Nachwuchsforscher zeigen sich visionär

Graduiertenschule Simulation Technology zählt bereits mehr als 80 Doktoranden

(PresseBox) (Stuttgart, ) Geflügelte Pläne für Visionen wollen sie schmieden - die Doktoranden der Graduiertenschule Simulation Technology (GS SimTech) an der Universität Stuttgart. Die ambitionierten Nachwuchswissenschaftler treffen sich vom 16. bis 18. Juli 2010 zum diesjährigen SimTech-Doktorandenwochenende. Fernab von ihren Laboren und Arbeitsstätten wollen sie intensiv an der Realisierung disziplinübergreifender Zukunftsbilder arbeiten. Mit dabei sein wird auch Tille Rupp, eine Sprecherin der Graduiertenschule. "Wir werden mit den Post-Doktoranden von SimTech intensiv über ihre Forschungsarbeit zu den SimTech-Visionen diskutieren", sagt die 30jährige Nachwuchsforscherin. Als Mitglied einer Forschungsgruppe für die Computersimulation menschlicher Bewegungen freut sie sich gerade auf die instituts- und fachübergreifende Zusammenarbeit der Doktoranden.

Der intensive Austausch über Institutsgrenzen hinweg wird in der GS SimTech großgeschrieben. Hierfür steht beispielhaft das jährliche SimTech-Doktorandenwochenende, bei dem sich die in der Graduiertenschule vernetzten Nachwuchsforscher austauschen und gemeinsam neue Ideen entwickeln. In diesem Jahr geht es unter dem Motto "Geflügelte Pläne für Visionen" ins österreichische Kleinwalsertal.

Ins Leben gerufen wurde das international ausgerichtete Promotionsprogramm im Jahr 2008 durch das "Stuttgart Research Centre for Simulation Technology" (SRC SimTech). Durch die Förderung aus Mitteln der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern konnten bereits mehr als 80 Nachwuchswissenschaftler aus den unterschiedlichsten Fachbereichen eingestellt werden.

Eine von ihnen ist Tille Rupp, die den interdisziplinären Ansatz der GS SimTech beinahe idealtypisch verkörpert. Nach ihrem Diplom an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg im Bereich Elektrotechnik, setzte sie ihre Studientätigkeit in den Fächern Mathematik, Physik und Sportwissenschaft an der Universität Stuttgart erfolgreich fort. Diese Themenkombination kommt ihr jetzt gleich doppelt zu Gute: bei Ihrer Arbeit in der Nachwuchsgruppe Computersimulation menschlicher Bewegung am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft und ihrer fakultätsübergreifenden Promotionsarbeit am Institut für Mechanik (Bauwesen). Zu ihren Fachgebieten zählt die Mehrkörpersimulation der Wirbelsäule - ein Forschungsschwerpunkt, der im SRC SimTech gefragt ist. Schließlich verfolgt der in den Forschungsverbund eingegliederte Exzellenzcluster in einer seiner Visionen die Zusammenfassung von Einzellösungen in der Biomechanik zu einem allgemeinen Menschmodell.

Dass es vielfältige überzeugende Argumente für eine Promotion in der GS SimTech gibt, betont deren Leiter Prof. Frank Allgöwer: "Mit der individuellen Betreuung durch renommierte Professoren und der interdisziplinären Arbeitsweise der Doktoranden steht unsere Graduiertenschule für Nachwuchsförderung auf höchstem Niveau." Von anderen Promotionsanwärtern unterscheidet sie beispielsweise, dass sie in eigens für sie eingerichteten Seminaren die thematische Vielfalt von Simulationstechnologien besser kennen und anwenden lernen. Die notwendige wissenschaftliche Expertise erwerben sie dabei von den mehr als 20 Forschungsleitern des SRC SimTech, die sich auf neun der zehn Fakultäten der Universität Stuttgart verteilen. Um den zunehmend international werdenden Anforderungen an Spitzenforscher gerecht zu werden, ist darüber hinaus ein Auslandsaufenthalt für die Mitglieder der GS SimTech obligatorisch.

Über SimTech:

Die Universität Stuttgart war mit SimTech im November 2007 beim Forschungscluster-Wettbewerb erfolgreich, der im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern initiiert wurde. Die Exzellenzcluster werden auf Bundesebene von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) betreut.

Der SimTech-Exzellenzcluster ist zentraler Kern des "Stuttgart Research Centre for Simulation Technology" (SRC SimTech), das die Universität Stuttgart bereits im April 2007 mit hochschuleigenen Mitteln eingerichtet hat. SimTech ist ein Querschnittszentrum und damit ein verbindendes Element zwischen den Fakultäten. Im Cluster werden die vielfältigen Expertisen der Universität Stuttgart auf dem Gebiet der Simulationstechnologien gebündelt und weiterentwickelt. Damit soll Stuttgart nachhaltig als international führender Standort auf diesem Gebiet positioniert werden.

Neben der breit angelegten Grundlagenforschung, dem Lehrbetrieb mit eigenen Studiengängen und einer Graduiertenschule mit mehr als 80 Doktoranden wird auch der Transfer in die industrielle Anwendung gefördert. Namhafte Firmen, darunter Daimler und Bosch, unterstützen SimTech ideell und finanziell.

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