und die Möglichkeiten der Zelle beziehungsweise des Organismus, diese Schäden zu reparieren", erklärt Professor Günter Speit und ergänzt: "Nicht vollständig reparierte DNA-Schäden können zu vererbbaren Veränderungen führen und diese Mutationen sind bekanntlich eine wesentliche Ursache der Krebsentstehung." Deshalb solle die Umwelt-Mutationsforschung "dazu beitragen, solche Risiken zu erkennen, um den Menschen vor einer Belastung mit mutagenen Substanzen zu schützen". Mit dem Nachweis solcher Substanzen beschäftigt sich die Arbeitsgruppe von Professor Speit seit vielen Jahren, ebenso mit den Zusammenhängen zwischen DNA-Schädigung wie -Reparatur und der Entstehung von Mutationen und Krebs. Dem Ulmer Forscher zufolge sind aus diesen Untersuchungen bisher mehr als 150 wissenschaftliche Publikationen hervorgegangen.

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